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Zur Frage der Naturalteilung

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Bibliographic data

fullscreen: Zur Frage der Naturalteilung

Monograph

Identifikator:
882698974
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4771
Document type:
Monograph
Author:
Steinert, Valentin http://d-nb.info/gnd/1054405190
Title:
Zur Frage der Naturalteilung
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf. (Georg Böhme)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (66 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Abschnitt. Die Wirkungen der Naturalteilung im Grabfeld
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Zur Frage der Naturalteilung
  • Title page
  • Contents
  • I. Abschnitt. Die Geschichte der Naturalteilung im Grabfeld
  • II. Abschnitt. Die Wirkungen der Naturalteilung im Grabfeld

Full text

44 
wärts und bringt statt Grundvermögen bares Geld mit, so muß erst 
recht der Betrieb durch Zukauf von Grundstücken erweitert werden. 
Der Nachfrage nach Grundstücken wird durch Veräußerung von 
Losanteilen, von ganzen Anwesen, die durch Tod, Wegzug des Besitzers 
feil werden, endlich von Gütern im Zwangswege genügt. 
Außer Angebot und Nachfrage wirken noch andere Faktoren Preis 
bestimmend auf den Verkehrswert ein. Äcker in der Nähe des Dorfes 
erzielen höhere Preise als gleich fruchtbare, die au der Peripherie der 
Markung gelegen sind. Wir haben schon gelegentlich der Untersuchung 
der Parzellierung in Merkershauseu konstatiert, daß nach den dem 
Dorfe nahe gelegenen Äckern eine erhöhte Nachfrage besteht. Z Die 
Kauflust und Kaufkraft der Leute wird um so größer sein, je weniger 
sie mit Fristen aus vorhergehenden Strichen belastet sind. 
Zu abnormen Preisbildungen kommt es, wenn jeder der beiden 
angrenzenden Grundstücksbesitzer das inmitte liegende Grundstück für 
sich streichen will. Es ist im allgemeinen zu begrüßen, wenn der 
einzelne Grundbesitzer sein Grundstück durch Zukauf des anstoßenden 
auf eine wirtschaftlichere Größe bringen will; allein in manchen Fällen 
kann der dadurch erzielte Gewinn nicht den unrentablen Kauf des an 
grenzenden Grundstücks, dessen angelegter Wert zum Ertragswert in 
gar keinem Verhältnis steht, aufwiegen. Nicht selten ist die Existenz 
dessen, der sich bei der Versteigerung zu unsinnigen Geboten hinreißen 
läßt, in höchstein Grade gefährdet. 
Die Höhe der Bodenpreise im Grabfeld unterliegt in zeitlicher wie 
in örtlicher Beziehung großen Schwankungen. In den 90 er Jahren 
des vorigen Jahrhunderts waren die Bodenpreise etwas gedrückt, jetzt 
ziehen sie allgemein wieder an. Orte, deren Bevölkerung tut Ver 
hältnis zum verfügbaren Boden zu stark ist, zeichnen sich durch hohe 
Bodenpreise ans. So lvar die Gemeinde Saal von jeher ob ihrer 
hohen Bodenpreise bekannt und berüchtigt. Es mag dies von dem 
Umstand herrühren, daß anfangs und Mitte des vorigen Jahrhunderts 
das dort zahlreich vertretene Gewerbe (namentlich Leineweberei) durch 
die in den Städten aufblühende Industrie verdrängt wurde, was zur 
Folge hatte, daß in der späteren Zeit die starke Bevölkerung ausschließlich 
auf den Grundbesitz angewiesen war. Obwohl die Bevölkerung von 
1036 Einwohnern um das Jahr 1830 auf 929 um das Jahr 1903 
zurückging, ist doch noch die Bevölkerung im Verhältnis zur verfüg 
baren Fläche zu dicht. Die Gemeinde Aubstadt macht in neuerer Zeit 
Saal inbezug ans hohe Bodenpreise den Rang streitig. 
Bei unseren Erhebungen haben wir, da eine statistische Erfassung 
i) Oben S. 40.
	        

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Geschichte Der Volkswirtschaftlichen Lehrmeinungen. Verlag von Gustav Fischer, 1913.
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