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Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)

Monograph

Identifikator:
825824427
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50636
Document type:
Monograph
Author:
Alberdi, Juan Bautista http://d-nb.info/gnd/118644254
Title:
Organizacion política y económica de la Confederacion Argentina, que contiene: 1. Bases y puntos de partida para la organización política de la República Argentina; 2. Elementos del derecho público provincial argentino; 3. Sistema económico y rentístico de la Confederacion Argentina; 4. De la Integridad nacional de la República Argentina, bajo todos sus gobiernos
Edition:
Nueva edicion oficial, corregida y revisada por el autor
Place of publication:
Besanzon
Publisher:
Impr. de José Jacquin
Year of publication:
1856
Scope:
1 Online-Ressource (XVII, 870 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft
  • Encyklopädie der Rechtswissenschaft (Bd. 1)
  • Title page
  • Contents
  • I. Rechtsphilosophie und Universalrechtsgeschichte von Professor J. Kohler in Berlin
  • II. Zivilrecht

Full text

64 
II. Zivilrecht. 
2. Bei den Burgundern hat König Gundobald (4745516) zwei Gesetzbücher 
erlassen, die in der nächsten Beziehung zueinander stehen. Einmal die sogenannte lex 
Gundobada, wahrscheinlich um 495, eine Sammlung von Verordnungen des Königs selbst 
und seiner Vorfähren, für die Burgunder, aber auch für die Rechtshändel zwischen Bur— 
— römischen Rechtes für die Römer wird 
dadurch nicht berührt; eine Gesetzsammlung für sie wird gleichzeitig versprochen. Das ist 
die sogenannte lex Romana Burgundionum, eine Anweisung an den Richter in 47 Titeln 
über Straf-, Privat- und Prozeßrecht. Die Titel gehen der Gundobada parallel und 
zeigen den gleichen Mangel an Ordnung: sie wollen die Fragen nach römischem Rechte 
behandeln, die dort für die Burgunder entschieden sind. Ihre Quellen sind die drei codices, 
Ppauli sententiae, eine Schrift des Gajus, doch wohl die Institutionen, und Interpretationen 
der Schulen: wo sie versagen, fehlt die Entscheidung. Hiernach ist kein Zweifel, daß 
König Gundobald auch dies Gesetz erlassen hat, wahrscheinlich vor dem Breviare: denn 
es sind Stellen des Paulus benutzt, die sich dort nicht finden. Die lex soll nur eine 
Erleichterung für den Richter sein; das übrige römische Recht gilt natürlich weiter. Nach 
der fränkischen Eroberung benutzte man zur Ergänzung das Breviar, und damit wird die 
lex in den Handschriften oft verbunden. Daraus ist schon im neunten Jahrhunderte der 
sonderbare Irrtum entstanden, als ob sie nur die Fortsetzung der kurzen Stelle aus 
Papinians Responsen wäre, die den Schluß des Breviars bildet. Man nannte sie später 
Papian, als Abkürzung von Papinian, ein Name, der sich trotz seiner Sinnlosigkeit bis 
in die Gegenwart erhalten hat!. 
3. Im fränkischen Reiche im nördlichen Frankreich wurde zwar kein eigenes Ge— 
setzbuch für die Römer erlassen, indessen blieb das römische Recht für die römische Be— 
bölkerung auch hier in Geltung. Es trug dazu namentlich das westgotische Breviar bei, 
das vom sechsten bis zehnten Jahrhunderte die allgemeine Quelle war. Doch erlangte das 
Werk hier nie eine eigentlich gesetzliche Geltung, auch scheint die römische Bevölkerung 
hier geringer als im Süden geblieben zu sein. Darauf beruht es, daß die germanischen 
Gewohnheitsrechte hier das Übergewicht bekamen und man den Norden und Süden später 
unterschied als pays du droit coutumier und du droit éerit. 
4. In JItalien konnte natürlich die kurze Herrschaft Odovakars (476 -498) das 
römische Recht nicht verdrüngen. Allein auch Théeoderich dachte bei der Gründung seines 
ostgotischen Reiches (493) nicht daran. Er wollte — abweichend von den anderen 
germanischen Fürsten — vor allem die Einheit des römischen Reiches aufrechterhalten. 
Darum tritt er als Reichsverweser für den Westen auf: sein Hof ist vollständig wie der 
römische eingerichtet, und die Ziviloerwaltung wird durchgängig von Römern geleitet. 
Dagegen wird das Heer ausschließlich aus den Goten gebildet und lediglich von Goten 
befehügt. Theoderich selbst, der als römischer magistor militum Italien eroberte, hat an⸗ 
scheinend die Heermeisterwürde auch später für sich behalten. Die Goten sind angesiedelte 
Soldaten, im römischen Sinne Peregrinen. Darum leben sie unter sich nach ihrem eigenen 
Rechte, sowie die Römer nach ihrem. Zivilstreitigkeiten zwischen Römern und Goten werden 
vom Militärgerichte, also vom gotischen comes, unter Zuziehung eines römischen Assessors 
entschieden; dabei wird wohl auch römisches Recht zur Anwendung gekommen sein?. Aus 
diesein staatsrechtlichen Zustande erklärt sich das edictum Theodériei. Es ist keine lex; 
denn der König nahm sormell das Gesetzgebungsrecht nicht in Anspruch. Wahrscheinlich 
ist es erlassen zwischen 5311 und 3188. Es behandelt in 155 Kapiteln private und straf⸗ 
rechtliche Punkte ohne ersichtliche Ordnung auf Grund des römischen Rechts (der drei 
eodices, des Paulus, der interpretatio); es sinden sich aber auch neue Sätze. Es ist 
1 Die neueste Ausgabe mit kritischer Einleitung ist von Salis in den Monum. Germ. hist. 
Leg. sect. J tom. 2 (1892). 
Mommsen, Ostgotische Studien. J. II. Meues Archiv der Gesellschaft für ältere deutsche 
Geschichtskunde XIV.) 
Gaudenzi, Gi editti di Teéeoderico. 1884; Zeitschr. f. Ré. XX, germ. Abt. III. 
Zweifelnd Arth. B. Schmidt, ebendas. XIX 2as ff. )
	        

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Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
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