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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
2.Teil. Die Produktionsprinzipien
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

196 
Ledermanufaktur entstanden sei. Wer die allgemeinen wirtschaftlichen 
Strömungen und den wirtschaftlichen Sprachgebrauch und Stil in Hermb- 
städts Zeitgenossen kennt, wundert sich nicht über diese Behauptung 
Hermbstädts, wer aber den wirtschaftlichen Charakter Frankreichs zur 
Zeit Heinrichs IV. kennt, findet obige Notiz sicherlich merkwürdig. Die 
ganze Kontroverse aber erübrigt sich durch die Tatsache, daß in einer 
Nürnberger Lederschauer-Alt-Ordnung von 1539 *) bereits „hungerisch 
leder und geryme" erwähnt wird, also Leder und Riemen auf ungarische 
Art, und nach dem Inhalt dieser Ordnung zu schließen haben diese 
ungarischen Lederwaren einen nicht unbedeutenden Teil des Handels der 
hier in Betracht kommenden Lederarbeiter ausgemacht. Wir sehen also 
daß die Methode der ungarischen Gerberei schon im ersten Drittel des 
16. Jahrhunderts in Deutschland bekannt gewesen ist, wahrscheinlich 
nicht eingeführt im Anschluß an einen oder zwei Namen, sondern langsam 
verbreitet mit der Ware, vielleicht auch durch wandernde Gesellen. 
Die Lederordnung orientiert uns aber noch weiter. Fragen wir näm 
lich nach der wirtschaftlichen Einfügung der ungarischen Gerberei in die 
herrschende Gewerbe-Verfassung, so sehen wir, daß sie bereits damals 
von den Rotgerbern ausgeübt worden ist^). Die Zuteilung dieser 
merkwürdigen Gerbemethode gerade zu den Rotgerbern, welche mit Alaun 
und Talg und glühenden Kohlen sonst gar nichts zu tun haben und auch 
gar nicht darauf eingerichtet sind, wird uns erklärlich aus dem Bestreben 
der Handwerksumgrenzung: Die ungarische Gerberei ist eingedrungen 
als die Gerberei der schweren Häute, und damit gehört sie zur Domäne 
des Rotgerbers; denn dieser ist schon nach seinem ganzen materiellen 
Befinden allein in der Lage, einen solchen Prozeß auf einem solchen 
Rohmaterial in größerem Umfang durchzuführen. 
Wird es uns so verständlich, daß die ungarische Gerberei der Rot 
gerberei angegliedert wurde, so müssen wir uns andererseits fragen, warum 
diese Gerbemethode nicht zur Bildung eines eigenen Handwerks Veranlassung 
gegeben hat. Das ist mit einer einzigen und kurz dauernden, auf ganz 
besondere Verhältnisse zurückzuführenden Ausnahme in Frankreich 3 ) nirgends 
der Fall gewesen, und diese Tatsache orientiert uns über den Zeitpunkt der 
Einwanderung dieser Methode. Wir erfahren daraus, daß die Ein 
wanderung zu einer Zeit geschehen sein muß, in welcher die Konsolidation 
des Handwerks bereits erfolgt war; wenn wir alle hier gegebenen Daten 
und den Zustand des Handwerks jener Zeit zusammennehmen, werden 
wir das 15. Jahrhundert als Zeit der Einwanderung annehmen, nicht 
viel früher, und auch nicht viel später. 
i) Nürnberg 1535, M. S. 452, S. 270 b (93 b). 
s ) Nürnberg 1629, M. S. 454, S. 216 a (202 a); Nürnberg Kreisarchiv 
S. I. L. 581, Nr. 23. 3 ) Vgl. S. 198.
	        

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Handbuch Der Vergleichenden Statistik Der Völkerzustands- Und Staatenkunde. Meyer & Zeller, 1857.
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