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Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

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Bibliographic data

fullscreen: Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe

Monograph

Identifikator:
883823179
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-4396
Document type:
Monograph
Author:
König, Joseph http://d-nb.info/gnd/119182084
Title:
Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
Edition:
Dritte, neubearbeitete Auflage
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlagsbuchhandlung Paul Parey
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (XXIII, 1083 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Untersuchung von Boden
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Untersuchung landwirtschaftlich und gewerblich wichtiger Stoffe
  • Title page
  • Contents
  • Untersuchung von Boden
  • Tierische Entleerungen und Stallmist
  • Künstliche Düngemittel
  • Asche von Pflanzen, tierischen Stoffen und Brennstoffen
  • Futtermittel
  • Die Untersuchung der Sämereien
  • Milch und Molkerei-Erzeugnisse
  • Speisefette und -öle
  • Bienenhonig
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Zuckerfabrikation
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Stärkefabrikatiom
  • Rohstoffe und Erzeugnisse der Spiritusfabrikation
  • Bier und seine Rohstoffe
  • Obst- und Beerenfrüchte sowie deren Erzeugnisse
  • Wasser
  • Beschädigungen der Vegetation durch Rauch und Staub
  • Untersuchung der Schafwolle
  • Bienenwachs
  • Schmiermittel
  • Index

Full text

Untersuchung der Mineralböden. 27 
heißem Wasser ausgewaschen, nach dem Verbrennen des Filters bis zum gleichbleibenden 
Gewicht des Rückstandes geglüht und dieser als Manganoxyduloxyd (Mn 3 04) in 
Rechnung gebracht. 
Bei Anwendung von kohlensaurem Natrium anstatt des kohlensauren Ammons muß 
man Filtrat und Waschflüssigkeit zur Trockne eindampfen, den Rückstand mit Wasser 
aufnehmen und die hierbei ungelöst bleibenden Flocken von Manganoxyd auf einem be 
sonderen Filter sammeln, auswasohen und mit dem Hauptniederschlag glühen; die geglühte 
Masse ist dann noch mit siedendem Wasser wiederholt auszuziehen, auf einem kleinen 
Filter auszuwaschen und wiederum zu glühen, bis das Gewicht unveränderlich hleibh 
Am bequemsten fällt man das Mangan mit Br omluft. 1 ) Ein durch ein Wasser 
trommelgehläse erzeugter Luftstrom geht durch eine Bromwasser enthaltende Wasch 
flasche, auf deren Boden sich Brom befindet, tritt dann mit Bromdampf geschwängert 
durch eine möglichst kurze Gummisohlauchverbindung und durch eine in doppelt 
durchbohrtem Kautschukstöpsel steckende Glasröhre in die sehr stark ammo- 
niakalisch 2 ) gemachte, nicht eingedampfte Manganlösung, die sich in einem großen 
Erlenmeyer-Kolben befindet. Die abgehenden Dämpfe gelangen mittels einer 
Rohrleitung ins Freie. Wenn die sohwarzbraunen Flocken des Mangannieder- 
schlages sich scharf abgeschieden in der Flüssigkeit zeigen und letztere bei durch 
fallendem Lichte nur noch bräunlich bis gelblich von sehr fein verteiltem Nieder 
schlage erscheint, so ist die Fällung beendet. Die Flüssigkeit muß nach der 
Fällung noch ammoniakalisch sein; man setze deshalb vor derselben einen ziemlichen 
Uberschuß von Ammoniak hinzu; dann hat man weder die Bildung von Bromstick 
stoff noch eine unvollständige Fällung zu befürchten. In der Regel genügt zur 
Fällung von schon ziemlich bedeutenden Mengen Mangan ein etwa 15—20 Minuten 
langes Durchleiten. Nach beendeter Fällung vertauscht man die Bromflasche mit 
einer solchen, die ammoniakalisches Wasser enthält, und läßt etwa 15 Minuten lang 
einen lebhaften Luftstrom durch die Flüssigkeit streichen, welcher zurückgehaltenes 
Brom austreibt; auch wird hierdurch der Niederschlag sehr feinflockig und setzt 
sich gut ab. Man filtriert dann, wäscht mit kaltem Wasser aus und verfährt mit 
dem Mangansuperoxyd weiter, wie oben angegeben ist. 
Auch kann man das Mangan in ammoniakalischer Lösung durch Wasser 
stoffsuperoxyd fällen. 
ä) Bestimmung des Kalkes. Die von dem Mangansuperoxyd ahfiltrierte 
Flüssigkeit erhitzt man bis zum Sieden, neutralisiert (wenn das Mangan aus sauerer 
Lösung gefällt worden ist) mit Ammoniak und fällt den Kalk mit oxalsaurem Ammon 
in der Siedehitze, läßt 12 Stunden stehen, filtriert, wäscht mit heißem Wasser aus 
und wägt denselben entweder: 
1. als kohlensaures Calcium (CaC0 3 ), indem man das oxalsaure Calcium 
Uber einem gewöhnlichen Bunsensehen Brenner verbrennt. Das so gebildete kohlen 
saure Calcium verliert beim schwachen Glühen keine Kohlensäure. Zur Sicherheit 
wird dasselbe jedoch mit kohlensaurem Ammon behandelt, indem man kleine Stückchen 
davon in den Tiegel wirft und bei aufgelegtem Deckel erhitzt, bis das Gewicht des 
kohlensauren Calciums nach wiederholter Behandlung unverändert bleibt; oder 
2. als schwefelsaures Calcium (CaS0 4 ). Man setzt zweckmäßig schon zu 
dem oxalsauren Calcium die Schwefelsäure zu und glüht dann nach dem Verbrennen 
des Filters den Rückstand, setzt nochmals etwas Schwefelsäure zu und glüht aber- 
] ) Zeitschr. f. anal. Chemie 1883, 22, B20. 
2 ) Das hierzu verwendete Ammon muß vollständig kohlensäurefrei sein.
	        

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Die Untersuchung Landwirtschaftlich Und Gewerblich Wichtiger Stoffe. Verlagsbuchhandlung Paul Parey, 1906.
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