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Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

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Bibliographic data

Object: Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen

Monograph

Identifikator:
182285363X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-215918
Document type:
Monograph
Author:
Cottier, Henry
Title:
La crise du petit commerce
Place of publication:
[Erscheinungsort nicht ermittelbar]
Publisher:
[Verlag nicht ermittelbar]
Year of publication:
1930
Scope:
XXI, 263 Seiten
Digitisation:
2022
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Deuxième Partie. Les remédès a la crise
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

488 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
nationalen Einheit, deren Vertreter der Staat ist. Aber er bezeichnet die 
Kegeln dieser Gerechtigkeit nirgends mit Genauigkeit und gibt ebenso 
wenig die Grenzen an, wo diese Verbesserungen Halt machen sollen. Ebenso 
ist die Vermehrung der kollektivistischen Einrichtungen öffentlichen 
Interesses für ihn ein Mittel, die moralische Solidarität zu entwickeln, 
indem sie das Feld der rein egoistischen Betätigung beschränkt. Die Auf 
rechterhaltung des Privateigentums und der individuellen Initiative er 
scheint ihm aber zur Steigerung der Produktion unentbehrlich und läßt 
ihn dem Kollektivismus feindlich gegenüber stehen. Dieser hauptsächlich 
moralische Charakter erklärt den Unterschied zwischen der Genauigkeit 
seiner einzelnen positiven Forderungen und dem etwas unbestimmten 
Charakter seiner allgemeinen Prinzipien, die ein jeder, je nach seiner Ge 
mütsverfassung, mehr oder weniger weitgehend anwenden kann. Un 
leugbar sind seine Kriterien im wesentlichen subjektiv. Dies erklärt die 
äußerst scharfe Kritik von seiten gewisser Volkswirtschaftler, denen es 
hauptsächlich um theoretische Genauigkeit zu tun ist, und den nicht 
weniger lebhaften Beifall, den sie bei allen praktischen Reformern gefunden 
haben. Der Staatssozialismus war sozusagen der Schnittpunkt, in dem 
sich die Richtungen des christlichen Sozialismus, des aufgeklärten Kon 
servativismus, der fortschrittlichen Demokratie und des opportunistischen 
Soziaüsmus kreuzten. 
Sein Erfolg erklärt sich aber vielleicht weniger aus dem Wert seiner 
Prinzipien, als aus der Förderung, die ihm die politische und wirtschaft 
liche Entwicklung am Ende des neunzehnten Jahrhunderts brachte. In 
Deutschland war sein bester Bundesgenosse in der Ausbreitung seiner 
Ideen der Fürst Bismarck. Die Theorie des Staatssozialismus ließ ihn 
völlig kalt. Zur Rechtfertigung seiner Sozialpolitik zog er es vor, sich auf 
die Prinzipien des Christentums oder auf die des preußischen Landrechtes 
zu stützen 1 ). In Wirklichkeit lag es diesem großen Politiker, nachdem er 
die deutsche Einheit geschaffen hatte, hauptsächlich daran, sie zu be- 
*) Die Kaiserliche Botschaft Vom 17. November 1881, die die Reihe der berühmten 
Versicherungsgesetze ankündigte, erklärt eine ausgesprochenere, staatliche Einmischung 
für notwendig: „Für diese Fürsorge die rechten Mittel und Wege zu finden, ist eine 
schwierige, aber auch eine der höchsten Aufgaben jedes Gemeinwesens, welches auf 
den sittlichen Fundamenten des christlichen Volkslebens steht.“ (Zitiert nach An. 
Wagner: Grundlegung 1893, I. Teil, 2. Halbband (Buch 4—6), S. 706. Anm. des 
Übers.) Bismarck sagte in seiner Rede vom 9. Mai 1884: „Ich erkenne ein Recht auf 
Arbeit unbedingt an und stehe dafür ein, solange ich auf diesem Platz sein werde. Ich 
befinde mich damit nicht auf dem Boden des Sozialismus, sondern auf dem Boden 
des preußischen Landrechts.“ (Zitiert nach Brodnitz: Bismarck’s nationalökonomische 
Ansichten, S. 136). Der § 2, Abs. XIX des 2. Teiles des preußischen Landrechtes vom 
5. Februar 1794 besagt: „Denjenigen, welchen es nur an Mittel oder Gelegenheit, ihren 
und der Ihrigen Unterhalt selbst zu verdienen, ermangelt, sollen Arbeiten, die ihren 
Kräften und Fähigkeiten gemäß sind, angewiesen werden.“ In Wirklichkeit handelt 
dieser Text, trotz der allgemein gehaltenen Form, nur von der Unterstützung.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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