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Die Volkswirthschaftslehre

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Bibliographic data

fullscreen: Die Volkswirthschaftslehre

Monograph

Identifikator:
833000799
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-36018
Document type:
Monograph
Author:
Schober, Hugo
Title:
Die Volkswirthschaftslehre
Edition:
3. Aufl.
Place of publication:
Kiel
Scope:
1 Online-Ressource (X, 391 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Volkswirthschaftslehre
  • Title page
  • Contents

Full text

§ 154. Arbeitslohn. 
289 
Diese Beziehungen bestimmen den überhaupt noch mög 
lichen höchsten Betrag des Arbeitslohnes, denn Niemand kann 
eine Arbeit höher lohnen, als sie ihm selbst werth ist, und 
mehr für sie hingeben, als seine Zahlungsfähigkeit gestattet. 
Behufs jeder Production läßt sich die Arbeitsverwendung 
höchstens soweit steigern, „bis der durch den zuletzt angestellten 
Arbeiter erlangte Mehrertrag im Werth gleich dem Lohne ist, 
den der Arbeiter erhält". Da nun „für gleiche Leistungen nicht 
ungleicher Lohn gezahlt werden" kann, so muß das „Mehr- 
erzeugniß, was durch den zuletzt angestellten Arbeiter hervor 
gebracht wird", maßgebend für den Lohn aller mitverwendeten 
„Arbeiter von gleicher Geschicklichkeit und Tüchtigkeit sein". „Der 
Werth der Arbeit des zuletzt angestellten Arbeiters" bezeichnet 
sonach zugleich die äußerste Lohnhöhe, welche mit Rücksicht auf 
den Gebrauchswerth einer bestimmten Art von Arbeit zulässig ist. 
Je ergiebiger aber die Arbeit oder je mehr dieselbe zur 
Befriedigung dringender Bedürfnisse erforderlich ist, um so höher, 
und umgekehrten Falls um so geringer wird ihr Gebrauchswerth. 
Während besonders günstiger Conjuncturen und ebenso beim 
Zusammendrängen unaufschiebbarer, für das Gelingen der Pro 
duction besonders entscheidender Arbeiten ist der Gebranchswerth 
der Arbeit nicht selten ungleich größer, als gewöhnlich. So kann 
z. B. in der Landwirthschaft während der Ernte der Gebrauchs 
werth der Arbeit besonders groß sein und bei hohen Frucht 
preisen es lohnend werden, die Aberntung mittels gesteigerten 
Arbeitsaufwandes sorgfältiger zu bewirken, um das Erbaute 
möglichst vollständig auszunutzen. Die Mehrverwendung von 
Arbeit läßt sich jedoch dabei immer wieder nur bis dahin steigern, 
wo der durch vermehrten Arbeitsaufwand bedingte Mehraufwand 
an Kosten noch nicht die damit erzielte bessere Ernteausnutznng 
an Werth übersteigt. Dagegen verliert eine Arbeit an Gebranchs 
werth, wenn sie durch Kapital, z. B. durch überlegen leistungs 
fähige Maschinen re., leicht ersetzbar wird. Der Gebrauchswerth 
der Arbeit steigt ferner mit der in Folge größerer Arbeits 
tüchtigkeit zunehmenden Wirksamkeit der Arbeit, und demnach 
insbesondere dann, wenn die Arbeiter geschickter und zuverlässiger 
tverden. 
Je größer endlich das Einkommen ist, um so mehr Kapital 
kann zurückgelegt und als umlaufendes Kapital seitens der Unter- 
Schober, Volkswirthschaftslehre. 3. Aufl. 19
	        

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