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Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

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Bibliographic data

fullscreen: Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)

Monograph

Identifikator:
825824427
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50636
Document type:
Monograph
Author:
Alberdi, Juan Bautista http://d-nb.info/gnd/118644254
Title:
Organizacion política y económica de la Confederacion Argentina, que contiene: 1. Bases y puntos de partida para la organización política de la República Argentina; 2. Elementos del derecho público provincial argentino; 3. Sistema económico y rentístico de la Confederacion Argentina; 4. De la Integridad nacional de la República Argentina, bajo todos sus gobiernos
Edition:
Nueva edicion oficial, corregida y revisada por el autor
Place of publication:
Besanzon
Publisher:
Impr. de José Jacquin
Year of publication:
1856
Scope:
1 Online-Ressource (XVII, 870 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre
  • Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Literatur und Methode. Land, Leute und Technik. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft (1.1901)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung. Begriff. Psychologische und sittliche Grundlage. Litteratur und Methode
  • Erstes Buch. Land, Leute und Technik als Massenerscheinung und Elemente der Volkswirtschaft
  • Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft, ihre wichtigen Organe und deren Hauptursachen
  • Index

Full text

282 Zweites Buch. Die gesellschaftliche Verfassung der Volkswirtschaft. 
und Leistungsfähigkeit der finanziellen Organisation; aber sie bieten doch zur Ver— 
gleichung einen festen Anhalt, so schwankend auch der Geldwert, so zweifelhaft vielfach 
die Umrechnung älterer Münzen auf die heutige deutsche Mark fein mag; wir haben 
für die ältere Zeit nur Zahlen über die verfügbaren reinen Überschüsse der Central— 
regierung (Nettoeinnahmen), für spätere meist Angaben über die gesamten Staats— 
einnahmen (Bruttobudgets). Besser als keine Angaben sind die Zahlen doch. 
Die Ausbeute an Nachrichten für die älteren Zeiten ist sehr gering. Attika hatte 
2653 Geviertkilometer und 250 000 Seelen beim Ausbruche des peloponnesischen Krieges; 
Xenophon giebt ihm für diesen Zeitpunkt 1000 Talente (5 Mill. Mark) Staatseinnahme, 
wovon aber 600 auf die Tribute der unterworfenen und bündischen Städtegebiete fielen, 
deren Hunderte gezählt wurden; die Einnahmen stiegen dann auf 2000 Talente, und 
sie sollen später unter der sparsamen Verwaltung Lykurgs ohne Tribute wieder 1200 
betragen haben. Rom hatte am Ende der Königsherrschaft ein Gebiet von 983, 
340 v. Chr. von 3096, vor dem zweiten Samniterkriege von 6089 Geviertkilometern 
und nicht mehr als *2—1 Mill. Seelen. Seine finanzielle und militärische Kraft 
ruhte damals auch schon auf den Bundesverhältnissen, obwohl es erst so groß war wie 
ein kleiner preußischer Regierungsbezirk, obwohl es, noch wie Attika in seiner älteren 
Zeit, einer heutigen großen Kommune näher als einem heutigen Staate stand; seine 
Hauptausgaben waren, wie in jener, die für Bauten; aber freilich die eigene Politik 
und die selbständigen Kriege unterscheiden beide von heutigen Großstädten oder Kantonen. 
Agypten hatte schon vor der griechischen Herrschaft hochentwickelte Finanzen; es war in 
seiner besten Zeit ein Land mit 3—7 Mill. Menschen, die auf etwa 27000 Geviert— 
kilometern kulturfähigen Landes, auf einer Fläche wie die der Rheinprovinz saßen; es 
hatte unter den griechischen Herrschern eine jährliche Regierungßgeinnahme von 8—514000 
Talenten, d. h. 29—80 Mill. Mark. Auch darunter steckten sicher viele Tribute, die 
von auswärts kamen. Immer war es ein einheitlicheres Reich als etwa Persien unter 
Dareios, das nach M. Duncker 46,6 Mill. Mark Grundsteuer einnahm, einen Hofhalt 
hatte, der 66 Mill. Mark kostete. Das römische Reich, das beim Tode von August 
3,8 Mill. Geviertkilometer und 54 Mill. Einwohner umfaßte, soll in der Zeit von 
Augustus bis Konstantin nach den einen nur etwa 80, nach den anderen bis 360 Mill. 
Mark jährlich an Reichsausgaben gehabt haben. Aber es hätte, wenn es eine einheitliche 
Volks- und Staatswirtschaft wie unsere modernen Staaten dargestellt hätte, nicht viel— 
mehr ein Civitäten- und Provinzenbund mit führender Spitze gewesen wäre, auch mit 
der zehnfach größeren Summe nicht gereicht. Die auswärtige Politik, die großen Straßen, 
die Armee, die Grenzverteidigung, die Oberleitung der Provinzen und gewisse Steuern 
waren im römischen Reiche einheitlich, alles übrige politisch-wirtschaftliche Leben war 
Sache der Stadtbezirke und der Städtebündnisse. 
Im Mittelalter sind es die größeren Städte einerseits, die fürstlichen Territorien 
andererseits, von denen wir zuerst wieder Gebietsgröße, Menschenzahl und Finanzkraft 
einigermaßen fest erfassen können. Die Städte haben meist ein viel kleineres Gebiel als 
im Altertume; 100500 Geviertkilometer sind schon viel; aber sie haben mit 10 oder 
20, höchstens 40—50 000 Seelen durch ihre Geld- und Kreditwirtschaft bereits einen 
außerordentlichen Einfluß; Basel giebt im 15. Jahrhundert jährlich in Friedenszeiten 
100 -160 000, in kriegerischen 200 - 260000 Mark aus, Hamburg 1350 85000, 1400 
102 000 Mark, Köln 1370 114000, 1892 44 189 Mark (Stieda); Hamburgs Aus— 
gaben steigen im 16. Jahrhundert einmal schon pro Jahr auf 759 000 Mark. Venedig 
hat bei mäßigem italienischem, freilich großem Kolonialgebiet 1423 1 Mill. Dukaten 
Staatseinnahmen (also etwa 10 Mill. Mark), der Papst gegen 1480 0,8—0,6, Mailand 
O,s, Florenz O,s Mill. Dukaten. Die deutschen Kurfürsten werden im 18. Jahrhundert 
bei Gebieten von etwa 5500- 27 000 Geviertkilometern mit Seelenzahlen von wahr— 
scheinlich keiner halben Million auf 3000 -50 000 damalige Mark Einkommen geschätzt; 
das find je nach der Gewichts- oder Zählmark (aà 83 oder 16,6 heutige Mark) vö oder 
100 000 bis 0,s oder 1,6 Mill. Mark. Die kleineren Kurfürften stehen also unter den 
Städten. Alle gut regierten Staaten vom 18. —17. Jahrhundert waren Territorialgebiete,
	        

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Bevölkerungslehre. Fischer, 1929.
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