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Die Volkswirthschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Volkswirthschaftslehre

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Volkswirthschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

§ 98. 99. 100. 101. Geld. 
203 
sch östlichen Kultur entbehrlich und nimmt dagegen mit den 
Fortschritten dieser immer mehr zu. 
Der Gebrauch von Geld vermittelt den Tausch durch dessen 
Zerlegung in Verkauf und Einkauf, indem nun, anstatt unmittel 
baren Austausches des angebotenen und des damit schließlich 
nachgefragten Gutes, jedes solches zunächst gegen Geld vertauscht 
und nachher erst wieder mit diesem das andere eingetauscht wird. 
Ohne Geld bliebe die Möglichkeit des Tausches davon abhängig, 
daß z. B. der, welcher Nahrungsmittel oder Schmucksachen im 
Ueberflusse hat und gegen Kleidungsstücke eintauschen möchte, 
gerade auch Jemanden findet, welcher letztere abgeben und 
dagegen erstere brauchen kann. Die Preise müßten alsdann 
überdies in den einzelnen Tauschfällen, je nach der gegenseitigen 
Tauschbediirftigkeit in Bezug auf die zu tauschenden Güter, äußerst 
schwankend sein. 
Der Gebrauch des Geldes ist demnach ein im Verkehre von 
selbst eintretendes und dabei so dringendes Bedürfniß, daß 
derselbe ohne absichtliches Zuthun in Aufnahme kommt. Bei 
unmittelbarem Tauschhandel tauscht nämlich Jeder doch gewiß am 
willigsten solche Güter ein, welche er entweder zur unmittelbaren 
Befriedigung eigener Bedürfnisse braucht, oder welche er wiederum 
am leichtesten je nach Bedarf vertauschen kann, also namentlich 
die marktgängigste und umlaufsfähigste Waare des Orts und der 
Zeit. Ebenso natürlich ist es dann ferner, daß diese letztere, am 
häufigsten vertauschte und mit allen übrigen Gütern verglichene 
Waare allmählich als allgemeines Tauschmittel und Werthsmaß 
bei der Preismessung, kurzum als Geld benutzt wird. 
Mit den Kulturfortschritten wird das Tauschbedürfniß und 
mit diesem der Gebrauch des Geldes zunehmend allgemeiner und 
unentbehrlicher. Die Geldwirthschaft tritt, nachdem einmal eine 
vollständig gut geeignete Geldwaare in Aufnahme gekommen ist, 
immer mehr an die Stelle der ursprünglichen Naturalwirthschast, 
und iu dem Maße, in Ivelchem dies geschieht, wird der Tausch 
verkehr leichter, sicherer und freier, die Productionstheilnng 
Nlöglicher, die Ansammlung und Ausleihung von Kapital thunlicher. 
8 101. 
Als Geld können jedoch stets nur solche Waaren benutzt 
werden, lvelche in ihrem Werthe allgemein anerkannt, all-
	        

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