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Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

Monograph

Identifikator:
83457490X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77841
Document type:
Monograph
Author:
Dühring, Eugen http://d-nb.info/gnd/118527797
Title:
Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
Edition:
2., theilw. umgearb. Aufl.
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Grieben
Year of publication:
1875
Scope:
1 Online-Ressource (XII, [1] Bl., 595 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus
  • Title page
  • Contents

Full text

522 
altes gediegenes Bild ähnlicher Natur, an die von uns ange 
führte summarische Schilderung Vauhans. Mit den erforder 
lichen Modificationen wird sich das darin ausgodrückte Stufen 
system in den verschiedensten Zeiten und für die mannich- 
faltigsten Länder antroifen lassen. Lassalle wies jedoch auf 
dieses Verhältniss nur hin, um das herrschende Ablohnungs- 
sy Stern als mit dem Massen Wohlstand unverträglich und das 
Gesetz des geringsten Unterhaltsmaasses als die Wurzel des 
Lehels zu charakterisiren. 
Ricardo hatte schon der Race wegen für Lassallc, von dom 
er wirklich über Adam Smith gestellt wurde, eine besondere 
Bedeutung. Das Ricardosche Lohngesetz wurde daher die Parole 
für die negative Seite der Agitationstheorio. Aus diesem stets 
unbestimmt gefassten Gesetz sollte sich die Unmöglichkeit er 
geben, mit der blossen Lohnarbeit zum Massenwohlstand zu 
gelangen. Wir haben meinfach von diesem vermeintlichen 
Gesetz gehandelt. Hier ist nur zu bemerken, dass sich Lassallc 
in einem Hauptpunkt sogar über die Ricardosche Vorstellungs 
art selbst irrte. Bei Ricardo ist das den Lohn regulirendo 
Unterhaltsminimum als Wirkung des Malthusschen Bevölke- 
rungsprincips gedacht und kann hievon nicht getrennt werden. 
Der Nachwuchs ergiebt die drückende Concurrenz, welche die 
Arbeiterexistenz am Rande der äussersten Lebensnothwendig- 
keit niederhält. Nun war aber Lassalle kein Malthusianer, 
sondern ging sogar entschieden von der Idee aus, dass die Ver 
mehrung der Arbeiteranzahl eine Steigerung des ökonomischen 
Wohlstandes mit sich bringen müsse, und dass der thatsäch- 
liche Widerspruch hiegegen seine Ursache nur in dem socialen 
System und speciell in dem seiner Natur nach minimalen Lohne 
haben könne. Das Gesetz schwebte also, genauer besehen, in 
der Luft und schränkte sich zugleich auf den noch sehr unbe 
stimmten Sinn ein, in welchem man es schon bei Adam Smith 
gelegentlich ausgesprochen findet. In dieser anscheinend kleinen 
Differenz steckte aber nichts Geringeres als eine totale System 
verschiedenheit in der Auffassung der politischen Oekonomie. 
Mit den falsch gedachten Bevölkerungsconsequenzen fällt auch, 
von allen übrigen Seiten der Sache abgesehen, die falsche 
Ricardosche Vorstellungsart von dem Lohngesetz zusammen. 
Die tiefer gehende Frage trifft nun die Wirkungen einer Con 
currenz, die nicht nothwendig als äusserstos Drängen auf die
	        

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Gesellschaftslehre. Enke, 1928.
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