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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

227 
sattelet und die neu hinzugekommenen Kurdewener, letztere in einem 
Amte mit den S ch u st e r n vereint J ); die Bestätignngsurknnde der Berliner 
Schnster-Jnnung vom 4. November 1284 läßt erkennen, daß die 
Berliner Schuster damals zugleich Gerber gewesen sind^); nach dem 
Züricher Richtebrief von 1304 mußte für die Einfuhr fremden Leders 
eine Abgabe an die Gerber und Schuhmacher entrichtet werden ^), und 
nach dem Dreieicher Wildbann von 1338 4 ) erhält der Schuster unter 
den Markgenossen das Recht, Rinde zur Lohegewinnung zu schälen); 
die Statuten der Pariser Lohgerber von 1345 sind für Lohgerber, 
Lederarbeiter, Corduanmacher und Schuhmacher 5 ); nach den Bestimmungen 
der Straßburger rintsuter und schuchsuter aus der Mitte des 14. Jahr 
hunderts soll über beide Handwerke alljährlich ein Meister erwählt 
werden, und zwar soll es das eine Jahr ein Schuchsuter, das andere 
ein Gerwer fein 6 ); nach einer Straßburger Verordnung aus dem 
15. Jahrhundert sollen die rintsuter den Bürgern das Leder trocken 
verkaufen 7 ), während nach den Ordnungen der Schuster-, Gerber- und 
Altbüßerzunft zu Striegau von 1365 die Verarbeitung gefallenen 
Viehes verboten wird 8 ). Die den Danziger Gerbern durch die Schuh 
macher zugefügten Schäden wurden erst durch eine Willkür von 1426 
geregelt, wonach die Schuhmacher nur noch Leder für ihren eigenen 
Bedarf, aber nicht mehr Leder zum Verkaufe gerben durften 9 ); nach 
einer Berliner Urkunde von 1448 durften die Jnnungsmeister des 
Schuhmacherhandwerks nur Leder von den zu ihrer Zunft gehörenden 
Gerbern kaufen"), und als die Lütticher Corduanmacher und Schuh 
flicker 1479 von der Stadt das Recht erhielten, ihren Lederbedarf 
selbst zu gerben, hatten sie gegen die Gerber einen mehr als 200 jährigen 
Streit zu führen; zur Kompensation sollte den Gerbern erlaubt sein, die 
hossautx, galloches et stievaulx für ihren eigenen Bedarf herzustellen; 
fm weiteren Verlauf dieses Streites ließ einmal eine Menge Gerber 
% Handwerk liegen, um zum Handwerk der Schuster überzugehen, 
sie sich besser nähren konnten"). Nach einer Königsberger Weiß 
gerberordnung von 1582 soll kein Schuster mehr Leder gerben lassen, 
als was er zur Notdurft seines Handwerks braucht"), 1684 besteht ein 
Gewerk der Schuhmacher und Lohgerber in Finsterwalde"), 1618 ein 
0 Keutgen 1903, S. 82. Wiedfeldt 1898, S. 216. 
b) Gerberzeitung 1860, S. 282. 4 ) Dunker 1903, S. 125. 
Schauplatz 1766, Bd. V, S. 431; vgl. auch Geißenberger 1895, S. 170. 
°) Straßburg 1888, S. 204. 7 ) Straßburg 1889, S. 464. 
8 ) Stahl 1874, S. 158. «) Hirsch 1855, S. 311. 
I0 ) Deutsche Gerberzeituug 1888, Nr. 44. Bormans 1863, S. 73—74. 
I2 ) Königsberg 1582, 18te»s; siehe auch Gunzenhausen 1798—1804, 1646. 
") I. f. N. 1877, Bd. XXIX, S. 313. 
15*
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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