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Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft

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Bibliographic data

fullscreen: Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft

Monograph

Identifikator:
882699261
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4781
Document type:
Monograph
Author:
Kanbe, Masao http://d-nb.info/gnd/11603548X
Title:
Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung Nachf. (Georg Böhme)
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (74 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
I. Teil. Einfluß der japanischen Volkswirtschaft auf den russisch-japanischen Krieg
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der russisch-japanische Krieg und die japanische Volkswirtschaft
  • Title page
  • Contents
  • I. Teil. Einfluß der japanischen Volkswirtschaft auf den russisch-japanischen Krieg
  • II. Teil. Einfluß des russisch-japanischen Krieges auf die japanische Volkswirtschaft

Full text

8 
garne, Zigaretten, Zündhölzer, Porzellan- und Töpferwaren, Papier, 
Sake, Bier, Seegras, rc.). Daß beide Länder, Korea sowohl, wie die 
Mandschurei als Absatzgebiete und als Bezugsquellen für Japan in 
Zukunft noch erheblich wichtiger werden, kaun man leicht daraus er 
sehen, daß die natürlichen Produktivkräfte beider Länder sehr große 
sind und nur der Anregung bedürfen, um ans ihrem wirtschaftlichen 
Schlummer geweckt zu werden. Es fehlt zwar an einer genauen Statistik 
über beide Länder, aber nach der Meinung Sachverständiger gibt es dort 
noch viele unbebaute Kulturflächen, auf denen ein reger Ackerbau sich 
entwickeln könnte, und auch die heute bereits durch Ackerbau in Be 
nutzung genommenen Landflächen lassen sich durch Anwendung moderner 
Kulturen und intensiverer Bewirtschaftung unzweifelhaft zu höheren 
Ernteergebnissen bringen. Zu all diesem tritt noch als wichtiges 
Moment hinzu, daß sowohl Korea wie die Mandschurei räumlich von 
Japan nicht sehr weit entfernt liegen. 
Die zweite Bedingung, welche ein Kolonisations- oder Aus- 
wanderungsgebiet erfüllen muß, ist die, daß es eine Bevölkerung be 
sitzt, welche eine niedriaere Kulturstufe innehat und tveniger Entwicklungs- 
I euergie verrät, als dies beim Mutterlande der Fall ist. Auch in dieser 
Hinsicht eignen sich Korea und die Mandschurei am besten für die 
japanische Expansionspolitik, da die dortige Bevölkerung nicht nur diese 
beiden Bedingungen vollständig erfüllt, sondern zudem auch für die 
japanische Kultur leicht empfänglich ist und jedenfalls einem allgemeinen 
und tiefergehenden Eindringen derselben keinerlei Hindernisse entgegeu- 
' stellen wird. Japan hat es daher auch in religiöser Beziehung leicht, 
sich hier ein Machtgebict zu begründen. Tritt dagegen ein aus 
wanderndes Volk in ein Siedelungsgebiet ein, dessen Bevölkerung eine 
höhere Kultur als die eigene besitzt, so wird das einwandernde Volk 
niemals Sieger in wirtschaftlichem Sinne werden, sondern stets der 
Arbeiter des Eingesessenen bleiben, auch wenn er Kapitalist oder Unter 
nehmer sein sollte; eigentlichen, großen, staatlichen Machtbesitz wird er 
in diesem Lande, das ihm etvig innerlich fremd bleibt, nie erringen. 
Die dritte Bedingung eines Auswanderungsgebietes ist meines 
Erachtens die, daß es ein möglichst ähnliches Klima, die Bevölkerung 
dieselben oder doch wenigstens ähnliche Gewohnheiten in bezug auf 
Sitten, Religion, Sprache und dergleichen besitzen muß. Es erscheint 
mir hier überflüssig, die bedeutenden Schwierigkeiten hervorzuheben, 
welche Europäern bei der Kolonisierung wildfremder Länder entgegen 
treten, aber um so mehr muß in diesem besonderen Falle daraufhin 
gewiesen werden, daß unsere japanische Lebensweise nicht in einem so 
großen Gegensatze zu derjenigen der Bewohner Koreas und der Mand 
schurei steht, als dies in dem angezogenen Beispiele bei den Europäern
	        

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Der Russisch-Japanische Krieg Und Die Japanische Volkswirtschaft. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung Nachf. (Georg Böhme), 1906.
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