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Die englische Agrarenquete von 1913

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Bibliographic data

fullscreen: Die englische Agrarenquete von 1913

Monograph

Identifikator:
881869058
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-2817
Document type:
Monograph
Author:
Meyer, Lothar http://d-nb.info/gnd/101162464
Title:
Die englische Agrarenquete von 1913
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1914
Scope:
1 Online-Ressource (59 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Fünfter Teil
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die englische Agrarenquete von 1913
  • Title page
  • Contents
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil
  • Dritter Teil
  • Vierter Teil
  • Fünfter Teil

Full text

Viertes Kapitel. Landwirtschaftliches Bildungswesen. 47 
Verkehrserleichterungen sind besonders da erwünscht, wo die all 
gemeinen Verhältnisse auf Marktgärtnerei und ähnliche intensive Pro 
duktionen hinweisen, die Eisenbahn aber 15—20 und mehr Kilometer 
entfernt ist. England hat zwar ein zienilich enges Netz von Hauptlinien, 
aber fast gar keine Kleinbahnen (light railways). Die hohe Landeskultur- 
Belgiens wurde nur unter dem Schutz eines ausgedehnten Kleinbahnnetzes 
erreicht. Obwohl der Bau solcher Kleinbahnen für das Privatkapital im 
allgemeinen wenig Verlockendes hat, bringen die belgischen Kleinbahnen 
ungefähr 3°/o, und das nach Auffüllung eines Amortisationsfonds, der 
sie allmählich in den Besitz des Staates überführt. Da aber der Bahnbau 
vielfach den Landwert verdoppelt und verdreifacht, so könnte der Staat 
ihn sehr leicht für sich rentabel gestalten. Eine Enquete tut dringend 
not hinsichtlich: 1. der besten Mittel, um überhaupt den Kleinbahnbau 
zu fördern; 2. der Frage, ob der Staat, ob Lokalbehörden, ob Private 
oder Vereinigungen von zwei oder allen drei Faktoren Unternehmer sein 
sollten; 3. der Finanzierung. Sehr ratsam scheint es uns, daß der Staat 
und die betreffenden Lokalbehörden zusammen Kleinbahnen bauen und 
einen Landstreifen von je zirka 3 hui an beiden Seiten der Trace er 
werben. Auf diesem könnten Kleinfarmen und Heimstätten für Hand 
werker errichtet werden, die nicht unmittelbar auf die Stadt an 
gewiesen sind. 
Die Verbesserung der Lastkraftwagen legt die Frage nahe, ob sie 
nicht den Bau leichter Bahnen erübrigen. Die Light Railway 
Commissioners (Staatskommissare für das Kleinbahnwesen) sagen 
dementgegen in ihrem Bericht für 1912: Wo der Verkehr irgendwie 
erheblich ist, ist die Abnutzung der Wege durch die schweren Motor- 
wagen so groß, daß der Bau von Kleinbahnen vorzuziehen ist, und nur 
wo der Verkehr nicht umfangreich genug ist, um die Schienenstrecke 
genügend auszunützen, sollten Motorwagenlinien geführt werden. 
1909 hat eine Royal Commission sich mit dem Wassertransport 
beschäftigt. Sie hat seine Vorteile für schwere Massengüter konstatiert; 
wir wollen sie auch keineswegs in Frage ziehen, aber das bei weitem 
größere Bedürfnis scheint uns auf der Seite der Kleinbahnen und des 
Motorwagentransportes zu liegen. 
Viertes Kapitel. Landwirtschaftliches BildnngSwesen. 
Diese Frage scheint uns aus zwei Gründen sehr bedeutungsvoll, 
erstens nämlich weil bessere Fachbildung nötig ist, um überhaupt dem
	        

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Die Englische Agrarenquete von 1913. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1914.
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