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Neuere Zeit (Abt. 2)

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Bibliographic data

Metadata: Lebenserinnerungen

Monograph

Identifikator:
86245896X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-97234
Document type:
Monograph
Author:
Neurath, Otto http://d-nb.info/gnd/118587420
Title:
Antike Wirtschaftsgeschichte
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Teubner
Year of publication:
1909
Scope:
1 Online-Ressource (IV, 156, 48 Seiten)
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Siebentes Kapitel - Das römische Reich als Wirtschaftskörper (Ende der Republik und Beginn der Kaiserzeit)
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Volkswirtschaftspolitik (2.1902)
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung
  • Abschnitt I. Die Land- und Forstwirtschaft
  • Abschnitt II. Die stoffveredelnden Gewerbe
  • Abschnitt III. Der Handel, das Verkehrs- und Versicherungswesen
  • Abschnitt IV. Das Bevölkerungswesen
  • Abschnitt V. Armenwesen und Armenpflege

Full text

a 
Ya 
aber nur sein, den Verkehr um die Grenzen des Landes herumzuführen, 
wodurch die Frachtspesen dem Inlande, wie die sonstige Befruchtung. 
welche mit einem regen Verkehr für die berührten Landstriche ver. 
bunden ist, entzogen wurden. 
Fast dasselbe ist auch von den Ausfuhrzöllen zu sagen, die, wie 
wir sahen, ursprünglich Hand in Hand mit den Ausfuhrverboten, sogar 
eine grössere Rolle spielten, wie die KEinfuhrzölle. Auch sie sind 
im allgemeinen aus den Tarifen der civilisierten Länder in den letzten 
50 Jahren verschwunden und treten nur noch ausnahmsweise, haupt- 
sächlich als Kampfzölle auf. Eine Ausnahme davon macht bekannt- 
lich das Vorgehen Chamberlains in England, welcher in diesem Jahre 
einen Ausfuhrzoll auf Kohlen in England auflegte und zwar allein im 
Interesse der Staatskasse, wie dies ausdrücklich ausgesprochen wurde, 
also als Finanzzoll, in der Hoffnung, sich diese Summe vom Auslande 
wieder erstatten lassen zu können.; ” 
Der Zweck der bisher beobachteten Ausfuhrzölle war unzweifel- 
haft, die Ausfuhr der betreffenden Gegenstände zu erschweren und zu 
beschränken, um dieselben dem heimischen Verbrauche reichlicher und 
billiger zugänglich zu machen; darauf sind auch die Verbote der Aus- 
fuhr von Getreide, Wolle ete., im Interesse der heimischen Industrie 
zurückzuführen; ebenso in früheren Zeiten der Ausfuhrzölle auf Kohlen 
in England. Die gewünschte Wirkung wird im allgemeinen auch un- 
zweifelhaft erreicht sein, doch ist die Möglichkeit einer Abwälzung auf 
das Ausland keineswegs unbedingt ausgeschlossen. Es ist eine einfache 
Machtfrage. Ist das Ausland auf den Bezug der betreffenden Waren 
angewiesen, findet es noch in vollem Masse seine Rechnung, wenn es 
die durch den Zoll erhöhten Preise zahlt, so wird es allerdings ge- 
nötigt sein, den Aufschlag auf sich zu nehmen, Es ist dies eine rein 
praktische Frage, die nicht a priori, sondern nur auf Grund der that- 
sächlichen Verhältnisse für den einzelnen Fall entschieden werden kann. 
Zeigt sich auf dem Weltmarkte ein grosser Mangel an Knochen, Lumpen, 
während dieselben in Deutschland billig und reichlich vorhanden sind, 
so kann ein Ausfuhrzoll zu einer entsprechenden Erhöhung der Preise 
dieser Gegenstände auf dem Weltmarkte führen, wenn in dem Inlande 
der Preis ausreicht, um eine sorgsame Sammlung jener Abfallstoffe zu 
bewirken, während im anderen Kalle, wo im Auslande sich kein erheb- 
licher Mangel daran herausstellt, daher nicht höhere Preise dafür ge- 
boten werden, nur der Absatz von Deutschland aus erschwert ist, hier 
die Preise gedrückt werden und damit allmählich die Sorgfalt der 
Sammlung vermindert wird. Wenn sich im Auslande erst die Er- 
kenntnis der Bedeutung des Kalis als Düngmittel in der Landwirt- 
schaft Bahn gebrochen hat und man sich an den Bezug gewöhnt hat, 
wird Deutschland sicher mit Erfolg einen Ausfuhrzoll durchführen 
können, und da es für dieses Material ein Monopol besitzt, ihn sich 
vom Auslande bezahlen lassen, während gegenwärtig ein solcher ver- 
mutlich nur den Absatz im Auslande schmälern oder den Profit der 
heimischen Bergwerke reduzieren würde, weil sich die ausländischen 
Landwirte höhere Preise wohl nur zum Teil gefallen lassen würden. 
In England sind die Ansichten darüber sehr geteilt, wer den neuen 
Kohlenzoll tragen wird. Die Produzenten sind offenbar nicht der An- 
sicht, dass sie ein Monopol besitzen und das Ausland genötigt ist, das 
\usfuhrzölle. 
Wirkung 
lerselhben.
	        

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Leitfaden Der Deutschen Sozialversicherung. Springer, 1930.
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