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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

192 
sorgsam vom Staate und von der Gesellschaft groß gezogenen Ent- 
wicklungs- und Propagierungsmittel nicht hatten durchsetzen können. 
§ 21. Die Bewegung der Gerbemethoden in Gebiete 
verschiedenen wirtschaftlichen Charakters. 
Anders, oder doch mit anderen Folgen als in der bisher be 
sprochenen Weise geschieht im allgemeinen die Bewegung der Produk 
tionsprinzipien in Gebiete verschiedenen wirtschaftlichen Charakters. Ich 
habe früher darauf hingewiesen, daß eine Gerbemethode im allgemeinen 
als Produkt bestimmter wirtschaftlicher Bedingungen zu betrachten ist, 
daß deshalb jede Gerbemethode einen heimatlichen Boden hat, welchen 
sie ohne weiteres nicht verläßt, und daß deshalb bestimmte Folgen un 
ausbleiblich sind, wenn sie sich freiwillig oder gezwungen zur Wanderung 
in artfremde Gebietsteile angeschickt hat. 
In sozialer Hinsicht wird die tiefgreifendste Wirkung ausgeübt 
beim Eindringen einer Gerbemethode in eine Bevölkerung, bei welcher die 
Gerberei bisher zu den unbekannten Künsten der Gewerbe gehörte; denn 
die das Gewerbe ausübenden Gewerbetreibenden werden sozial so tief 
alteriert, daß sie schließlich einen eigenen Stand bilden, welcher von 
der Gesellschaft ausgeschlossen erscheint. Beispiele hierfür bietet vor allen 
Dingen der Ostrand von Afrika, an welchem durch langsame Diffusion 
von den asiatischen Kulturvölkern her vegetabilische Gerbemethoden ein 
gedrungen sind. Solche Fälle liegen vor bei den Namaqua ft, bei den 
Bongo ft, dann auch bei den Abessinischen Gerbern und Sattlern ft; 
die Abessinischen Fagi z. B. stehen im Rufe von Hexenmeistern, welche 
sich nachts in Hyänen verwandeln; um sein Volk vor dem Bösen Blick 
dieser Zauberer zu schützen, ließ ein abessinischer König einige Hundert 
derselben aus dem Wege räumen. Eine zweite Kontaktzone in Afrika 
liegt vor im Sudan, wo hauptsächlich von Spanien und Marokko her 
die Gerberei eingeführt wurde; die Haussa und Manding sind hier durch 
ihre Lederindustrie und Lederfärberei berühmt ft, aber die unsteten 
Pariahvölker im Gallalande, in einem Teile Senegambiens und in 
dessen Hinterland, welche sich mit der Gerberei beschäftigen, gehören 
ebenfalls zur verachteten Bevölkerung des Landes ft. Als letztes Bei 
spiel dieser tiefen sozialen Alteration seien die japanischen Gerber an 
geführt. In Japan, wo religiöse Vorstellungen der Seelenwanderung 
das Töten der Tiere verbieten, wo daher die Gerberei zu den ge- 
-) Ratzel 1894, Bd. 7, S. 702. 
2) Ratzel 1895, Bd. 77, S. 268; Schurtz 1900, S. 316. 
°) Ledermarkt 1893, S. 601. *) Schurtz 1900, S. 316, 162. 
B ) Schurtz afr. 1900, S. 91.
	        

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Grundfragen Der Englischen Volkswirtschaft. Verlag von Duncker & Humblot, 1913.
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