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Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten

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Bibliographic data

fullscreen: Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten

Monograph

Identifikator:
844102423
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-50140
Document type:
Monograph
Author:
Engel, Ernst http://d-nb.info/gnd/116486856
Title:
Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Königliche Geheime Ober-Hofbuchdruckere
Year of publication:
1861
Scope:
1 Online-Ressource (64 S)
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Die Methoden der Volkszählung, mit besonderer Berücksichtigung der im preussischen Staate angewandten
  • Title page
  • Contents

Full text

2° 
11 
12. Handel mit Leder und Lederarbeiten, Gummi-, 
Filz- und Pelzwaaren. 
13. Handel mit Holz-, Horn-, Fischbein, Elfenbein und 
ähnlichen Waaren. 
14. Handel mit Papier-, Papp- und ähnlichen Waaren. 
15. Buch-, Kunst- und Musikalienhandel. 
16. Handel mit Phantasie-, Galanterie- und Luxus- 
waaren aller Art. 
17. Geldwechsel- und Effectenhandel. 
18. Handels- und Verkehrs Vermittelung aller Art. 
19. Handel mit Grundstücken. 
20. Creditvermittelung und Creditinstitute. 
21. Versicherungsvermittelung und Versicherungsinsti 
tute. 
22. Uebrige Handelszweige. 
IV. Verkehr. 
1. Eisenbahnverkehr. 
2. Póstverkehr. 
3. Telegraphenverkehr. 
4. Frachtfuhrwesen. Botenverkehr. 
5. Flussschiffverkehr. 
6. (Seeschiffverkehr.) 
7. Beherbergung, Erquickung und Vergnügen. 
V. Persönliche Dienstleistung. 
1. Hof beamte und Angestellte dieser Section. 
2. Privatbeamte und Angestellte dieser Section. 
3. Dienstboten für persönliche Dienstleistung. 
VI. Gesundheitspflege. 
VII. Erziehung und Unterricht. 
VIH. Künste und Wissenschaften. Literatur. 
Presse. 
1. Künstler aller Art inch Theaterpersonal. 
2. Wissenschaften (Fachgelehrte u. s. w., so weit sie 
nicht Lehrer und Beamte sind). 
3. Literatur (Literaten und Journalisten, Publicisten). 
IX. Quitus. 
X. Königliche Haus-, Staats- und Gemeinde 
verwaltung. 
1. Verwaltung der Civilliste und des Kronfideicom- 
misses. 
2. Verwaltung der materiellen Staatsinteressen. 
3. Medicinalverwaltung. 
4. Kirchen- und Schulverwaltung. 
5. Finanzverwaltung. 
6. Polizei. 
7. Gesammtverwaltung und übrige Zweige der Staats 
verwaltung (Provinzial- und Bezirksverwaltung). 
8. Gemeindeverwaltung. 
9. Hilfspersonal der Verwaltung. 
XI. Justiz. 
1. Justizbeamte des Staats. 
2. Justizbeamte der Gemeinde. 
3. Justizbeamte von Corporationen und Privaten. 
4. Sachwalter. 
5. Hilfspersonale. 
XII. Armee (und Kriegsflotte.) 
1. Militair- (und Marine)beamte. 
2. Active der Landarmee und (der Kriegsmarine.) 
Xm. Personen ohne Beruf und ohne Berufsaus 
übung. 
1. Von Renten Lebende. 
2. Pensionirte. Von Selbsthilfersparnissen Lebende. 
3. Insassen von Armenanstalten. 
4. Insassen von Heil- und Versorganstalten. 
5. Detinirte in Strafanstalten. 
XIV. Personen ohne Berufsangabe. 
Der Werth der hier aufgeführten Classificationen bestimmt 
sich nach der Gruppirung der Hauptabtheilungen. Diese müs 
sen so beschaffen sein, dass, wenn die Bevölkerung auch^nur 
danach unterschieden wird, gleichwohl ein lichtvolles Bild über 
ihre Thätigkeitsäusserung dadurch gewonnen wird. Der fran 
zösische Schematismus unterscheidet nur 7 Gruppen, oder 12 
dann, wenn man die 6 Unterabtheilungen der professions libérales 
in eben so viel Hauptabtheilungen verwandelt. Er ähnelt dann 
dem sächsischen ausserordentlich und es ist auch keinem Zweifel 
unterworfen, dass letzterer dem französischen zum Vorbild ge 
dient hat. In den Specialitäten ist das sächsische aber unbe 
dingt noch brauchbarer als das französische. Das englische 
Haupt- und Nebenclassensystem wäre für deutsche Länder wie 
für Frankreich ganz unanwendbar. 
Mag das Urtheil über die vorstehenden Gruppirungen 
der verschiedenen Lebensberufe sein, welches es wolle, so ist 
doch Das nicht in Abrede zu stellen, dass sie die ganze Be 
völkerung umfassen. Und das ist das Wichtigste. Erst wenn 
die Statistik der Bevölkerung nach ihren Berufs- und Er- 
werbsclassen eine gewisse Ausbildung erfahren hat, kann man 
sich an eine allgemeine Industriestatistik wagen. Ohne jene 
aber nimmermehr. Um dieses Ziel aber dennoch nicht gänzlich 
aus den Augen zu lassen, muss es auf dem Wege der Mono 
graphie einzelner bedeutender Gewerbszweige zu erreichen 
gesucht werden. Zur Herstellung solcher finden sich auch viel 
eher tüchtige Kräfte, weil es leichter ist, einen oder einige 
Industriezweige genau zu kennen, als alle. 
