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Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883192993
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20681
Document type:
Monograph
Author:
Wagner, Curt
Title:
Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1907
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 113 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Die einzelnen Zweige der deutschen Konservenindustrie
  • III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
  • IV. Schluß
  • Anhang. Upton Sinclairs „The jungle“

Full text

32 
die Konservenfabrikanten den größten Teil ihres Bedarfes noch immer 
im Braunschweiger Lande, um so lieber, als die Braunschweiger Erbse 
sowohl wie die Bohne an Qualität hinter der süddeutschen keineswegs 
zurücksteht. 
Um die Hebung des Gemüsebaues, insbesondere des Spargel 
baues im allgemeinen, hat sich der Braunschweiger Gemüsebau verein, 
zu dem sich im Jahre 1885 die Gemüsebauer der Umgegend zu 
sammengeschlossen haben, große Verdienste erworben. Als seine 
Hauptaufgabe betrachtete es der Verein, das Interesse der Produ 
zenten den Händlern und Konservenfabrikanten gegenüber wahrzu 
nehmen. Er richtete sein Augenmerk dabei vor allem auf die Er 
zielung einheitlicher Preise und einheitlicher Sortierung. In erster 
Beziehung gelang es dem Verein in der Tat bald, die Preise für Ge 
müse einheitlich und — den Fabrikanten gegenüber — einseitig fest 
zusetzen. Infolgedessen sahen sich die Fabrikanten nach den für die 
Konservenindustrie überaus ungünstigen Jahren 1893 und 1894/), im 
Winter 1894/95 veranlaßt, sich gleichfalls zu einer Vereinigung („Ver 
einigte Konservenfabriken Braunschweigs und Umgegend“) zusammen 
zuschließen, um in der Lage zu sein, bei der Feststellung der Preise 
für das Rohprodukt mitzuwirken. 
Nach den Angaben einiger Braunschweiger Fabrikanten und 
des Braunschweiger Gemüsebauvereins gestalteten sich die Preise für 
Rohgemüse in den Jahren 1885—1905 folgendermaßen: 
(S. Tabellen S. 33 u. 34.) 
Die nachfolgende Tabelle (S. 35) gibt eine Übersicht über den 
Durchschnitts-Gemüseverbrauch der 16 größten und maßgebenden 
Konservenfabriken in Braunschweig, die 100 Arbeiter und mehr be 
schäftigen. Die meisten dieser Fabriken haben eigene Landwirtschaft, 
beziehen aber trotzdem aus großen und kleinen landwirtschaftlichen 
Betrieben noch erhebliche Mengen Gemüse. Die größte Konserven 
fabrik in Braunschweig, die Firma Max Koch, verarbeitet im Durch 
schnitt 17 250 Zentner Spargel, die auf einer Feldfläche von 1 350 Morgen 
gezogen werden. Hiervon bewirtschaftet die Firma selbst 200 Morgen 
Spargelland, während 420 Spargellieferanten die übrige Fläche für 
die Firma anbauten. Das Höchstquantum Erbsen, das die Firma im 
Jahre 1905 verarbeitete, betrug 19000 Zentner, die von einer Feld 
fläche von 400 Morgen geerntet wurden. Der eigene Erbsenanbau 
1) In den Jahren 1894 und 1895 standen die Verkaufspreise so wenig im Verhältnis 
zu den Einkaufspreisen, daß Stangenspargel und Erbsen weit unter Selbstkostenpreis abge 
geben wurden und andere Artikel ohne nennenswerten Nutzen verkauft werden mußten.
	        

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Konserven Und Konservenindustrie in Deutschland. Verlag von Gustav Fischer, 1907.
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