Digitalisate EconBiz Logo Full screen
  • First image
  • Previous image
  • Next image
  • Last image
  • Show double pages
Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Die Entwicklung der Weißgerberei

Access restriction


Copyright

The copyright and related rights status of this record has not been evaluated or is not clear. Please refer to the organization that has made the Item available for more information.

Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

— 61 
Alaunmonopols eine energische Mitwirkung üben. So kam es, daß die 
Alaungruben zu Volterra und andere kleine Alaunsiedereien, welche um 
die Mitte des 15. Jahrhunderts massenhaft entstanden waren, eingingen 
und verschwanden, während der Alaun von Civita Vecchia souverän 
und konkurrenzlos das weite Feld behauptete. Die Alaunpreise stiegen 
und stiegen und wurden schließlich unter dem Schutze dieses Monopols 
so stark in die Höhe geschraubt, daß der Alaunbezug aus Spanien oder 
sogar aus Kleinasien trotz der damaligen hohen Frachtspesen billiger 
war als der Alaun aus dem Kirchenstaate. 
So wurde Philipp der Schöne von Österreich 1504 mit der Strafe 
der Exkommunikation bedroht, als er Alaun aus Kleinasien bezog; im 
allgemeinen aber waren solche Fälle verhältnismäßig selten, in welchen 
türkischer Alaun gegen den Alaun aus dem Kirchenstaate, welch letzterer 
allgemein nur noch der „römische" genannt, und unter diesem Namen 
ob seiner vorzüglichen Qualität hoch geschätzt wurde, auf den Plan trat; 
denn die europäischen Völker, welche sich während der Kreuzzüge Jahr 
hunderte laug merkwürdig offen nach außen hin gezeigt hatten, waren 
nach einem Prozeß der Selbsteinkehr und der Konsolidation zu immer 
geschlosseneren Formen des Wirtschaftssystems übergegangen, und so 
drückende Mouopolausbeutungen wie die von seiten der Päpste durch 
den Alaun mußten bei den herrschenden wirtschaftlichen Anschauungen 
und der damaligen Lage der Verkehrswirtschast nicht, wie dies heute 
der Fall wäre, immer neues Angebot aus immer größeren Fernen 
herbeilocken, sondern sie mußten Bestrebungen zur wirtschaftlichen Selbst 
hilfe innerhalb jener geschlossenen Kreise erzeugen und fördern. 
So entstanden im Laufe des 16. Jahrhunderts eine ganze Reihe 
von Alaunwerken außerhalb Italiens, so in Böhmens, in Spanien, 
in England, Schweden * 2 ), später auch in Jütland, in Schonen, in Öster 
reich, in Toskana, auf Sizilien u. a. 3 ), wobei man nicht selten heimlich 
päpstliche Alaunmeister und Arbeiter zur Einführung dieser neuen 
Fabrikation kommen ließ 4 ). So hatte die päpstliche Alaunpolitik gerade 
das Gegenteil der Absicht erreicht und wesentlich zur Verbreitung der 
Alaunfabrikation in Europa beigetragen. 
Auch in Deutschland waren natürlich die gleichen Bestrebungen 
wie im übrigen Europa wach geworden. Schon Basilius Valentinus 
sprach von Alaunwassern, welche sich an mehreren Orten Deutschlands 
finden 5 ), eines der ersten deutschen Alaunwerke wurde 1554 zu Ober- 
0 Roth 1800, Bd. III, S. 20—21; Beckmann 1784, Bd. II, S. 140. 
-) Beckmann 1784, Bd. II, S. 140, 143, 144; Kopp 1843, Bd. IV, S. 56 ff. 
-) Krünitz 1782, Bd. I, S. 475—476. 
4 ) Roth 1800, Bd. III, S. 21; Beckmann 1784, Bd. II, S. 140 ff. 
°) Kopp 1843, Bd. IV, S. 56 ff.
	        

Download

Download

Here you will find download options and citation links to the record and current image.

Monograph

METS MARC XML Dublin Core RIS Mirador ALTO TEI Full text PDF EPUB DFG-Viewer Back to EconBiz
TOC

Chapter

PDF RIS

This page

PDF ALTO TEI Full text
Download

Image fragment

Link to the viewer page with highlighted frame Link to IIIF image fragment

Citation links

Citation links

Volume

To quote this record the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Chapter

To quote this structural element, the following variants are available:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

This page

To quote this image the following variants are available:
URN:
Here you can copy a Goobi viewer own URL:

Citation recommendation

Encyklopädie Der Rechtswissenschaft. Duncker & Humblot [u.a.], 1904.
Please check the citation before using it.

Image manipulation tools

Tools not available

Share image region

Use the mouse to select the image area you want to share.
Please select which information should be copied to the clipboard by clicking on the link:
  • Link to the viewer page with highlighted frame
  • Link to IIIF image fragment

Contact

Have you found an error? Do you have any suggestions for making our service even better or any other questions about this page? Please write to us and we'll make sure we get back to you.

What is the fourth digit in the number series 987654321?:

I hereby confirm the use of my personal data within the context of the enquiry made.