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Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

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Bibliographic data

fullscreen: Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute

Monograph

Identifikator:
879457236
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-16989
Document type:
Monograph
Title:
Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
Place of publication:
Frankfurt a. O.
Publisher:
Verlag der Waldow'schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler)
Year of publication:
1905
Scope:
1 Online-Ressource (XV, 514 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Zweiter Teil. — Handel
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Volkswirtschaftliches Lesebuch für Kaufleute
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil. — Deutsche Volkswirte, Kaufleute und Industrielle
  • Zweiter Teil. — Handel
  • Dritter Teil. — Industrie
  • Vierter Teil. — Weltwirtschaft und Handelspolitik
  • Fünfter Teil. — Verkehrswesen
  • Sechster Teil. — Volkswirtschaftliche Zustände in den Vereinigten Staaten von Amerika
  • Autorenverzeichnis
  • Index

Full text

308 Zweiter Teil. Lande!. XV. Amtliche Landclsvcrtretungcn. 
schaft ab. Die Entwürfe von Gesetzen und Verordnungen, welche die Interessen von 
Lande! und Industrie berühren, will er aber gleichwohl den Landelsvorständen (Kammern, 
Korporationen u. a.) und damit natürlich auch sich selbst zur gutachtlichen Äußerung 
rechtzeitig vorgelegt haben. 
Dem Namen nach als eine Vertretung des Landels erscheinend, vertritt der 
Deutsche Landelstag doch in gleicher Weise naturgemäß die Interessen der Großindustrie. 
Ja er konnte in neuerer Zeit gegenüber Angriffen von seiten ausschließlich industrieller 
Verbände feststellen, daß in seiner Gliederung die Vertretung der Interessen der Industrie 
die des Landels überwiegt. 
5. Die Begründung des Deutschen Handelstages. 
Von Julius Gensel. 
G ensel, Der Deutsche tsandelstag in seiner Entwickelung und Tätigkeit ;86;—tgo;. Berlin, 
Karl kseyman», $02. 5. 1 ff. 
Vor vierzig Jahren, am 13. Mai 1861, wurde in Lcidclberg der erste Deutsche 
Landelstag eröffnet. 
Auch für deit, der jene Zeit mit Bewußtsein durchlebt hat, ist es nicht ganz 
leicht, sich die Zustände, wie sie damals in Deutschland herrschten, ins Gedächtnis 
zurückzurufen. Dem Scheitern der Loffnungen, die das deutsche Volk auf die 
Besttebungen des Frankfurter Parlainents gesetzt hatte, war mit dem Wiederaufleben 
des alten Bundestags unter österreichischer Leitung eine dumpfe Erstarrung des 
öffentlichen Lebens gefolgt. Erst gegen Ende der fünfziger Jahre begann sich wieder 
ein ftischeres Leben zu regen. Llnter der Führung Rudolfs v. Bennigsen wurde 
1859 der Nationalverein begründet, der cs „für seinen Beruf erkannte, auf die 
Schaffung einer einheitlichen Zentralgewalt und eines deutschen Parlaments mit allen 
gesetzlichen Mitteln hinzuwirken, und zwar, wenn cs die Macht der Verhältnisse so 
mit sich brächte, zunächst ohne die deutschen Teile Österreichs". Ein Jahr zuvor war 
der „Kongreß Deutscher Volkswirte"*) zusammengetreten, der sein Absehen vornehmlich 
auf die wirtschaftliche Einigung Deutschlands richtete und zwei Jahrzehnte hindurch 
erfolgreich auf diesem Gebiete gewirkt hat. 
Anfänge für eine solche Einigung waren wohl schon vorhanden. Das Band 
des Zollvereins umschloß die große Mehrzahl der deutschen Staaten; mit Österreich 
war am 19. Februar 1853 ein neuer Vertrag zustande gekommen, durch welchen sich 
beide Teile gegenseitige Verkehrserleichterungen zusicherten, und in dem sogar Ver 
handlungen über eine künftige Zolleinigung in Aussicht gestellt wurden. Noch vor der 
Bewegung von 1848 war in Leipzig die Allgemeine Deutsche Wechselordnung geschaffen 
worden, und am 12. März 1861 hatte die auf Beschluß des Bundestags vom 
18. Dezember 1856 in Nürnberg niedergesetzte Kommission zur Beratung eines 
Allgemeinen Deutschen Landclsgesctzbuchs ihre Schlußsitzung gehalten. Weniger günstig 
stand es auf anderen Gebieten. Die Postverwaltung lag für die kleineren Staaten 
noch in den Länden des fürstlichen Laufes Thurn und Taxis; von einheitlichen Ein 
richtungen war wenig zu spüren. Das Telegraphenwesen befand sich überhaupt noch 
in den Anfängen seiner Entwickelung. Den Bau von Eisenbahnen hatten seit den 
dreißiger Jahren Aftiengesellschaften begonnen und rührig fortgesetzt, daneben waren, 
zunächst in den Mittelstaaten, allmählich auch Staatsbahnen entstanden; die Gesamt- 
*) Über den Kongreß Deutscher Volkswirte s. den Aufsatz von Viktor Böb inert S. 27—50.
	        

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Volkswirtschaftliches Lesebuch Für Kaufleute. Verlag der Waldow’schen Buch- und Kunsthandlung (R. Wengler), 1905.
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