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Die Handelskammern

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Bibliographic data

fullscreen: Die Handelskammern

Monograph

Identifikator:
87637500X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1772
Document type:
Monograph
Title:
Die Handelskammern
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Georg Reimer
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 121 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Afrika
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Lage der Landwirtschaft in Ostpreussen
  • Title page
  • Contents
  • Einleitung: Die Gebietsveränderungen und ihre wirtschaftlichen Folgen
  • Teil I. Produktion und Absatz
  • Teil II. Betriebsergebnisse und öffentliche Lasten
  • Teil III. Vermögen und Verschuldung
  • Teil IV. Abhilfemaßnahmen
  • Schlußbemerkung

Full text

91 
Provinz Kriegsschauplatz war, in einer so starken Weise in Anspruch genommen, 
wie dies in keinem anderen Teile Deutschlands jemals eingetreten ist. Die fremden 
wie die eigenen Truppen bewegten sich fast ausschließlich auf den Landstraßen, 
da ein großer Teil der Eisenbahnen durch Zerstörungen längere Zeit hindurch nicht 
betriebsfähig war. Viele Monate lang zog sich die Front durch die Provinz und 
der gesamte Nachschub der hier stehenden Truppen belastete das Landstraßennetz. 
Hieraus mußte sich eine ungeheuer starke Abnutzung der Straßen ergeben, die 
nur für den schwachen Verkehr fast rein landwirtschaftlicher, gering bevölkerter 
Gebiete angelegt waren. In vielen Fällen wurde die Straßendecke fast völlig 
zerstört; aber auch sonst wurde sie in kurzer Zeit so stark geschwächt, wie es durch 
die Abnutzung unter gewöhnlichen Verhältnissen nur im Verlauf von Jahrzehnten 
der Fall gewesen wäre. Außerdem erfolgte im Kriegsgebiet die Sprengung sämt- 
licher größeren Straßenbrücken. Allerdings haben Provinz und Kreise in gewissem 
Umfange Mittel zur Beseitigung der Kriegsschäden an den Straßen erhalten; doch 
konnte die endgültige Wiederherstellung größtenteils erst in den Jahren nach dem 
Kriege durchgeführt werden, da in den letzten Jahren des Krieges selbst, während 
deren in Ostpreußen Ruhe herrschte, Baustoffe sowie Arbeitskräfte sehr knapp 
waren, und der Wiederaufbau der Gebäude im allgemeinen zuerst erfolgen mußte. 
So kam es, daß zur Zeit der größeren Instandsetzungen an den Straßen nach dem 
Kriege die hierfür bereitgestellten Mittel sehr rasch der Entwertung durch die In- 
flation anheimfielen und im wesentlichen nur ausreichten, um die besonders kost- 
epieligen Teile des Straßennetzes, nämlich die zerstörten Brücken, wieder in Stein 
and Eisen endgültig herzustellen. Für die Erneuerung der Straßendecken konnte 
dagegen in den Inflationsjahren nur wenig aufgewendet werden, so daß das Straßen- 
netz nach Abschluß der Inflation immer noch stark unter den Folgen des Krieges 
litt und insbesondere hinsichtlich seiner Widerstandsfähigkeit den Zustand der 
Vorkriegszeit nicht wieder erreicht hatte; auf vielen Straßen waren sogar in den 
Nachkriegsjahren die Schäden durch den Verkehr der eisenbereiften Lastkraftwagen, 
die aus Heeresbeständen stammten, noch bedeutend gesteigert worden. Nach Ab- 
schluß der Inflation nahm in Ostpreußen wie im übrigen Reiche der Kraftwagen- 
verkehr schnell zu; aber er stieß in keinem Teile Deutschlands auf ein so wenig 
geeignetes Straßennetz wie gerade in dieser Provinz, deren. finanzielle Leistungs- 
fähigkeit bei weitem nicht ausreichte, um nun in kurzer Zeit alle vom Kriege her- 
rührenden Schäden im Straßennetz völlig zu beseitigen, die schwachen Straßen- 
decken entsprechend den verstärkten Angriffen der Kraftwagen erheblich wider- 
standsfähiger in neuzeitlicher Bauweise auszubauen, die Steinbahnen so weit zu 
verbreitern, daß sich auf ihnen überall zwei Kraftwagen begegnen können, und 
endlich die Linienführung für den Schnellverkehr zu verbessern. 
Die wirtschaftliche Lage der Provinz hat sich durch die Abtrennung vom 
Reiche sowie auch durch die politischen Veränderungen in Osteuropa so ungünstig 
gestaltet, daß es der Provinz unmöglich ist, aus Steuern wesentlich größere Mittel 
als vor dem Kriege für das Straßenwesen flüssig zu machen. Die Provinz war 
deshalb fast nur auf ihren Anteil an der Kraftfahrzeugsteuer angewiesen, um ihre 
Straßen instandzusetzen und den Anforderungen des Kraftwagenverkehrs anzu- 
passen. Um so mehr wirkte es für die Provinz ungünstig, daß die Verteilung der 
Kraftfahrzeugsteuer auf die preußischen Provinzen zur Hälfte nach der Fläche 
der Provinzen und zur anderen Hälfte nach der Länge der Provinzialstraßen er- 
folgte. Aus der Berücksichtigung der Länge der Provinzialstraßen ergab sich 
nämlich ein neuer Nachteil für die Provinz. Da, wie oben bemerkt, Ostpreußen 
im Ausbau seines Straßennetzes von Anfang an hinter den anderen Provinzen 
„urückeeblieben ist. waren in Ostpreußen im Jahre 1875, als die Staatestraßen auf
	        

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Report of the Royal Commission on National Health Insurance. Stationery Office, 1926.
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