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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

76 
Eine hervorragende Rolle unter den ausländischen Gerbstoffen 
nimmt das Quebrachoholz ein, welches zu den gerbstoffreichsten Stub 
stanzen gehört, welche man kennt. Die Geschichte seiner Einführung soll 
hier kurz gestreift werden. In dem Konkurrenzkämpfe zwischen Eichen 
schälwald und ausländischen Gerbematerialien war es 1879 gelungen, 
auf ausländische Gerbstoffe einen niedrigen Zoll zu legen, um dadurch 
den Verbrauch an Eichenlohe zu steigern. Allein gerade das Quebracho- 
holz war durch den Zoll nicht getroffen, es wurde in steigenden Mengen 
eingeführt, und im Laufe der 80 er Jahre ging infolgedessen der Ver 
brauch an Eichenlohe so stark zurück, daß man 1892 die Gerbstoffzölle 
wieder fallen ließ. Wohl kein Punkt in der deutschen Lederindustrie 
hat eine solch ungeheure Litteratur in Fachzeitschriften und einzelnen 
Broschüren, Flugblättern usw. hervorgerufen als der Kampf um diese 
Gerbstoffzölle. 1902 war es dennoch gelungen, auf Quebracho einen 
erneuten hohen Zoll zu legen, welcher aber der deutschen Lederindustrie 
nicht mehr so viel geschadet hat, da heute aus der ganzen Oberleder 
industrie vegetabilische Gerbstoffe durch das Chrom vollständig ver 
drängt sind. 
Ein Moment hat die Einführung der ausländischen Gerbstoffe in 
den letzten Jahrzehnten noch besonders befördert, das ist die Herstellung 
der Gerbstoffextrakte. Schon 1768 hatte man das Dividivi großenteils 
mit Rücksicht auf die hohen Transportkosten bei verhältnismäßig ge 
ringem Gerbstosigehalt fallen lassen. Die Erfindung der Schnellgerberei 
durch Seguin anfangs der 90 er Jahre des 18. Jahrhunderts hatte 
sich der Brühengerbung bedient und Hermbstüdt hatte, darauf fußend, 
bereits 1807 Z die Herstellung eines Extraktes aus Eichenlohe zur Kon 
sistenz des Mußes vorgeschlagen, um dadurch die Transportkosten um 
90°/g zu vermindern. Er glaubte auf diese Weise das Eichenschälwald 
problem für die nicht an Eichenwäldern gelegenen Gerberein zu lösen. 
Es scheint sich jedoch die Extraktion damals ziemlich langsam eingeführt 
zu haben, 1820 wird sie noch nicht im großen ausgeübt^), aber 1829 
kommen bereits Lohextrakte aus Eichenrinde, Mimosenrinde, aus der 
Rinde des Manglebaumes vor^). Mit der Einführung der Schnell 
gerberei hat sich naturgemäß die Brühengerbung eingeführt, aber in der 
Mitte des 19. Jahrhunderts 4 ) stellen die englischen Gerber die Extrakte 
aus den Gerbstoffen noch selbst her, und auch heute noch kann man 
zahlreiche Etablissements besuchen, wo die Brühen erst kurz vor dem 
Gerben bereitet werden. Einen eigentlichen Fortschritt brachte hier erst die 
Gerbstoffzollpolitik. Das Quebrachoholz hatte seit 1879 den deutschen 
0 Hermbstädt 1807, Bd. II, S. 216. 2 ) Keeß 1820, S. 15. 
s ) Keeß 1829, Bd. I, S. 36. 4 ) A. London 1851, Bd. I, Gerbstoffe.
	        

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Principes d’Économie Politique. Sirey, 1926.
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