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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

348 
und Umgebung, dann Paris und Vendome in Frankreich x ); im 18. Jahr 
hundert wird uns noch genannt Rom für Italien, dann Spanien 2 ), 
Wien und Prag für Österreich, endlich Berlin, Magdeburg, Halle, 
Dresden, Erlangen und andere für Deutschland. Das Mutterland 
einer durchgebildeten Glaceindustrie aber ist Frankreich. Wir haben 
ja gesehen, wie dort die Glacegerberei erst im Anschluß an den ge 
steigerten Verbrauch von feinen Handschuhen sich mächtiger entfaltet 
hat; Frankreich zur Zeit Ludwigs XIV. bildete, was Feinheit und 
Raffiniertheit der Kultur anlangt, das Vorbild Europas, und darum 
ist Frankreich im 16. und 17. Jahrhundert auch der Hauptsitz der 
Glacelederindustrie. Damit haben wir die bedingenden Momente für 
den Standort der Glacclederindustrie überhaupt gefunden. Wir werden 
sehen, daß die Glacelederindustrie eine Industrie der Kulturzentren ist, 
und daß sie stets in enger Verbindung mit der Handschuhindustrie auf 
tritt. Es ist also der Absatz, welcher hier vornehmlich für den Standort 
bedingend ist. Bevor wir aber diese Verhältnisse für Deutschland be 
trachten, wollen wir uns noch kurz über die wichtigsten Weiß 
gerbereigebiete des Auslandes orientieren. 
Das bedeutendste Handschuhproduktionszentrum des europäischen 
Kontinents, und darum auch das bedeutendste Zentrum der Glacegerberei ist 
der Distrikt von Grenoble in Frankreich. In Österreich ist auch heute noch mit 
an erster Stelle unter den europäischen Hauptsitzen zu nennen Prag und 
Wien, in Spanien Cadix, dann Belgien und Holland; das Brüsseler Leder, 
ein gefärbtes, alaungares Handschuhleder, war schon um die Wende 
des 18. Jahrhunderts berühmt; endlich sei noch auf die russischen 
glacegaren Fohlenfelle zur Handschuhfabrikation hingewiesen ^). Wir 
sehen, die Standorte der Glacclederindustrie sind in allen diesen Fällen 
Hauptstädte, welche wegen ihrer feinen kulturellen Durchbildung auch 
sonst einen europäischen Ruf genießen; diese Städte sind außerdem 
Hauptsitze der Handschuhfabrikation. Dazu kommt aber noch ein drittes 
Moment, nämlich die Art der Entstehung dieser Hauptsitze: nach fast 
allen diesen Plätzen haben die vertriebenen Hugenotten den hier in 
Frage stehenden Industriezweig gebracht, und es ist beachtenswert, daß 
diese gleichen Plätze nicht nur bis heute die Hauptplätze geblieben sind, 
sondern daß sich seitdem neue bedeutende Produktionszentren fast nicht 
mehr eröffnet haben; auch dieser Punkt, das räumliche Beharren der 
Industrie durch Jahrhunderte schwerwiegendster Umwälzungen auf 
politischem und technischem Gebiete, zeigt den streng konservativen Geist, 
welcher, unbeirrt von Neuerungen, bis heute diese Industrie beherrscht. 
Was sich verschoben hat, was veränderlich ist, das ist nur die Be- 
') Krünip 1780, Bd. XXI, S. 464; Maier 1901, S. 1 f.: Dumas 1846, S. 705. 
ä ) Keetz 1820, S. 19, 37. *] Ledermarkt 1893, S. 1235 ff., 1300 ff.
	        

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Wie Muß Sich Das Stickstoff-Monopol Gestalten? Verlagsbuchhandlung Paul Parey, Verlag für Landwirtschaft, Gartenbau und Forstwesen, 1915.
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