Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896404200
Document type:
Multivolume work
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896404294
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236881
Document type:
Volume
Title:
Encyklopädie der Rechtswissenschaft
Volume count:
Bd. 2
Place of publication:
Leipzig [u.a.]
Publisher:
Duncker & Humblot [u.a.]
Year of publication:
1904
Scope:
1184 S.
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Öffentliches Recht
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

1. G. Anschütz, Deutsches Staatsrecht. 635 
werden dürfen. Die Verantwortlichkeit der Minister, (im Reiche des Reichskanzlers) für 
eine solche budgetlose Verwaltung richtet sich nach den allgemeinen Grundsätzen (s. oben 
S. 366, 568 ffo. 
III. Die Kontrollen der Haushaltführung; Finanz⸗ oder Rechnungskontrolle. Es 
handelt sich hier um Staatstätigkeiten, welche prüfen, ob die Finanzverwaltung in einer 
aͤbgelaufenen Wirtschaftsperiode nach Maßgabe des Etats (Budgets), der Gesetze und der 
bestehenden Verwaltungsvorschriften geführt worden ist, ob das Ist mit dem Soll im 
Einklang steht. Im konstitutionellen Staate ist zu unterscheiden zwischen 1. der ad⸗ 
ministrativen (internen) Rechnungskontrolle innerhalb der Hierarchie des Ver— 
waltungsorganismus (die untere Behörde hat der oberen, die Gesamtheit der Behörden 
dem Monarchen Rechnung zu legen) und 2. der parlamentarischen Kontrolle: die 
Kontrolle der als einheitliches wirtschaftendes Subjekt vorgestellten Finanzverwaltung 
durch die Volksvertretung. 
In der absoluten Monarchie bestand natürlich nur die erstere Art der Kontrolle. 
In Preußen wurde als Organ derselben schon 1714 eine oberste, dem König unmittelbar 
untergeordnete Behörde, die Generalrechenkammer“, später und heute „Ober-Rechn ungs— 
kammer“ genannt, begründet, mit dem Auftrage, sämtliche Staatsrechnungen und die 
Gebarung aller Staatskassen nachzuprüfen und die Dechargierung durch den König vor— 
zubereiten. Seit und auf Grund der Verfassung (preuß. V. U. Art. 104) fungiert die 
Oberrechnungskammer gleicherweise als Organ der administrativen wie der parlamentarischen 
Kontrolle. Die Rechnungen über den Staatshaushalts-Etat werden von der Oberrechnungs⸗ 
kammer geprüft und festgestellt. Die allgemeine Rechnung über den Staatshaushalt 
jeden Jahres ... wird mit den Bemerkungen der Oberrechnungskammer zur Entlastung 
der Staatsregierung den Kammern vorgelegt“ (a. a. O. Art. 104 Abs. 2). Zur Aus— 
führung des Art. 104 erging das Gesetz über die Einrichtung und die Befugnisse der 
Oberrehnungskammer vom 27. März 1872; danach steht diese Behörde der Krone wie 
— — Unabhängigkeit gegenüber: ihre 
Mitglieder genießen die gesetzliche, insbesondere disziplinäre Stellung von Mitgliedern 
eines obersten Gerichtshofs; die „Bemerkungen“, mit denen die Oberrechnungskammer die 
Vorlage der allgemeinen Staatsrechnung an den Landtag zu begleiten hat, müssen letzteren 
im ganzen und einzelnen über die UÜbereinstimmung der allgemeinen Rechnung mit den 
einzelnen Kassenrechnungen, über die Etats- und über die materielle Gesetzmäßigkeit der 
Finanzverwaltung im verflossenen Rechnungsjahre unterrichten und vorgekommene Ver⸗ 
fehlungen aufweisen. Auf Grund dieser Bemerkungen beschließt der Landtag über die 
Erteilung oder Versagung der Entlastung. Greifbare staatsrechtliche Folgen hat, bei der 
mangelhaften Ausgestaltung der Ministerverantwortlichkeit (s. oben S. 869), die Versagung 
der Decharge nicht. Die preußische Oberrechnungskammer dient auf Grund eines von 
Jahr zu Jahr erneuerten reichsgesetzlichen Auftrags in verstärkter Besetzung als „Rech— 
nungshof des Deutschen Reichs“ zugleich dem Reiche als oberste, die Dechargierung des 
Reichskanzlers durch Bundesrat und Reichstag (R.V. Art. 72) vorbereitende Rechnungs- 
behörde. — Auch die Mittelstaaten besitzen zentrale Rechnungsbehörden. In Baden (Ges. 
o. 25. Aug. 1876) und in Hessen zeigt die Oberrechnungskammer dieselbe Einrichtung, 
Kompetenz und Rechtsstellung wie in Preußen (Organ beider Kontrollfunktionen, richter⸗ 
liche Unabhängigkeits. Anders in Bayern, Sachsen, Württemberg; hier dienen die ent— 
sprechenden obersten Rechnungsbehörden nur der internen, nicht zugleich der parlamen⸗ 
tarischen Kontrolle und auch der ersteren nicht überall in durchgebildeter richterlicher 
Unabhängigkeit. Eine formelle periodische Entlast ung (Decharge) der Regierung durch 
den Landtag kennt das Staatsrecht dieser Mittelstaaten, aͤbweichend vom preußischen und 
Reichsrecht, nicht.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Volume

METS METS (entire work) MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

Which word does not fit into the series: car green bus train:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.