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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

59 
nach den fortwährenden schweren Schlägen mehr und mehr auch wirt 
schaftlich solidarisch gegen den Islam zu fühlen begann und ihre Ab 
hängigkeit von demselben in so wertvollen und noch dazu unentbehrlich 
gewordenen Produkten, wie es der Alaun gewesen war, drückend empfand. 
Vielleicht auch hatte schon seit längerer Zeit die im Laufe der Welt 
geschichte bis in unsere Tage in fast unendlichen Modifikationen so oft 
zu beobachtende Wirtschaftspolitik eingesetzt, daß nämlich der im offenen 
Kampfe unterlegene oder für weitere offene Waffengänge zu schwache 
Gegner sich auf einen stillen wirtschaftlichen Antipathiekampf verlegt. 
Die Alaunsiedereien waren in Kleinasien groß geworden, weil dort 
die Stätten ihres Hauptverbrauches gelegen hatten, aber mit dem 
Wandern der Araber nach Westen und mit dem Eindringen orien 
talischer Kunstfertigkeit im Abendlande war auch dort große Nachfrage 
nach Alaun entstanden, welche freilich zunächst fast nur aus der Levante 
befriedigt worden war; die handeltreibenden Republiken Italiens hatten 
natürlich zunächst wenig Interesse an der Verpflanzung der Alaun 
fabrikation nach dem Abendlande gehabt, da dies für sie eine ganz 
bedeutende Einbuße in ihren Einnahmen bedeutet hätte. Alaun erscheint 
immer als einer der vorzüglichsten Handelsartikel, welcher über die 
italienischen Handelsrepubliken bezogen wird, so auch, um nur ein Bei 
spiel anzuführen, in einem Friesacher Mauthtarif vom Jahre 1425 Z. 
Diese Verhältnisse gestalteten sich nunmehr, da die Türken Herr der 
Alaungruben geworden waren, da die italienischen Alaunpächter in 
Kleinasien in steter Unsicherheit lebten, da stets große Geldsummen in 
islamitische Hände aus Alaunlieferungen flössen, da die Sultane aus 
angeblichen oder wirklichen Alaunlieferungen ungeheure Geldforderungen 
an die italienischen Handelsrepubliken für sich herleiteten, da durch die 
hohen Tribute an die Türken die Alaunpreise noch gestiegen waren, da 
selbst die griechischen und italienischen Arbeiter in den Alaunwerken in 
steter Lebensgefahr schwebten, mit einem Schlage anders. Es mußten 
nunmehr alle Versuche gemacht werden, die neue Alaunprovenienz für 
das Abendland in Italien zu etablieren. Wir haben ja gesehen, daß 
die kleinasiatischen Alaunprovenienzen schon im 13. und 14. Jahrhundert 
keineswegs die einzigen gewesen waren, wenn sie auch nach der Menge 
ihrer Produktion alle anderen ungeheuer überwogen. In Neuphocäa 
hatten schon 1307 über 3000 Griechen sich mit der Alaunbereitung 
beschäftigt^), ihre Zahl war in der Folge eher noch gestiegen, und als 
nun nach dem Blutbad von Konstantinopel 1453 die dort ansässigen 
italienischen Kaufleute nach der Heimat ftüchteten, als nach dem Über 
fall von Neuphocäa die Alaunarbeiter ebenfalls fliehen mußten, können 
-) Simonsfeld 1887, Bd. II, S. 104, 198. 
>) Heyd 1879, Bd. I, S. 508.
	        

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Rapport Sur L’organisation de L’enseignement Industriel En Allemagne et En Suisse. Impr. Impériale, 1865.
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