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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
  • Title page
  • Contents

Full text

278 
SPANIEN — Finanzen, 
die Staats-Ausgaben auf 660’116,231 Realen 
„ „ Einnahmen „ 320’066,000 
das Deficit „ 340’050,231 
Die Cortes wagten keine durchgreifenden Reformen. Halbheit 
war ihre Sache. Desshalb schien es ihnen allzukühn, der Geistlich 
keit den ganzen Zehnten zu entziehen; nur die Hälfte des Zehnte 
ward aufgehoben (auf 400 Mill. Real, geschätzt). Damit hatten sie 
sich die Möglichkeit der Einführung einer ausreichenden directen, 
insbesondere einer ergiebigen Grundsteuer abgeschnitten. Nur in ge 
ringem Maasse konnte das nicht frei gemachte Grundeigenthum, 
und konnten Häuser und Gewerbe besteuert werden. So gelangte 
man denn in der constitutioneilen Periode zu folgenden Budgetab 
schlüssen : 
Bedarf Deficit 
1820 702’802,304 172 Mill. Real. 
1821 ^ 756'21.1,217 87 „ 
1822 664’813,314 102 „ 
I Der im nächstfolgenden Jahre ausgebrochene Krieg schwellte den 
Ausgabenetat auf 86l’591,646 Realen an, indess die Einnahme nur 
auf 550 Mill, geschätzt ward. — Erwies sich der Constitutionalismus 
unfähig, unter ungewöhnlichen Verhältnissen Ordnung in den Staats 
haushalt zu bringen, so war der Absolutismus noch unfähiger dazu, 
selbst in der Zeit der ungestörtesten Ruhe. Mit ihm kam die maass 
lose Verschwendung wieder, mit ihm kehrten die alten Missbräuche 
alle zurück. Da der volle Zehnt zu Gunsten der Geistlichkeit aufs 
Neue eingeführt und das Volk dadurch empñndlich gedrückt ward, so 
yei mochte man nicht durch Erhebung neuer Steuern ein Gleichgewicht 
im Haushalte herzustellen. Es folgte die furchtbarste Einanzverwir 
rung, und selbst im Jahre 1843, also etwa 20 Jahre nach Wieder 
herstellung der „Ruhe und Ordnung,“ war man nicht weiter gekommen, 
als dass man eine Einnahme von 877709,985 neben einem Bedarfe 
von 995’814,698 R. auíFühren konnte. 
Schuld. Schon beim Tode Philipp des V. war Spanien mit 800 
Mill. R. Schulden belastet. König Ferdinand legte seinen Räthen 
die Frage vor: ob er verpflichtet sei, dieselben anzuerkennen; seinem 
Verlangen gemäss verneinten die Rathgeber die Frage, und nun war 
Ferdinands Gewissen beruhigt. Karl III. hielt sich verpflichtet, die 
ses Unrecht wieder gut zu machen; von 1762 — 79 erfolgten einige 
Abschlagszahlungen, Allein der americanische Krieg hatte das Aus 
bleiben der Silberflotten aus America zur Folge, und bald war nun 
das Land auch noch mit 800 Mill. Papiergeld (vales) überschwemmt. 
Indessen sollte, nach den spätem Finanzplänen und Versprechungen, 
die ganze Schuld, etwa 170 Mill. Piaster betragend, im Jahre 1800 
vollständig abgetragen sein. Dass diese Verheissung nicht erfüllt 
wurde, ist begreiflich. Von 1808 —19 bekümmerten sich die „Staats 
männer‘ohnehin gar nicht um die Schuld. Dieselbe war 1821 auf 
3460 Mill. Capital mit 157 Mill, verzinslich, und ausserdem auf 6,478 
Mill, unverzinsliches Capital angewachsen. Ferdinand VII. verweigerte 
indess selbst derjenigen Schuld die Anerkennung, welche dadurch
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Meyer & Zeller, 1857.
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