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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

215 
sich der Begriff der Werkstatt nicht selten in eine Vielheit verschiedener 
Örtlichkeiten zerlegen kann (vgl. S. 136 ff.). 
Unter solchen Verhältnissen erscheint Stör arbeit in der Gerberei 
von vornherein nicht ausgeschlossen und keineswegs als unmöglich. 
Der Hutmacher in Bulgariens der Riemenseilflechter in Georgiens 
sind Lederarbeiter, welche teilweise auf der Stör das Leder erst gerben, 
und daraus dann Hüte oder Seile verfertigen; auch die Schlauchmacher 
in Georgien, welche die Häute mit Alaun und nach Verlauf einiger Tage 
mit Teer gerben, um dann erst den Schlauch zu verfertigen, sind häufig 
auf der Stör beschäftigt ®). In der Stadt Loitz wurde von den dortigen 
Schustern ein eigener Zurichter mit Störarbeit in Nahrung gesetzt, und 
seine Arbeit bestand darin, daß er die Felle schabte und spülte, um sie 
schließlich in die dem Meister gehörigen Gruben einzulegen 4 ). Und 
wenn wir nun in den Handwerksakten speziell der Weißgerber nach 
suchen, so finden wir auch hier, daß Störarbeit, meist in Kombination 
mit Lederhausieren und Pfuscherei, verboten wird, aber eben das zeigt 
uns ihr Vorhandensein an. In Speier soll 1766 keinem, welcher das 
Bürgerrecht und die Handwerksgerechtigkeit nicht besitzt, zugelassen sein, 
»vor sich selbsten eine eigene Werkstadt oder Gesind zu halten", sondern 
es sollen dergleichen Personen vor Stöhrer gehalten" werden 6 ). In 
einem Königsberger Akt von 1737 finden wir „und ob wir zwar nicht 
gemeinet sind dem Handwerck die eigenmächtige Auftreibung der Stöhrer 
und Fuscher ferner zu gestatten, so wollen wir doch auf eingebrachte 
Klage wieder solche Stöhrer geschwinde Justitz durch Wegnehmung der 
Arbeit . . ," 6 ); in einem Würzburger Akt von 1717 wird ebenfalls die 
„Störerey" verboten 7 ), und den gleichen Gegenstand, nämlich die fremden 
Störer, behandelt ein Würzburger Akt von 1615®). Diefe wenigen 
Beispiele, welche sich bei einigem Suchen noch um ein beträchtliches 
vermehren lassen *), besonders aber unsere Untersuchungen über die Betriebs 
mittel der einfacheren Gerbereien zeigen, daß Störarbeit und Gerberei 
keineswegs in einem unnatürlichen Verhältnis zueinander stehen, wie 
dies Dunker bei seiner Untersuchung über das Dorfgewerbe fortwährend 
annimmt, wenn er z. B. sagt „Die Dauer des technischen Prozesses, die 
Gütigen Räumlichkeiten, Gruben dazu machten Störarbeit direkt un 
möglich" "), eine Anschauung, aus welcher er dann auch weitere Kon 
sequenzen zieht 11 ), wie die „Die Stör ist die Normalform des berufsmäßigen 
Dorfgewerbes. Nur für Säge- und Walkmüllerei und Gerberei deuten 
*) Tarajanz 1897, ©. 36. -) Gogitschayschwili 1901, S. 73. 
s ) Ebenda. 4 ) Aebert 1895, S. 38. 5 ) Speyer 1766. 
°) Königsberg 1737, VIII. 7 ) Würzberg 1717. 
8 t Würzbnrg, V, S. 2028, 1615, 24. Juni. ») Vgl. S. 230, Anm. 1. 
10 ) Dnnker 1903, S. 116. u ) Vgl. auch S. 233.
	        

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Agricultural Relief. Gov. Pr. Off., 1928.
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