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Die Alters- und Invaliden-Versicherung

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Bibliographic data

fullscreen: Die Alters- und Invaliden-Versicherung

Monograph

Identifikator:
829218297
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85640
Document type:
Monograph
Author:
Steinberg-Skirbs, ... von
Title:
Die Alters- und Invaliden-Versicherung
Place of publication:
Berlin
Publisher:
F. Kortkampf
Year of publication:
1884
Scope:
1 Online-Ressource (42 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Alters- und Invaliden-Versicherung
  • Title page

Full text

27 
biefcr Geldmittel bleibt aber den Gemeinden überlassen, weil sie an 
Ort und Stelle rechtzeitig die Unterstützung zu gewahren und allein 
richtig zu entscheiden vermögen, ob diese in dem einen Falle durch Geld, 
in dem andern durch Naturalverpfleguug u. s. w. stattfinden soll. Die 
Alterskassen zahlen jedoch diese Beiträge an die Gemeinden nur auf 
Rechnung der Altcrsbank resp. des Reichs, denn die Beiträge bilden 
ja einen Theil der Selbsthülfe, welche mit den Beiträgen der Arbeiter 
zusammen das Hauptkapital (47 event. 63 Millionen Mark) zur Zah 
lung der Altersrenten gründet. 
Dieser zweite Vorschlag legt dem Reich zeitweise eine jährliche 
Ausgabe von 5 resp. 10 Millionen Mark auf, wie wir später aus 
führlicher angeben werden. Auch diese Summe läßt sich, je nach der 
Geldbewilligung auf die Hälfte oder ein Drittel ermäßigen, indem 
die Alterskassen von den eingezahlten Beiträgen der Arbeitgeber nur 
die Hälfte oder ein Drittel au die Gemeinden auszahlen. 
Wir haben diese beiden Vorschläge für eine möglichst vollstän 
dige Lösung der obigen Aufgabe vorangestellt, aber auch sogleich 
den Weg zur Ermäßigung ihrer Kosten angegeben indessen befür 
worten wir eine ausreichende Bewilligung der Geldmittel, weil jene 
Kosten von den kleinen Gemeinde-Verbänden, selbst mit Beihülfe der 
Privat-Wohlthätigkeit, bisher nur schwer getragen wurden und jetzt 
den Gemeinden durch jene Vorschläge möglichst vollständig abgenommen 
resp. durch Ucbertragung auf den Reichsverband gleichmäßig verteilt 
werden sollen. 
Der ersterwähnte Vorschlag würde dem Reich nach Kretschmann 
(&. 68 bis 68) 240 Millionen Mark kosten. Diese wären durch eine 
amortisirbare Anleihe zu decken, weil die Wohlthat dieser Maßregel 
auch unseren Nachkommen zu gute kommt. Der zweite Vorschlag 
würde, da wir die vom Reich dauernd zu gewährende Beihülfe 
von 35 event. 19 Millionen Mark nach der Begründung des achten 
Grundsatzes hier nicht mit einrechnen können, — dem Reich nach der 
Beilage No. XI zeitweise, nämlich in den ersten 25 Jahren 5 Millionen, 
alsdann noch 19 Jahre 10 Millionen kosten. Die 5 Millionen btlbcn-^*,. 
Die von den Alterskassen vorschußweise an die Gemeinden gezahlte 
Beihülfe und die 10 Millionen werden teilweise zu demselben Zweck, 
teilweise zur Zahlung von Altersrenten verwendet, weil die Beiträge 
von 12 Arbeiter-Jahrgängen erlassen und der Altcrsbank resp. dem 
Reich zur Last gelegt wurden, lind weil von diesen zwölf Jahr 
gängen bereits nach 25 Jahren der erste Jahrgang (welcher mit dem 
kosten Lebensjahre in die Altersbank ausgenommen wird) das 56ste 
resp. Rentcn-Empfangsiahr erreicht. Nach Ablauf der erwähnten 25 
i .19 — 44 Jahre ist die ältere Arbeiter-Generation bis auf eine 
geringe Zahl ausgestorben und hiermit hört die temporäre Beihülfe 
des Reichs auf. Alsdann tritt die in den vorigen Abschnitten vorge 
schlagene Altersversicherung für sämmtliche Alten und Witwen vom 
56sten bis 101 sten Jahre in Wirksamkeit und zwar — wir wiederholen 
— aus dem durch die Beiträge herangewachsenen Kapital der Selbst- 
hülfe von rund 47 event. 63 Millionen und aus den 35 event. 
Ill Millionen Mark, welche letztere von den kleinen Gemeinde-Verbänden 
allein, ohne Zuhülfenahme der Privatwohlthätigkeit nicht aufgebracht
	        

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Die Alters- Und Invaliden-Versicherung. F. Kortkampf, 1884.
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