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Ein Arbeitstarifgesetz

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Bibliographic data

fullscreen: Ein Arbeitstarifgesetz

Monograph

Identifikator:
881660310
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3054
Document type:
Monograph
Author:
Sinzheimer, Hugo http://d-nb.info/gnd/118614711
Title:
Ein Arbeitstarifgesetz
Place of publication:
München [u.a.]
Publisher:
Verlag von Duncker & Humblot
Year of publication:
1916
Scope:
1 Online-Ressource (X, 270 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die Grundformen zu einem neuen Aufbau des Tarifrechts
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Ein Arbeitstarifgesetz
  • Title page
  • Contents
  • Einführung
  • Die Grundformen zu einem neuen Aufbau des Tarifrechts
  • Die Idee der sozialen Selbstbestimmung im Recht
  • Der Entwurf eines Arbeitstarifgesetzes

Full text

128 Die Grundformen zu einem neuen Aufbau des Tarifrechts. 
und die einzelnen vertrauen ihnen. Ihr Verkehr mit ihnen 
ist zwanglos, unmittelbar und ohne bureaukratische Schwer 
fälligkeit. Die Mittel, die ihnen zur Verfügung stehen, um 
die Tariftreue wachzuhalten und durchzusetzen, sind mannig 
faltig und können sich leicht allen besonderen Fällen an 
schmiegen. Namentlich die Arbeiterverbände sind in der Be- . 
Handlung von Massen geschult. Die Funktion, die diesen 
Verbänden damit zufällt, ist mit der Aufgabe zu vergleichen, 
die in den Zeiten eines unentwickelten Rechts den sogenannten 
„Einständern" oblag. Auch sie hatten diejenigen, die zur 
Vornahme einer Handlung oder zu einer Unterlassung ge 
nötigt werden sollten, durch ihren persönlichen Einfluß dazu 
zu zwingen. Sie übten den Rechtsschutz aus, den der Staat 
nicht ausüben konnte. Ihre Bedeutung hat Jhering ge 
schildert *). „Es ist, kurz ausgedrückt, der Gedanke der Heran 
ziehung der dem rechtlich unmittelbar Beteiligten nahestehen 
den Personen im Interesse der Rechtspflege. Die 
genaue Kunde, die sie von ihm und seinen Verhältnissen 
haben, das Vertrauen, das sie infolge davon ihm schenken 
oder versagen, und das am sichersten erprobt wird, wenn sie 
für ihn eintreten sollen, sei es mit ihren Versicherungen, 
Eiden, wie die altgermanischen Consacramentalen, sei es mit 
ihren Taten, und der Einfluß, den sie auf ihn auszuüben 
vermögen, bildet hier einen wesentlichen Faktor der Rechts 
ordnung, dem Richter wird dadurch die Arbeit erleichtert, viel 
Mühe erspart, und gar vieles, was er mit seinen Mitteln 
gar nicht oder nur unvollkommen erreicht haben würde, wird 
auf diesem Umwege durch sie beschafft. Die Verwandten, 
Genossen, Freunde sind die Hilfsorgane des Richters, durch 
ihren Einfluß bringen sie innerhalb des Hauses fertig, was 
sonst Gegenstand schwieriger richterlicher Untersuchung gewesen 
wäre." Was sich dort im Dienste des Rechtsschutzes instinktiv 
vollzog und auf natürlichem Wege sich bildete, soll hier 
Geist des römischen Rechts, 3. Teil, 1. Abhandlung, 1888, Vorrede, 
S. XIX.
	        

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Ein Arbeitstarifgesetz. Verlag von Duncker & Humblot, 1916.
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