Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Grundzüge der Sozialpolitik

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Grundzüge der Sozialpolitik

Monograph

Identifikator:
876559135
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-1676
Document type:
Monograph
Author:
Borght, Richard van der http://d-nb.info/gnd/11625274X
Title:
Grundzüge der Sozialpolitik
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Verlag von C. L. Hirschfeld
Year of publication:
1904
Scope:
1 Online-Ressource (XII, 566 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I.Teil. Allegeines
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Sozialpolitik
  • Title page
  • Contents
  • I.Teil. Allegeines
  • II. Teil. Arbeiterwohlfahrtspolitik
  • III. Teil. Selbständige sozialpolitische Arbeit der Selbstverwaltungskörper und der Privaten
  • IV. Teil. Wohlfahrtspolitik in Bezug auf sonstige Personen in unselbständiger Arbeitsstellung

Full text

3. Kapitel. Die sozialpolitischen Richtungen. 
23 
Agitation hinzustellen, obwohl der weitaus größte Teil der sozial 
politischen Gesetze gegen die sozialdemokratischen Stimmen zustande 
gebracht werden mußte. Dies Verhalten entspringt Zweckmäßigkeits 
erwägungen, hat aber mit dem Wesen der Sache nichts zu tun. Die 
Sozialpolitik ist in Wahrheit weder eine Annäherung noch eine Kon 
zession an den Sozialismus. Ihr Ausgangspunkt und ihr Ziel sind 
vollständig anders, als die des Sozialismus. 
Der Sozialismus hat zwar zur Erkenntnis der vorhandenen Miß 
stände manches beigetragen, obwohl seine Kritik an den bestehenden 
Zuständen vielfach weit über das Ziel hinausschoß, und er hat sich 
weiter nach Kräften und nicht ohne Erfolg bemüht, die durch die 
neuere Sozialpolitik geschaffenen Organisationen als Stützpunkte seiner 
Agitation zu benutzen. Aber es ist ihm unmöglich, sich ganz auf den 
Boden der Sozialpolitik zu stellen, weil er damit eine der wichtigsten 
Stützen seines ganzen Gebäudes zerstört. Der Sozialismus sieht nicht 
nur die vorhandenen Mißstände als notwendige Folge der heutigen 
Gesellschaftsordnung an, sondern er leugnet auch die Möglichkeit, vom 
Boden dieser Gesellschaftsordnung aus und unter Aufrechterhaltung 
ihrer wesentlichen Grundlagen eine nennenswerte Besserung der Lage 
der arbeitenden Klassen herbeizuführen. Deshalb gerade fordert er 
die völlige Beseitigung der heutigen Gesellschaftsordnung und ihre 
Ersetzung durch eine neue Ordnung, die sich infolge der mit ihr ein 
tretenden Überführung aller Produktionsmittel in das Gemeineigentum 
auf völlig andere Grundlagen stützen muß. 
Die Sozialpolitik erkennt die Mißstände, die aus der neueren Ent 
wickelung hervorgegangen sind, durchaus an, aber sie sieht darin 
Schwächen und Auswüchse der heutigen Gesellschaftsordnung. Darin 
liegt, daß sie die pessimistische Auffassung von der Unverbesserlichkeit 
dieser Ordnung nicht teilt. Im Gegenteil, sie geht davon aus, daß die 
Gesellschaftsordnung zwar der Verbesserung und Weiterentwickelung 
bedarf, aber auch dessen durchaus fähig ist. Deshalb will die Sozial 
politik die Mißstände mildern und wenn möglich beseitigen, ohne alle 
die Hebel des wirtschaftlichen und kulturellen Fortschrittes zu zer 
stören, die durch die heutige Ordnung geboten werden. Die Sozial 
politik will den Mißständen nicht, wie der Sozialismus, durch Auf 
hebung und Vernichtung, sondern durch organische Fortentwickelung 
der vorhandenen Grundlagen des Gesellschafts- und Wirtschaftslebens 
entgegenwirken. Sie führt deshalb nicht zur Auflösung, sondern zur 
Verbesserung und Befestigung der Ordnung, auf die sich die Ver 
hältnisse der heutigen Kulturstaaten gründen. Dieser grundsätzliche 
Gegensatz zwischen Sozialpolitik und Sozialismus mag oft genug ver 
wischt werden; zu beseitigen ist er nicht ohne Zerstörung des inneren 
Wesens der einen oder der anderen Richtung.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Monograph

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Grundzüge Der Sozialpolitik. Verlag von C. L. Hirschfeld, 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What color is the blue sky?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.