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Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

Monograph

Identifikator:
832651257
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-63075
Document type:
Monograph
Author:
Devas, Charles S. http://d-nb.info/gnd/124362435
Title:
Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
Place of publication:
Freiburg
Publisher:
Herder
Year of publication:
1896
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 521 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundsätze der Volkswirtschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

10. Kap. Die verschiedenen Zweige der Konsumtion. 
161 
unverhüllte Hervortreten der Unsittlichkeit auf der Bühne ebensogut wie anders 
wo zu verhindern. 
I) Der Genuß gewisser Reizmittel und Narkotika. Dahin 
Ñchort der Gebrauch der Betelnuß bei den Malaien, der Cocablätter in 
gewissen Theilen Südamerikas und vor allem der des Tabaks, der sich 
während der letzten drei Jahrhunderte über die Welt verbreitet hat und in 
şu großen Massen consumirt wird, daß in den mächtigsten Staaten Europas 
und Amerikas Quantitäten von über ein bis über vier Pfund auf den 
Ķopf entfallen. 
. To sehr auch einerseits ein übermäßiger Gebrauch des Tabaks den Einzelnen, 
w sich davon nicht frei halten, Schaden bringen kann, so muß andererseits 
och auch anerkannt werden, daß das Rauchen namentlich den untern Volks 
schichten, die nicht viele andere Genüsie zu ihrer Berfügung haben, einen härm 
ten Zeitvertreib und ein für den Körper verhältnißmäßig unschädliches 
Reizmittel bietet. 
K) Endlich jene leider nur zu häufigen Genüsse gänzlich unsitt- 
îcherNatur, geschlechtliche Ausschweifungen, Spiel und über- 
wäßigxtz Trinken. Was die erstern angeht, so hat eine von ernsten sitt- 
îchen Grundsätzen erfüllte Regierung gewisse einschränkende Maßregeln zu 
te ffen, namentlich auch ein schamloses, öffentliches Auftreten des Lasters 
j U derhindern und zu strafen. Bor allem aber ist es Aufgabe der öffent- 
ìchen Gewalt, das Familienleben und den heilsamen Einfluß der Religion 
^ fördern. Wo diese mächtigen Factoren des Heils kräftig wirken, wird 
die Unsittlichkeit, soweit das bei der beklagenswerthen Schwäche so vieler 
wuschen möglich ist, eindämmen können. 
Dem Unfug der Hazardspiele kann, da deren Verbreitung zum großen 
o^Eile von der Leichtigkeit, mit der sie zugänglich sind, abhängt, durch 
Eeignete gesetzliche Maßregeln, namentlich durch die Verfügung, daß Spiel- 
u den gerichtlich nicht eingetrieben werden dürfen, bis zu einem gewiffen 
y ta ^ e Einhalt gethan werden. Daß auch die Wetten bei den Rennen und 
A 7 ìlwständen auch die Speculationen an der Börse und im geschäftlichen 
lick' überhaupt unter den Begriff des Spiels fallen, ist einleuchtend. Frei- 
^ ìşi es sehr schwer, bezüglich der Speculationen die Grenze zu ziehen, wo 
"elben aufhören Transactionen zu fein, welche die sie Unternehmenden im 
111 lief auf den voraussichtlichen, den wirklichen Conjuncturen entsprechenden 
-s ìņ erlaubter Weise vor Schaden sichern oder ihnen Vortheil bringen sollen, 
'v îņ ein unbesonnenes Wetten und Wagen übergehen. Auf diese heikeln 
buT* 1 mirb im Ochsten Buch näher einzugehen sein. Die Berauschung 
den übermäßigen Genuß geistiger Getränke oder narkotischer Mittel, wie 
î^Pium, ist ein Laster, welches sich bereits in den ältesten Zeiten der 
Kämpfe, Volkswirtschaftslehre. 11
	        

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Grundsätze Der Volkswirtschaftslehre. Herder, 1896.
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