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Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Konserven und Konservenindustrie in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883192993
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-20681
Document type:
Monograph
Author:
Wagner, Curt
Title:
Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
Place of publication:
Jena
Publisher:
Verlag von Gustav Fischer
Year of publication:
1907
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 113 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Konserven und Konservenindustrie in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Die einzelnen Zweige der deutschen Konservenindustrie
  • III. Absatz und Absatzverhältnisse der Konserven
  • IV. Schluß
  • Anhang. Upton Sinclairs „The jungle“

Full text

8 4 
erwachsen, die Beseitigung der Freibänke und die Verarbeitung des 
Freibankfleisches zu Konserven und Corned beef unter Aufsicht der 
Behörden an, da sanitäre Bedenken nicht entgegengesetzt werden 
können. 
Über diesen Plan fand im preußischen Landwirtschafts-Ministerium 
eine längere Beratung statt, zu welcher Vertreter des Fleischergewerbes, 
der Landwirtschaft und andere Sachverständige berufen wurden. Der 
Vorschlag begegnete allgemein freundlicher Aufnahme; bei der Pr u " 
fung der Verwirklichung tauchten aber große Schwierigkeiten auf. 
Einig war man darin, daß derartige Büchsenfleischfabriken nur m 
großen Gemeinden, wohl ausschließlich in Provinzialhauptstädten 
würden bestehen können. Der Vorsitzende der Konferenz, Geh. R at 
Schröter, gab am Schlüsse die Erklärung ab, daß der Minister sicher 
lich, soweit es ihm möglich sei, die Verwirklichung des Gedankens 
begünstigen werde, bezweifelte aber, daß zur Ausführung staatliche 
Mittel zur Verfügung stünden. Es wurde darauf hingewiesen, daß 
die Gemeinden, das Fleischergewerbe oder die Schlachtvieh-Versiche 
rungen, die am meisten von der Frage berührt würden, die Mittel 
für die Errichtung der Fabriken aufbringen müßten. Ein Beschluß 
über die Angelegenheit wurde s. Zt. nicht gefaßt und man hat von 
dieser Angelegenheit auch nichts wieder gehört. 
Außer der Einfuhr von Fleisch in luftdichten Gefäßen verbietet 
das Fleischbeschaugesetz bei der gewerbsmäßigen Zubereitung v ° n 
Fleisch die Verwendung solcher Stoffe oder Verfahren, die der Wal® 
eine gesundheitsschädliche Beschaffenheit zu verleihen vermögen. ü er 
Bundesrat erließ dann im Februar 1902 genaue Bestimmungen, dm 
die verbotenen Substanzen nannten. Hierunter befand sich auch d‘ e 
Borsäure, die bisher in der Fleichwarenherstellung allgemein groß 6 
Verwendung gefunden hatte, während die übrigen Stoffe nur wenig 
angewendet wurden. Die Borsäure hatte sich seit ihrer Erfindung 
gut eingeführt, hatte die Fabrikation und namentlich die Haltbarkeit 
der Fleischwaren sehr erleichtert und war auch bei der Herstellung 
von Dosenfleisch nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen 
Staaten in umfangreichem Maße verwendet worden. Bei dem Verbot 
der Borsäureverwendung erhob sich daher ein Sturm der Entrüstung 
in den Kreisen der deutschen Fleischwarenhändler und Fleisch waren- 
fabrikanten, und man behauptete, daß eine Herstellung von Dosen 
fleisch ohne Borsäure nicht möglich sei. Es mag dahingestellt bleiben, 
ob die Borsäure auf den Menschen gesundheitsschädigend wirkt oder 
nicht. Die Meinungen der Sachverständigen gehen hier auseinander, 
und es ist ja auch schwierig festzustellen, welche Mengen schädlich
	        

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Konserven Und Konservenindustrie in Deutschland. Verlag von Gustav Fischer, 1907.
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