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Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

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Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)

Multivolume work

Identifikator:
1896933912
Document type:
Multivolume work
Author:
Keith, Arthur Berriedale http://d-nb.info/gnd/119086794
Title:
Responsible government in the Dominions
Place of publication:
Oxford
Publisher:
Clarendon Press
Year of publication:
1912-
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Volume

Identifikator:
1896934455
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-236504
Document type:
Volume
Author:
Keith, Arthur Berriedale http://d-nb.info/gnd/119086794
Title:
Responsible government in the Dominions
Volume count:
Vol. 1
Place of publication:
Oxford
Publisher:
Clarendon Pr.
Year of publication:
1912
Scope:
LI, 568 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter
Title:
Part III. The Parliaments of the Dominions
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 2)
  • Title page
  • Contents
  • II. Zivilrecht (Fortsetzung)
  • III. Strafrecht
  • IV. Öffentliches Recht
  • Namen- und Sachregister

Full text

2. E. Beling, Strafprozeßrecht. 365 
II. Die Pflichten der Parteien sind scharf umrissen; sie reichen nicht weiter als 
im Gesetz genau statuiert ist. Übrigens sind hier wie in allen Disziplinen des Rechts 
die echten Pflichten scharf zu scheiden von den bloßen Berechtigungsbedingungen, bei denen 
die Handlung ganz in das Belieben der Partei gestellt ist, und die Partei im Falle des 
Nichthandelns lediglich gewisser Vorteile verlustig geht (z. B. Ablehnung eines Richters 
ist notwendig zur Erhaltung des Revisionsgrundes nach 8778 St. P.O., aber „verpflichtet“ 
ist die Partei zur Ablehnung nicht). 
Unter den Rechten der Parteien ist von allgemeinerer Bedeutung das Recht auf 
rechtliches Gehör. Andiatur et altera pars. Deshalb darf 
1. grundsätzlich kein Prozeß über den Kopf einer Partei hinweg stattfinden (Aus⸗ 
aahmen unten 8 67). 
2. Es besteht sog. Parteiöffentlichkeit, d. h. die Parteien haben das Recht auf An— 
vesenheit bei den wichtigsten Prozeßakten: 8 225 St. P.O. (Ausnahmen: 88 246, 801 
St.P.D. 8 178 G. B. G); 88 228, 191, 167 St. P. O. 
3. Vor jeder Entscheidung des Gerichts, sowie im unmittelbaren Anschluß an ge— 
wisse Prozeßakte (Beweiserhebung u. s. w.) sind die Parteien (regelmäßig beide) zu 
hören (88 88, 132, 185, 186, 190, 242 Abs. 8, 266-258; 122; 264, 265; 
3778 StP. O.). 
Nicht sowohl eine Verleugnung des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs als viel⸗ 
mehr eine bloße Verschiebung des Zeitpunktes der Verstattung zum rechtlichen Gehör 
bedeutet die Zulassung des Mahnverfahrens (unten 8 65). Kommt hier der Beschuldigte 
auch vor Erlaß des Strafbefehls (der Strafverfügung, des Strafbescheids) nicht oder 
nicht voll zu Worte, so eröffnet sich ihm doch die Möglichkeit, nachträglich alles Zweck⸗ 
dienliche zur Geltung zu bringen; seine bloße Erklärung, sich nicht bei dem Strafbefehl 
(der Strafverfügung, dem Strafbescheid) beruhigen zu wollen, setzt, wofern sie nur frist⸗ 
und formgerecht erfolgte, den Strafbefehl (die Strafverfügung, den Strafbescheid) außer 
Qroaft. Gelegenheit, voll zum rechtlichen Gehör verstattet zu werden, hat also auch hier 
der Beschuldigte in vollem Umfange; es liegt nur an ihm, wenn es nicht zur vollen 
Entfaltung der Parteirechte kommt. 
II. u. Die Staatsanwaltschaft hat keine einseitige Parteistellung contra 
reum, sondern sie hat sich ganz auf den objektiven Standpunkt zu stellen — hat 
sie doch das Staatsinteresse zu wahren, welches ungerechtfertigten Verurteilungen durchaus 
widerftrebt — und ist daher auch verpflichtet und berechtigt, im Sinne der Entlastung 
und Freisprechung des Beschuldigten zu wirken (vgl. z. B. 88 158 Abs. 2, 338 Abs. 2 
St. P.O.). 
2.“ Soweit es sich um die Staatsklage (offentliche Klage) handelt, hat die Staats— 
anwaltschaft ein Klagemonopol, 8 152 Abs. 1 St. P. O. (Ausnahme 8 464). 
3 Es gilt Legalitärs-, nicht Opportunitäts prinzip, d. h. die Staats- 
anwaltschaft muß einschreiten, wenn die materiell und prozeßrechtlichen Voraussetzungen 
dafür vorhanden sind (K 152 Abs. 2 St. P.O.). Lehnt die Staatsanwaltschaft die Klage— 
erhebung ab, so kann der Antragsteller, der zugleich der Verletzte ist, ein gerichtliches 
Klagepruͤfungsverfahren herbeiführen, 88 170 -178 St. P.O., unten 8 32 (nicht aber 
kann er, abgesehen von den Privatklagefallen, als Kläger das Gericht anrufen). 
Das Legalitätsprinzip wird durch einzelne Ausnahmen durchbrochen, kraft deren 
es auf die (pflichtmäßig zu beurteilende) Opportunität der Strafverfolgung an— 
kommt, nämlich: 
a) Bei den privatklagefähigen Delikten hat die Staatsanwaltschaft zu prüfen, ob 
die Staatsklage im öffentlichen Interesse liegt (6 416 St. P.O., 8 12 Wett⸗ 
bewerbsgesetzes vom 27. Mai 1886). 
d) Bei Auslandsdelikten „kann“ — muß also nicht — eingeschritten werden, so— 
weit 88 4, 37 St. G.B. in Betracht kommen (anders 3. B. 8 298 u. s. w. 
St. G. B.). 
) Ein Muoed Verfahren braucht, wo die Einziehung bezw. Unbrauchbarmachung 
ur fatultatio ist, nicht eingeleitet zu werden (F42 St. G. B., 8 477 St. P. O.).
	        

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Grundzüge Der Theorie Der Statistik. G. Fischer, 1928.
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