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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

DEUTSCHLAND — Braunschweig (Finanzen, Militär). 
195 
unter befinden sich jedoch ungefähr 3700,000 Thlr. Eisenbahnschulden, so dass 
die eigentliche Landesschuld 3 Mill, beträgt. Da das Capital der Eisenbahn 
schulden sich mit mehr als lOProc. verzinst (1854 sogar mit 11% %), so wird 
dadurch der Zinsbedarf der ganzen Landesschuld, wovon höchstens 4 Proc. zu 
zahlen sind, gedeckt. — Auf den Kammergütern haften^2700,000 Thlr. 
Schulden. Jedoch besitzt die Kammer an baaren Capitalien 3’<00,000 Thlr., so 
dass der Stand der Activcapitalien um eine Million die Passiven übersteigt, und 
überdies der in circa 45 Domänen, 250,000 Morgen Waldungen, und Berg-, 
Hütten-, Kühlen- und Salzwerken bestehende Grundbesitz ganz schuldenfrei 
erscheint. “ 
Wir fügen eine von anderer Seite erhaltene Notiz bei : 
„Das Anlagccapital der 4 Braunschweigischen Staatsbahnen betrug — für 
15,89 Meil. 4’677,794 Tlilr. Die Einnahmen waren 1854: 983,850 Thlr. (der 
Güterverkehr ertrug mehr als das Doppelte des Personenverkehrs), die Ausgaben 
494,172 Thlr., der Reinertrag also 409,678, d. h. 11,52 0/% — ein Ergebniss, 
das bei Staatsbahnen einzig in seiner Art ist.“ 
Schon nach der Zeit des siebenjährigen Krieges war Braunschweig 
stark verschuldet, und zwar nicht blos in Folge dieses Krieges, der 
gegen 7 Millionen kostete, sondern auch in Folge der Verschwendun 
gen des damaligen Herzogs Karl. Die Schulden wurden grösstentheils 
dadurch getilgt, dass der nächste Herzog, Karl Willielni Ferdinand, 
im Einvernehmen mit den Landständen ( ! ), die zu diesem Behufe 
eigens vermittelst freier Werbungen zusammengebrachten Truppen an 
fremde Staaten verkaufte! So waren 1790 die Schulden abgetragen. 
Die Fremdherrschaft, dann der Kampf gegen dieselbe, erheischten 
grosse Opfer. 1815 berechnete man die Gesammtschuld auf 6’546,805 
Thl, 1830 auf G’077,69G,' 1840 auf 7’400,212 (wovon 3’305,122 
Kammerschuld). — Der Wiederaufbau des 1830 vom Volke nieder- 
gebrannten Schlosses veranlasste zwei Anlehen, zus. von 550,000, 
die Eisenbahnbauten 5 von 3’G78,000 Thlr., die militärischen Rüstun 
gen schon 1848 eines von 440,000 Thlr. 
Milifür* Nach der Convention mit Preussen vom 1. Dec. 1849 
sollten die braunschweigischen Truppen völlig mit den preussischen 
verschmolzen werden, welche Convention nach dem Willen des Bun 
destags später aufgehoben werden musste ; doch wurde das preussische 
Militärsystem beibehalten. Man hat : 
1 Infant.-Reg. v. 2 Bataill. Linie u. 2 Bat. Landwehr ; 1 Leibbataill. -— 
1 Husarenreg. von 2 Schwadr. Linie u. 2 Schwadr. Landwehr. — Artill. mit 
12 Geschützen. Zus. Friedensfuss 2720, Kriegsfuss 5359 M., 
Im siebenjährigen Kriege hatte Braunschweig 12,000 M. gestellt 
(Folge: 7 Mill. Schulden). Während des westfälischen Königthums 
kämpften viele Braunschweiger gegen Napoleon, 1809 in Oesterreich, 
.später in Spanien. 1813—15 bot der Herzog gegen 10,000 M. auf. 
Maasic. 100 Fuss = 90,84 preuss. od. rhein. Fuss_ od. 28,51 Met. — 
Der Morgen = 24,96 Aren; 99 braunschweig. Feldmorgen sind = 97 preuss. —- 
100 Himpten = 31,15 Hectol. od. 66,38 preuss. Scheffel. — Das Pfund ist 
dem alten preuss. gleich. Der Ctr. = 114 Pf.
	        

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The Fiscal Problem in Missouri. National Industrial Conference Board, Inc., 1930.
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