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Die Social-Demokratie

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Bibliographic data

fullscreen: Die Social-Demokratie

Monograph

Identifikator:
826719449
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-30888
Document type:
Monograph
Author:
Schuster, Richard
Title:
Die Social-Demokratie
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Steinkopf
Year of publication:
1875
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 236 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Social-Demokratie
  • Title page

Full text

82 IV. Die socialen Nothstände u die Soc.'Demokratie. 
Bertrauen. Ein brüderliches Zusammenwirken ist ohne 
gegenseitiges Vertrauen unmöglich. Nun schreibt aber der 
„Volksstaat" (1872, 19) : „Mißtrauen ist eine demokratische 
Tugend!" Was heißt das anders als: Halte Jeden von 
vornherein für einen Schuft und traue ihm nicht weiter als 
Du sehen kannst. Wenn dies im „demokratischen Volksstaat" 
dereinst die Regel sein soll, dann wird für die „Brüderlichkeit" 
kein Raum übrig bleiben. So wird von der Social-Demo- 
kratie der Mensch auf der einen Seite als ein Geschöpf 
hingestellt, desten Lebenselement, dessen unveräußerliche Natur 
gabe die Brüderlichkeit ist, und der von Brüderlichkeit über 
fließen wird, sobald er nur von den socialen Fesseln der 
Gegenwart befreit ist, und auf der anderen Seite wieder 
als eine ausschließlich vom Egoismus beherrschte Kreatur, 
welcher auch im Zukunftsstaat stets mit Mißtrauen zu be 
gegnen eine demokratische Tugend ist. Nun denke, wer denken 
kann. Auf keinen Fall wird es von 'Nachtheil sein, wenn 
Diejenigen, von welchen das Mißtrauen als demokratische 
Tugend gefordert wird, auch jetzt schon diese Tugend gegen 
die Lobredner des Mißtrauens selbst in erster Vinie fleißig 
üben wollten. 
Das Denken, auf das sich eine feste Ueberzeugung gründet, 
wird von der Social-Demokratie oft genug hoch gepriesen, 
aber selten genug bei den Anhängern in Anspruch genommen. 
Sehr lehrreich ist in dieser Beziehung das Geständniß des 
„Neuen Social-Demokrat" (1872, 66): „Will man ledig- 
„lich durch die Kritik, durch den nackten Verstand eine Idee 
„zum Durchbruch bei der Menschheit bringen, so wird man 
„sehr leicht verzweifelnd von der Arbeit Abstand nehmen, 
„weil man in erster Linie durch das ewige Grübeln 
„selbst zum Ungläubige« an der Idee wird." 
Und der „Volksstaat" (1872, 48) greift dieses Bekenntniß
	        

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Die Social-Demokratie. Steinkopf, 1875.
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