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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

193 
miedenen Beschäftigungen des Volkes gehört, wo die ganze Lebens 
haltung nicht auf Lederverbrauch eingerichtet ist, wurde die Gerberei 
nach der Überlieferung durch koreanische Kriegsgefangene eingeführt x ); 
ihnen gestatteten ihre religiösen Vorstellungen die Ausübung dieses 
Berufes, aber die Folge war der vollkommene gesellschaftliche Boykott, 
welcher so weit führte, daß die Deta oder Etas, Gerber, Gerbergehilfen 
und Lederhändler zusammen mit den Abdeckern und den Hinin, den 
obdachlosen Strolchen japanischen Ursprungs, die tiefste Schicht der 
japanischen Bevölkerung bildeten; sie wurden nicht einmal mehr zu den 
Kasten des Landes, deren es acht gab, gerechnet, sie waren auf ihre eigenen 
Dörfer beschränkt, sie durften die Städte nicht betreten, ihre Dörfer wurden 
in den Verzeichnissen der Entfernungen nicht erwähnt, und ihre Zahl 
wurde bei der Volkszählung nicht mit aufgenommen 2 ). Dieser Zustand 
dauerte fort bis zur Beendigung des alten Regims 3 ), und wir werden 
noch die Mittel kennen lernen, welche die Einwanderung der Gerberei in 
diesen ihr so fremd gegenüber stehenden Wirtschaftskreis ermöglichten. 
Nicht weniger tief als die Gewerbetreibenden in ihrer sozialen 
Stellung werden auch die Gerbemethoden selbst in ihrem Wesen beein 
trächtigt, wenn sie in Gebiete gelangen, bei welchen eine wirtschaftliche 
Bereitschaft zu ihrer Aufnahme nicht vorhanden ist. Sowohl in Japan 
ist die Ware der Etas, wie auch in Afrika das Produkt der unstäten 
Pariahvölker von nur geringer Qualität, vor allen Dingen aber dient 
uns als außerordentlich interessantes Beispiel die ungarische Weißgerberei, 
tvelche außerdem noch eine sehr primitive Form der Gerbung darstellt. 
Wir haben dieungarifcheWeißgerberei unter den Schematen 4 ) 
als eine Alaun-Fettkombination, als eine in bezug auf den Gerbeprozeß 
hoch entwickelte Form der Gerberei kennen gelernt, aber das gleiche 
Schema zeigt uns, daß die den Gerbeprozeß vorbereitenden Operationen 
äußerst primitive sind: es sind ausschließlich mechanische Operationen; 
eine Lockerung des Haares zwecks Enthaarung fällt weg, die Haare 
werden mit dem Putzmesfer abgeschoren, und die Haarwurzeln bleiben 
in der Haut stecken. Die Epidermis wird nicht entfernt, die Narbe 
Ulcht freigelegt, und keine Lockerung des Hautgewebes durch Schwellen 
oder Beizen bereitet den eigentlichen Gerbeprozeß vor. Auf eine Be- 
bandlung mit Alaun und Kochsalz folgt nach dem Trocknen ein Richten 
auf der Reckbank; wir sind damit eigentlich schon in die Zurichterei 
eingetreten, aber nun erfolgt als zweite Gerbung das Tränken der Haut 
wit heißem Talg und das Einbrennen des Fettes in die Haut über 
glühenden Kohlen. Die Nacharbeit ist so kurz als möglich: Ein 
Trocknen unter freiem Himmel, und das Leder ist gebrauchsfertig. 
x ) Bücher 1893, S. 182; Schurtz 1900, S. 160. -) Gerberzeitung 1862, S. 42. 
3 ) Deutsche Gerberzeituug 1880, Nr. 35. 4 ) Vgl. S. 100. 
®6ett, Entwicklung der Weißgerberei. 
13
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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