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Währung und Handel

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Bibliographic data

fullscreen: Währung und Handel

Monograph

Identifikator:
826606091
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-66614
Document type:
Monograph
Author:
Hertzka, Theodor http://d-nb.info/gnd/118825186
Title:
Währung und Handel
Place of publication:
Wien
Publisher:
Manz
Year of publication:
1876
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 416 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Währung und Handel
  • Title page
  • Contents

Full text

15* 
Hall, E« sclieiiit, dass man sicli zuerst darauf beschränkte, den 
Feingehalt zu bestätigen; denn die ältesten auf uns gekom 
menen Glänzen sind in einer AVeise geprägt, dass gegen die 
A^erkürziing des Gewichts durchaus keine Sicherheit geboten 
war. Es waren Blechstücke, die auf einer Seite den Stempel 
trugen, rings um denselben aber so viel freien Baum Hessen, 
dass sie recht gut, ohne den Stempel im Geringsten zu be 
rühren, auf die Hälfte, ja auf den vierten Theil ihres Ge 
wichtes durch Beschneiden und Abschaben reducirt werden 
konnten. Diese Stempel unterscheiden sich nicht wesentlich 
von den Stempeln der heutigen Ihinzirungsämter und sie werden, 
wenn sie vielleicht auch anfangs von der Staatsgewalt in der 
Absicht aufgeprägt wurden, den Werth sicherzustellen, 
schliesslich im Verkehre doch nur als Beglaubigungszeichen 
des Feingehalts angesehen worden sein. Später erst sorgte 
man dafür, durch zweckentsprechende Abstempelung auf beiden 
Seiten und über die ganze Fläche auch das Gewicht sicher 
zustellen, und von diesem Alómente erst dürfte die AVage aus 
dem Geld verkehre der Culturnationen verschwunden sein. Ein 
festes Verhilltniss der einzelnen Alünzen zu einander, überhaupt 
ein bestimmter Alünzfuss, wurde aber trotzdem ursprünglich 
wohl bei keiner Nation festgesetzt. Der Staat beschränkte sich 
darauf, durch seine Autorität zu beglaubigen, dass ein ge 
stempeltes Aleta 11 stück eine bestimmte Zahl Gewichtseinheiten 
und einen bestimmten Feingehalt besässe ; er prägte auch wohl, 
um den verschiedenartigen Verkehrsbedürfnissen zu genügen, 
Geldstücke von kostbarem und minder kostbarem Aletalle, über- 
liess es aber gänzlich dem freien Ermessen jedes Einzelnen, 
zu berechnen, wie viel von den Alünzen des einen Stoffes für 
die des anderen in Handel zu geben seien. Hier zeigte sich 
jedoch wieder der Uebelstani, dass die Umrechnung der Alünzen 
aus unedlem Aletalle gegen ihr Aequivalent in Gold- oder Silber 
stücken grossen Schwankungen und Irrungen unterworfen war. 
Trotz dieses Gebrechens bestehen derartige Geldsysteme auch 
h(*ute noch an manchen Orten, allerdings nicht absichtlich durch 
ii’gend eine Gesetzgebung herbeigeführt und sanctionirt, wohl 
aber dadurch entstanden, dass im Verkehre verschiedene Geld 
sorten verschiedener fremder Völker herrschend geworden sind 
und zwischen den einzelnen Stücken ein übersichtliches AVertli-
	        

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Währung Und Handel. Manz, 1876.
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