Eine Beschreibung der Bevölkerung nach ihren Be 
schäftigungsweisen, wenn sie im Moment der Zählung vorge 
nommen wird, bietet neben dem Vortheil der Vollständigkeit 
auch gleichzeitig den der Controlle dar, weil jeder selbstthätige 
Einwohner in einer der aufgestellten Rubriken untergebracht 
werden, mithin die Gesammtzahl dieser Rubriken mit der Ge- 
sammtzahl der selbstthätigen Bevölkerung wieder stimmen muss. 
Dass, wenn die Aufnahme der Beschäftigung mit der 
Volkszählung erfolgt, dann auch eine genaue Statistik der Sitze 
der gewerblichen Bevölkerung gewonnen werden kann, ist 
einleuchtend. Jedoch keineswegs wird damit schon irgend etwas 
über die Zahl der industriell thätigen lebenden und todten 
Maschinenkräfte in Erfahrung gebracht, noch weniger etwas 
Directes über den Umfang der Production und Consumtion. 
Jenes geschieht durch die preussischen und zollvereinsländi 
schen Formulare gleichfalls nur unvollständig und Letzteres 
bleibt ausser allem Betracht. Es fehlen daher auch der erst 
ins Leben zu rufenden, zollvereinsländischen Gewerbestatistik 
zwei der wichtigsten Eigenschaften zu ihrer Vollständigkeit; 
die Statistik der Kräfte und die der Leistungen. Preussen könnte 
sofort an die Spitze einer wirklichen Gewerbestatistik treten, 
wenn es neben den Daten für die zollvereinsländische auch 
noch diejenigen erheben wollte, welche für den obengenannten 
Zweck erforderlich sind. Beides lässt sich, wie später darzu 
legen ist, ohne grosse Schwierigkeiten mit der Volkszählung 
verbinden, wie ja überhaupt der Volkszählungsapparat zur 
Erhebung einer Menge statistisch wichtiger Dinge in Be 
wegung gesetzt werden kann. 
Im engsten Zusammenhänge mit der Beschäftigung steht 
der Erwerb und das Vermögen. Der Erwerb wird zwar 
durch die Production veranschaulicht, dagegen werden die 
Mittel der Production, welche neben Anderem die wichtigsten 
Bestandtheile des Vermögens bilden, durch die Angaben über 
den Erwerb noch nicht getroffen. In der Hauptsache sind jene 
Mittel unbewegliches oder bewegliches Capital. Es würden 
mithin ebenso der Werth der Besitzungen (als Repräsentant des 
ersteren), wie auch der Werth des Inventars (als Repräsentant 
des letzteren) zur Ziffer zu bringen sein. Die Bestrebungen, 
beides zu thun, sind in vielen Statistiken unverkennbar. In 
der Statistik der Landwirtschaft bekunden die Aufzeichnungen 
über die Grösse der Besitzungen, über deren Eigenschaft als 
Acker, Wiese, Weide, Wald u. s. w, ferner über deren Benutzung 
und Bebauung, z. B. mit Halmfrüchten, Futtergewächsen, 
Knollengewächsen, Oelfrüchten, Obst etc., das Streben, sich über 
die Verhältnisse des immobilen Vermögens genau zu unter 
richten. Ihm zur Seite geht in der Viehstatistik das Streben 
nach Kenntniss des wichtigsten Bestandteils des beweglichen 
Besitzes in der Landwirtschaft. Was hiergegen die Industrie 
irn engem Sinne und den Handel und Verkehr anlangt, so 
spricht sich das Streben nach Kenntniss der analogen Zu 
stände in den Statistiken weder so bestimmt wie bei der Land 
wirtschaft aus, noch ist es überhaupt systematisch cultivirt 
worden. Man findet da die Aufmerksamkeit auf Dinge ge 
richtet, die absolut Nichts bedeuten, und von Dingen wegge 
kehrt, die wesentlich entscheidende sind. Man verlangt nämlich 
in vielen Gewerben die blosse Zahl der tätigen Maschinen, 
Werkzeuge, Apparate, Vorrichtungen etc. kennen zu lernen, 
einesteils, um daraus einen ungefähren Schluss auf den Umfang 
des in der Industrie angelegten und thätigen Capitals ziehen, 
anderntheils um mit Hilfe solcher Angaben auch den Umfang 
und die Richtung der Production bemessen zu können. Leider 
werden diesem Beginnen durch die so grosse Ungleichheit von 
gleichnamigen Dingen die allerernstesten Schwierigkeiten be 
reitet. Wie verschieden sind nicht die Hochöfen unter ein 
ander? Ein guter Coksofen producirt leicht das 10 fache eines 
Holzkohlenhochofens ; auf einen solchen Unterschied wird aber 
weder in den preussischen noch in den neuen Zollvereins- 
Tabellen ein Gewicht gelegt. Bei den Glashütten wird blos 
nach der Zahl der Oefen gefragt. Die Kenntniss der Zahl 
derselben ohne Unterscheidung ihres Zwecks ist von gar 
keinem Werth. Nicht nur braucht man zum Glasmachen noch 
Kühlöfen, sondern auch Strecköfen, Thonbrennöfen, Hafen 
temperöfen, Holztrockenöfen etc. Werden alle diese Oefen 
aufgeführt, so ist ein Nichtkundiger versucht, sie sämmtlich 
für Schmelzöfen zu halten. Und nun die Schmelzöfen selbst ? 
In den Holzglashütten hat man noch Oefen mit 6 oder 8 Hafen
	        

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