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Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
826042163
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-35589
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
Edition:
4. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Felix
Year of publication:
1865
Scope:
1 Online-Ressource (XX, 548 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

126 
RUSSLAND. — Militär (Landmacht). 
Bautzen standen blos 82,652 Russen und Preussen fast 100,000 Fran 
zosen gegenüber.) — In dem Feldzuge von 1828 gegen die Türken er 
schienen die Russen am Pruth mit 80,000 M., denen im nächsten Jahre 
etwa 40,000 nachgesendet wurden. Als das Hauptcorps nach Adriano 
pel gelangte, zählte es kaum noch 15,000 Streitfähige; es wäre verloren 
gewesen, wenn die ängstliche Diplomatie nicht eilends den Frieden ver 
mittelt hätte. — »Von 115,000 Russen, welche 1828 und 29 die euro 
päische Türkei invahirten, kamen kaum mehr als 10 —15,000 über den 
Pruth zurück.« (Major A/o/^Ä-e.) /omm«'berechnet, die russ. Armee habe 
in diesen beiden Feldzügen 115,000 M. verloren, wovon 100,000 an 
Krankheiten. Schon der erste Feldzug raffte 40,000 Soldaten weg. yom 
Mai 1828 bis Febr. 1829 kamen 201,108 M. in die Spitäler und Am- 
bulancen ; besonders wüthete zuletzt die eigentliche Pest. (S. Boudin, 
Géographie et Statistique médicales.) — Der Heldenkampf Polens im 
J, 1831 zeigte wieder die Schwäche des russ. Heerwesens. Es bedurfte 
der äussersten Anstrengungen und der Unterstützung von Oesterreich 
und Preussen, um das kleine polnische Heer endlich niederzuwerfen. — 
Im ungarischen Feldzuge 1849 erschien eine russ. Hülfsarmee von etwa 
120,000 M. Da sich die Magyaren durch die Uebermacht erdrückt 
sahen, so kam es nicht mehr zu Waffenthaten. — Der Krimkrieg be 
wies aufs Neue die unvervvüstbare Ausdauer der Soldaten, aber auch die 
Täuschungen über die Stärke des Heeres, und die Alles durchwuchern 
den Missbräuche, besonders in der Verpflegung. Da in den amtlichen 
Aufstellungen schon vor dem Kriege 1'200,000 M. als Militärpersonen 
aufgeführt wurden (einschliessl. 200,000 Cantonnisten oder Soldaten 
kinder) , so musste die geringe Truppenzahl auffallen, welche in die Do- 
naufürstenthümer einrückte. Allerdings hatte Russland in vielen, weit 
entfernten Gegenden für Vertheidigung zu sorgen, allein auf dem 1 laupt- 
kampfplatze kamen nie 200,000 M. zugleich zur Verwendung. Inner 
halb 20 Monaten wurden folgende Aushebungen angeordnet: durch 
Ukas vom : 
10. Febr. 1854, 0 M. von 1000 in den westlichen Provinzen, 
9. ^lai — 0 — — — — — östlichen — 
7. Sept. - 10- - - - - westlichen 
14. Dec. - 10 - - - - östlichen 
10. Febr. 18o5, 14 - - - - - 18 Gouvernements. — Reichswehr 
41. Mai - I 
12. Aug, - >14 ebenso in den übrigen Gouvernements. 
7. Get. - J 
(!. Mai - 12 M. von 1000 in den westlichen Provinzen, 
15. Get. - 10 - - - - sämmtl. Gouvernements, blos 7 ausgenommen. 
Die Reichswehr brachte 372,000 M. unter die Waffen (eine 
vorgängige Schätzung hatte von 700,000 geredet); sie wurden in 337 
Druschinen oder Bataillone getheilt ; die zu den Reservebataillonen cin- 
gezogene alte Mannschaft und die neuen .Aushebungen lieferten zusam 
men (nur!) 307,000, im Ganzen also 739,000 M. (nach einem Berichte 
des Ministers des Innern an den Kaiser), — eine ungeheure Menge, indess 
immerhin blos etwa halb so zahlreich, als man im übrigen Europa an 
nehmen mochte. In den officiellen Listen ward die Truppenzahl in der 
Krim anfangs 1855 zu 250,000 mit 100,000 Pferden angegeben. Die
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik- Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Felix, 1865.
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