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Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

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Bibliographic data

fullscreen: Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde

Monograph

Identifikator:
834619415
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-77999
Document type:
Monograph
Author:
Kolb, Georg Friedrich http://d-nb.info/gnd/118564765
Title:
Handbuch der vergleichenden Statistik der Völkerzustands- und Staatenkunde
Place of publication:
Zürich
Publisher:
Meyer & Zeller
Year of publication:
1857
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 387 S.)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Geschichte der volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen
  • Title page
  • Allgemeine Inhaltsangabe
  • Erstes Buch. Die Begründer
  • Zweites Buch. Die Gegner
  • Drittes Buch. Der Liberalismus
  • Viertes Buch. Die Abtrünnigen
  • Fünftes Buch. Die Lehren der neuesten Zeit
  • Analytische Inhaltsübersicht
  • Index

Full text

536 
Viertes Buch. Die Abtrünnigen. 
hält, die für das soziale Leben gleicherweise unentbehrlich sind, 
nämlich das Streben auf Beibehaltung des Alten und das Streben auf 
Einführung des Neuen. Unter der Herrschaft der patriarchalischen 
Familie tritt das erste zu stark hervor 1 ); aber unter der der unbestän 
digen Familie verschwindet es zu sehr. Infolge der Erbteilung bei jedem 
Todesfall wird jedes Unternehmen zu einem Gewebe der Penelope, wo 
die Arbeit jeder Generation jedesmal ganz und gar neu zu tun ist 2 ). Und 
diese periodische Teilung gibt nicht einmal die versprochene Gleichheit: 
denn, da alle Bande der Solidarität zwischen den Brüdern gelöst sind, 
so bereichern sich die Einen, während die Anderen im Elend verkommen: 
ein jeder für sich! Eine derartige Ordnung der Dinge endigt notwendiger 
weise in der Sterilität, wovon Frankreich einen schlagenden Beweis liefert. 
Da die Kinder nämlich nur so lange bei ihren Eltern bleiben, als sie ihrer 
Hut bedürfen, und sie verlassen, sobald sie imstande sind, sich selbst 
zu genügen, wie die Jungen der Tiere, so ist es klar, daß die Eltern ein 
Interesse daran haben, so wenig wie möglich Kinder zu zeugen. 
Im Gegensatz dazu vertraut die Wahl-Erbfolge-Familie dem Sohn, 
der zu Hause bleibt, die Hut der Überlieferung an, und überläßt es den 
Söhnen, die in die Ferne ziehen, ihren Unternehmungsgeist zu betätigen. 
Auf diese Weise hat England die Weit erobert. Zur gleichen Zeit hält 
diese Einrichtung die wirkliche Familiengleichheit aufrecht, indem das 
Heim stets denen als Zufluchtsort offen steht, die sich dahin zurück 
ziehen wollen, weil sie in der Welt keinen Erfolg gehabt haben. Hierin 
liegt, um nur ein Beispiel anzuführen, die Lösung der Frage, wie die 
schmerzliche Lage der alten Jungfern freundlicher gestaltet werden 
könne 3 ). 
Um zu versuchen, die Wahl-Erbfolge-Familie in Frankreich wieder 
aufzurichten, gibt es außer der moralischen Reform nur ein einziges Mittel; 
es besteht darin, die Testierungsfreiheit wiedereinzuführen oder zum 
allerwenigsten den frei verfügbaren Teil genügend zu vergrößern, damit 
der Vater imstande sei, den Grund und Boden oder das Unternehmen 
in seiner Gesamtheit einem seiner Kinder zu hinterlassen, mit der Be 
dingung, daß dieses seine Geschwister entschädigt, wenn der Rest des 
Erbes nicht genügt, jedem seinen Teil zu sichern 4 ). 
*) „Sie (die Patriarchal-Ordnung) hält in der Arbeitsordnung und in der Gesamt" 
heit der sozialen Beziehungen mehr die Anhänglichkeit an die Vergangenheit als die 
Sorge um die Zukunft, den Gehorsam mehr als die Initiative aufrecht . .. Die Familien- 
gemeinschaft hemmt den Aufschwung, den die bedeutenden Individualitäten in der 
Familie in unabhängiger Lage hätten nehmen können“ (Reforme Sociale, B. III)- 
2 ) „Um zusammenzufassen: ich habe niemals eine soziale Organisation angetroffen, 
die im gleichen Grade die Gesetze der materiellen und der moralischen Ordnung 
verletzt.“ 
3 ) Ihre Zahl wird durch den Krieg in fürchterlicher Weise angeschwollen sein. 
4 ) Le Play, der einen gewissen Einfluß auf Napoleon III. hatte, versuchte von
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1921.
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