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Schutz dem Arbeiter!

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Bibliographic data

fullscreen: Schutz dem Arbeiter!

Monograph

Identifikator:
829324011
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-85896
Document type:
Monograph
Author:
Hitze, Franz http://d-nb.info/gnd/118705288
Title:
Schutz dem Arbeiter!
Place of publication:
Köln
Publisher:
Bachem
Year of publication:
1890
Scope:
1 Online-Ressource (VIII, 264 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Schutz dem Arbeiter!
  • Title page
  • Contents

Full text

100 
werthe mißbräuchliche Ausdehnung der Arbeitszeit weit über das 
normale Maß hinaus üblich ist. Unsere Schlußfolgerung ist eine andere, 
wie die des Herrn Baumbach und des „Centralverbandes deutscher In 
dustrieller". 
Wir sagen: Was in Berlin, Bremen und Hamburg re., Dank 
der freien Initiative und Einsicht der Arbeitgeber und Arbeiter, wirklich 
geworden, kann auch in den übrigen Theilen Deutschlands nicht 
unmöglich sein, und ist es Aufgabe der Gesetzgebung, dieser Ent 
wickelung die Wege zu bahnen, dieselbe zu beschleunigen. Anders 
ausgedrückt: Aufgabe der Gesetzgebung ist es, das, was bereits nach den 
Erfahrungen und entsprechend den Anforderungen der Cultur als Regel 
sich herausgebildet hat. nun als dauernde Errungenschaft festzulegen 
und zu einem Gemeingut der Nation zumachen; Aufgabe der Gesetz 
gebung ist es: die Vergünstigungen, welche wohlwollende und cin 
si ch ts volle Arb eitgeb er schon von selbst gewährten, die organi- 
sirten, ihres Rechtes sich bewußten Arbeiter sich in Strikes re. er 
kämpften, auch den weniger wohlwollenden Arbeitgebern auf 
zulegen, den friedlicher gesinnten oder schwächer» Arbeitern zu sichern- 
Jedenfalls ist der Weg der Gesetzgebung dem der Strikes und der 
Straßenkämpfe vorzuziehen. Wir möchten es fast als frevelhaft be 
zeichnen. wenn man die Arbeiter auf die Coalitionsfreiheit und 
Strikes verweist, wo der friedliche Weg der Gesetzgebung ebenso und 
sicherer zum Ziele führt. Unbegreiflich ist es vollends, wie sogar Arbeit 
geber mit solchem Hinweis den Forderungen der Humanität ans dein 
Wege zu gehen suchen. 
Die großen, mächtigen Arbeiter-Coalitionen (Gewerkvereine) in Eng 
land und America halten eine gesetzliche Regelung nicht nur für nicht 
überflüssig, sondern appelliren mit allem Nachdruck an die Gesetz" 
gebung. Erscheint es da fast nicht als Hohn, wenn man unsere Ar 
beiter, die noch jeder durchgreifenden Organisation entbehren, auf die 
„Selbsthülfe" verweisen wollte? Denn was wollen unsere Gewerk- und 
Fach-Vereine — künstliche Parteischöpfnngen fortschrittlicher und social 
demokratischer Dependenz mit kaum je 500,000 Mitgliedern — bedeuten. 
Können die als „Organisation unseres deutschen Arbeiterstandes" gelten, 
um den Kampf gegen die Arbeitgeber mit Erfolg aufzunehmen? 
Nicht „Normal"-, sondern „Maximal"-Arbeitstag. 
Je nach der Industrie, der Art und dwr Jntensivität der Arbeit, den 
technischen Einrichtungen, je nach den gesundheitlichen und sittlichen ß ü '' 
ständen der Arbeiter, nach dem Stande der Cultur und der politisch^
	        

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Zur Geschichte Und Theorie Des Bergregals Und Der Bergbaufreiheit. J. Bielefelds Verlag, 1916.
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