Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Öffentliches Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

534 
IV. Hffentliches Recht. 
schaften oder Anstalten durch besondere Gesetze eröffnet sind; — erinnert sei hier beispiels⸗ 
weise an das Recht auf Erteilung oder Entlassung aus der Staatsangehoͤrigkeit (oben 
S. 680, 5331), Rechte auf Benutzung öffentlicher Einrichtungen und Anstalten Bildungs⸗ 
anstalten, Verkehrsanstalten), die Ansprüche aus den Arbeiterversicherungsgesetzen des 
Reichs gegen die Träger dieser (durchaus öffentlichrechtlich gestalteten) Versicherung, z. B. 
auf Gewaͤhrung von Krankengeld, Unfallentschädigung, Invaliden- und Altersrente. 
b) Anspruch auf Unterlassung von Eingriffen der öffentlichen 
Gewalt in das gesetzlich gewährleistete Maß persönlicher Freiheit (vsgl. 
G. Meyer 8 217 ff., sowie besonders die Ausführungen Jellineks über den „negativen 
Status“, System S. 80 ff.). Unter persönlicher Freiheit (Gegensatz; politische Frei— 
heit, d. h. Faͤhigkeit, politische Rechte zu haben und auszuüben, also Anteil zu nehmen 
an der Bildung des Staatswillens) ist hier verstanden die Freiheit vom Staat 
die Befugnis des Individuums, unbehelligt alles tun und lassen zu dürfen, was der 
Staat nicht ausdrücklich verbietet bezw. gebietet. Es handelt sich hier um einen sehr 
weittragenden und allgemein gearteten Anspruch negatorischen Charakters, welcher für 
eine Reihe von praktisch besonders wichtigen und wertvollen Betätigungen der persön— 
lichen Freiheit ausdrückliche Anerkennung und Verbriefung gefunden hat in den Grund— 
oder Freiheitsrechten der konstitutionellen Verfassungen. 
Fast alle deutschen Landesverfassungen enthalten Aufzählungen solcher Grund- oder 
Freiheitsrechte; eine besonders reiche Auswahl bietet, in oft enger Anlehnung an das Vor— 
bild der von der Frankfurter Nationalversammlung beschlossenen Grundrechte des deutschen 
Volkes (s. oben S. 496), die preußis che Verfassungsurkunde mit ihrem zweiten Titel 
(Art. 442), überschrieben „von den Rechten der Preußen“. Dort figurieren, um nur 
einiges beispielsweise anzuführen, als Gruade und Freiheitsrechte: die Gleichheit vor dem 
Gesetz (Art. 4), die Sicherheit vor willkürlicher Verhaftung (Art. 8), die Unverletzlichkeit 
der Wohnung (Art. 6), die Unverletzlichkeit des Eigentuͤms (Art. 9), die Glaͤubens— 
und Kultusfreiheit, die Unabhängigkeit der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte von 
dem Glaubensbekenntnis (Art. 12), die Freiheit der Meinungsäußerung nebst der sie 
einschließenden Preßfreiheit (Art. 37, 28), die Versammlungs- und Vereinsfreiheit (Art. 
29, 30) u. a. m. In der Reichsverfassung finden sich Bestimmungen dieser Art 
aund Tendenz nicht. Wohl aber hat das Reich es sich angelegen sein lassen, diejenigen 
Angelegenheiten, welche nach Art. 4 seiner Gesetzgebungskompetenz unterliegen, in dem 
freiheitlichen Sinne zu ordnen, welcher durch die Grundrechte“ der Einzelstaatsverfassungen 
——— auf diesem Wege z. B. Freizügigkeit, Verehe— 
lichungsfreiheit, Gewerbefreiheit, Preßfreiheit, Briefgeheimnis, zwar nicht durch die Ver— 
fassung, aber durch besondere Gesetze des Reichs (Freizügigkeitsgesetz vom 1. November 
1867, Gesetz über die Aufhebung der polizeilichen Beschruͤnkung der Eheschließung vom 
*. MNai 18688, Gewerbeordnung vom 21 Juni 1869, Preßgesetz vom 7. Ral '1874 
Postgesetz vom 28. Oktober 1871) eingeführt und durchgeführt worden. 
Die rechtliche Natur der grundrechtlichen Verfassungs— und einfachen Gesetzes⸗ 
bestimmungen ist vielfach bestritten. Hauptstreitpunkt ist, ob diese Bestimmungen in Waͤhr⸗ 
heit subjektive Rechte gewähren. Während die ältere Literatur diese Frage meist ohne 
Besinnen bejaht und auch neuere Schriftsteller (z. B. G. Meyer 8 217) sich in dem 
gleichen Sinne entscheiden, meinen andere, „Keinesfalls darf diefer Aussdruc“ (.Grund⸗ 
rechte“) „zu der Annahme verleiten, daß es sich hier um Rechte im subjektiven Sinne 
handle“ (Gerber, Grundzüge S. 34); „die Freiheitsrechte oder Grundrechte sind 
Normen für die Staatsgewalt welche dieselbe sich selbst gibt. sie begründen nicht 
subjeltive Rechte der Staatsbuͤtger. Sie find kein Rechte, denn sie haben kein Obiekt.“ 
(Laband J is8, ganz ähnlich v. Seydel, Bayer. Skaatsr. 301.) 
Sieht man zunaͤchst von solchen Verfassungssätzen ab, welche nicht sowohl kein 
subjektives Recht als vielmehr überhaupt kein Recht setzen, weil sie rein programmatisch, 
nuntiativ, nicht aber dispofitiv gestaltet und gemeint sind, wie z. B. der durch Art. 25 
Abs. 8 der preuß. V. U. ausgesprochene Grundsatz der Unentgeltlichkeit des Volksschul— 
unterrichts (ahnlich Art. 101“Abs. 2; s. oben S. 532, 5383), so ist bezüglich der anderen,
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Die Theorie Des Geldes. Fischer, 1883.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.