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Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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Bibliographic data

fullscreen: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

Monograph

Identifikator:
82998979X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-86655
Document type:
Monograph
Title:
Ursachen der Amerikanischen Concurrenz
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Bahr
Year of publication:
1883
Scope:
1 Online-Ressource (825 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Ursachen der Amerikanischen Concurrenz
  • Title page
  • Contents

Full text

248 
den benützten Thäler und Ebenen, deren es im Westen noch 
eine Menge gibt, getrieben; ein geeigneter Platz mit genügend 
Wasser und einigen geschützten Stellen für den Winter, nicht 
zu nahe den andern Niederlassungen, wird ausgesucht, ein paar 
Hütten werden gebaut und die neue Ansiedelung ist fertig. 
Die Treiber erhalten einen Monatslohn von 28 bis 32 Dollars, 
freie Wohnung und Verpflegung und haben die Aufsicht über 
je 1000 Stück Vieh; ihre gewöhnliche Arbeit besteht darin, 
dass sie durch die Ebenen und Thäler reiten, um darauf zu 
achten, dass genügend Futter und Wasser, an einzelnen Stellen 
auch, dass Salz vorhanden ist. Nur zweimal im Jahre haben 
sie beschwerlichere Arbeit, wenn die Besitzer mit den Knechten 
das Vieh zusammentreiben, um den jungen und den nicht mit 
einem Brandzeichen versehenen Thieren ein solches aufzu 
brennen, die mit einem fremden Zeichen versehenen auszu 
scheiden und die zum Schlachten passenden oder zum Verkauf 
bestimmten auszuwählen. Für besonders gute Heerden werden 
Stiere, reine Shorthornzucht, in Kentucky oder den östlichen 
Staaten zum Preise von 80 bis 200 Dollars angekauft. 
Da der Winter selten sehr kalt ist, werden die Thiere nie 
aufgestallt; selbst in Montana wird die kalte Temperatur durch 
die über die Rocky Mountains kommenden warmen japanischen 
Luftströmungen gemildert und der Schneefall ist dort über 
haupt nicht so stark, wie nach dem Atlantischen Ocean zu. 
Ausgenommen in den ganz nördlich in hohen Breiten liegen 
den Regionen, trifft man für die Winterfütterung gar keine 
Vorbereitungen; das üppige Gras vertrocknet eben, wo es ge 
wachsen ist, und bietet dem Vieh ein reiches, nahrhaftes Heu, 
welches nur von einer leichten Schneeschichte bedeckt und be 
quem von den Thieren erreicht werden kann. Im I'rühjahr 
und Sommer werden von Texas aus Tausende von Thieren 
durch die „Indianer-Reservation“ nordwärts getrieben. Der 
Nutzen, welcher aus einer sogenannten „Station“ gezogen wird, 
ist ein bedeutender und beträgt oft 20 Percent des Anlage 
kapitals, denn Renten und Abgaben giebt es dort, mit Aus 
nahme einer Kopfsteuer von 5 Cents für zweijährige und 
7 Cents für ältere Thiere in einigen Staaten, nicht. Die
	        

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Ursachen Der Amerikanischen Concurrenz. Bahr, 1883.
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