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Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft

Monograph

Identifikator:
875732070
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-2128
Document type:
Monograph
Author:
Sagorsky, Simon http://d-nb.info/gnd/126895481
Title:
Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft
Place of publication:
München
Publisher:
Ernst Reinhardt, Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1908
Scope:
1 Online-Ressource (II, 208, V Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Kapitel V. Lohnverhältnisse
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Arbeiterfrage in der Südrussischen Landwirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • Kapitel I. Einleitung. Die natürlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse Neurusslands
  • Kapitel II. Die heutigen Besitz - und Betriebsverhältnisse des Privatgrundbesitzes
  • Kapitel III. Die wirtschaftliche Lage der Bauernschaft
  • Kapitel IV. Nachfrage und Angebot von Arbeitskräften
  • Kapitel V. Lohnverhältnisse
  • Kapitel VI. Bestimmungsgründe der Landarbeiterlöhne
  • Kapitel VII. Der Arbeitsvertrag

Full text

143 
1. Die Gouvernements Taurien und Bessarabien. — Hier sind die 
Löhne in den Jahren 1900—1904, obwohl sie im Vergleich mit denen 
in der vorletzten Fünfjahrperiode stiegen, doch gefallen im Vergleich mit 
den Löhnen in den Jahren 1885—1889. 
2. Die Gouvernements Cherson, Ekaterinoslaw und das Don- 
gebiet, die sich durch absolutes, fast regelmässiges Steigen der Löhne 
auszeichnen. 
Nunmehr gehen wir zur Betrachtung der Bewegungen der Tage 
löhne für die Getreideerntearbeiten über. Auch hier müssen wir 
die Tagelöhne für den Pferdearbeiter und die Arbeiterin bei Verköstigung 
von allen übrigen absondern. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass 
sie in den Jahren 1890—1894 und 1895—1899 niedriger als in den Jahren 
1885—1889, dagegen in den Jahren 1900—1904 höher waren. 
Bei allen übrigen Arten von Tagelöhnen sieht man, dass sie fast 
in allen Gouvernements in der letzten Fünfjahrperiode im Vergleich zur 
ersten vor 20 Jahren gefallen sind. Es ergibt sich also, dass bei den 
Bewegungen der Tagelöhne nach den Fünfjahrperioden keine durch 
greifende Gesetzmässigkeit sich feststellen lässt. Bei Vergleichung nach 
Fünfjahrperioden schwanken die Löhne so stark, dass es sehr schwer 
ist, für diese kurzen Zeiträume irgend eine Erscheinung als gesetzmässige 
zu bezeichnen. Wir bekommen daher eine richtigere Vorstellung von 
den Bewegungen der Tagelöhne, wenn wir sie nach den Jahrzehnten 
zusammenfassen. (Siehe Tabelle XCV1I! im Anhang.) 
Es ergibt sich aus dieser Tabelle, dass die Löhne für die Bestell 
arbeiten in den meisten Gouvernements und für die meisten Arbeits 
kategorien gestiegen sind; dagegen sind die Löhne zur Zeit der Heuernte 
in einigen Gouvernements gestiegen, in einigen gefallen. 
Zu denselben Ergebnissen führt uns auch die Zusammenstellung 
der Angaben aus den Gouverneurberichten. Betrachtet man die in 
der Tabelle LXXX1V angegebenen Tagelöhne des Mannes ohne Ver 
köstigung zur Zeit der Bestellarbeiten (im Frühjahr) nach den Jahrzehnten 
von 1871 —1900, so sieht man, dass im letzten Jahrzehnt die Tagelöhne 
im Gouv. Ekaterinoslaw' und in Taurien im Vergleich mit den Jahren 
1871 —1880 gestiegen, dagegen im Gouv. Cherson, Bessarabien und im 
Dongebiet gefallen sind. Im Sommer aber, d. h. zur Zeit der Ernte, sind die 
Löhne im letzten Jahrzehnt in allen Gouvernements mit Ausnahme vom 
Dongebiet bedeutend gefallen und zwar im Vergleich mit den Löhnen 
sowohl in den 70er wie auch in den 80er Jahren. 
Für die Bewegungen der Akkordlöhne zeigen die die 80er und 
90er Jahre betreffenden Angaben der Gouverneurberichte eine Steigung
	        

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Die Arbeiterfrage in Der Südrussischen Landwirtschaft. Ernst Reinhardt, Verlagsbuchhandlung, 1908.
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