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Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Verbandes deutscher Chokolade-Fabrikanten

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Bibliographic data

fullscreen: Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Verbandes deutscher Chokolade-Fabrikanten

Monograph

Identifikator:
877673926
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-2249
Document type:
Monograph
Author:
Rüger, Otto
Title:
Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Verbandes deutscher Chokolade-Fabrikanten
Place of publication:
Dresden
Publisher:
Druck von C. Heinrich
Year of publication:
1901
Scope:
1 Online-Ressource (47 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Bestrebungen des Verbandes
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Festschrift zum 25jährigen Bestehen des Verbandes deutscher Chokolade-Fabrikanten
  • Title page
  • I. Einrichtungen des Verbandes
  • II. Bestrebungen des Verbandes

Full text

33 
*1 M. I. XII Nr. 7 S. 55. 
**) M. I. XIII Nr. 6 S. 36. 
Hiermit war nun die Rückvergütung für Zucker und Kakao betreffs 
der im freien Verkehr hergestellten Kakaowaaren und Chokoladen aus 
gesprochen und wurden unterm 22. April 1892 die Ausführungsbestimmungen *) 
veröffentlicht. 
Demnach wird für in zollficheren Räumen gefertigte und für die 
Ausfuhr bestimmte Fabrikate kein Zoll auf Kakao und Zucker gezahlt, da 
gegen für die im freien Verkehr hergestellten, als Kakaomasse und -Pulver 
M. 37,30 und für Chokolade M. 23,40 p. "/«Kilo zurückvergütet. 
Endlich findet bei Ausfuhr von Kakaobutter aus dem freien Ver 
kehr seit dem 9. Juli 1896 eine Rückvergütung von M. 37,30 statt. 
Ein Zeitraum von über 15 Jahren lag zwischen dem ersten Aus 
sprechen des Wunsches nach Zollrückvergütung und dessen Erfüllung. Es 
muß zugestanden werden, daß das Rückvergütungssystem für gemischte 
Fabrikate etwas ganz Neues war und daß es daher immer wieder des 
Andrängens des Verbandes bedurfte, um überhaupt zu einem Resultate zu 
gelangen. 
Freilich waren dadurch kostbare, in die Entwickelung der Chokoladen- 
industrie fallende Jahre verflossen, in denen das ausländische Absatzgebiet 
von den Ländern mit geringem oder keinem Kakaozoll beschlagnahmt 
werden konnte. 
Dies der eine Grund, warum sich nach Inkrafttreten des Gesetzes 
nicht sofort ein lebhaftes Ausfuhrgeschäft entwickelte. Des Weiteren ist zu 
berücksichtigen, daß Chokolade und Kakaofabrikate Vertrauensartikel sind, 
die nur dann Aussicht haben, einen größeren Absatz zu finden, wenn sich 
gewisse Marken eingebürgert haben, und bei denen die in den verschiedenen 
Ländern beliebten Aufmachungen richtig erkannt worden sind. Ferner ge 
hört dazu die Erkundung eines soliden und zahlungsfähigen Abnehmer 
kreises, was durch andauernde, oft kostspielige Erfahrungen erkauft sein 
will. Endlich zeigen sich manche Länder, welche einen außerordentlich 
hohen Schutzzoll haben, für die Einfuhr geradezu verschlossen. Hier ist 
selbst öfters ein Fabrikat, welches in zollsicheren Räumen hergestellt, also 
mit deutschem Zoll nicht belastet ist, nicht konkurrenzfähig, um so weniger 
aber ein solches aus dem freien Verkehr, das j /b des heimischen Zolls zu 
bezahlen hat. Es hat sich dadurch die Errichtung deutscher Chokoladeu- 
fabriken auf fremdem Gebiet, z. B. in Oesterreich und Nordamerika er 
forderlich gemacht, ein recht warnendes Beispiel für diejenigen Industrien, 
welche nach übertrieben hohen Schutzzöllen verlangen. 
Daß in der ersten Zeit nach Eintritt der Ausfuhrvergütung jede 
einzelne aus dein freien Verkehr ausgeführte Post der chemischen Unter 
suchung unterworfen wurde, wobei beispielsweise die Kosten auf 50 kg 
Kakaopulver 24 M., gegenüber einer Rückvergütung von M. 18,65 betrugen**)
	        

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Preußisches Landbuch.
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