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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

355 
Verhältnisse in Konflikt geratener Interessen erregt einen wahren Sturm 
von Meinungsaustausch. 
Abschließend zur Abwasserfrage sei noch eine für K i r ch h a i n gültige 
Bekanntmachung vom 7. Mai 1912 mitgeteilt, weil dort wegen der 
hohen räumlichen Konzentration von Gerbereien Mißstände der hier in 
Frage stehenden Art besonders schwer empfunden werden. 
„Der Herr Regierungspräsident hat unterm 2. Dezember vorigen 
Jahres verfügt, daß sämtliche hiesigen Gerbereien daraufhin revidiert 
werden sollen, ob dieselben mit Klärbassins usw. in genügender Zahl 
und vorschriftsmäßiger Beschaffenheit versehen sind. 
Diese Revision hat nach Anleitung des Herrn Gewerbeinspektors in 
Kottbus stattgefunden, und es hat sich dabei herausgestellt, daß bei einer 
großen Zahl von Gerbereien Mängel vorhanden sind, welche in gesund 
heitspolizeilichem öffentlichem Interesse schleunigst beseitigt werden müssen. 
Im Auftrage des Herrn Regierungspräsidenten wird ausdrücklich 
darauf hingewiesen, daß das Erforderliche im polizeilichen Zwangswege 
durchgeführt werden muß, wenn nicht bis spätestens Ende August überall 
ordnungsmäßige Zustände hergestellt sind. 
Was herzustellen ist, ist folgendes: 
I. Alle Arbeitsstätten und Plätze, wo flüssige Abgänge entstehen, 
einschließlich der Giftplätze und der Lagerplätze für gesalzene Felle und 
Leimleder müssen undurchlässig mit Mauersteinen gepflastert sein. 
Die Abgänge dürfen nicht direkt in die Elster oder auf das bloße 
Erdreich abfließen, wo sie versickern können, sie müssen vielmehr durch 
undurchlässige Rinnen oder Kanäle den Klärbassins zugeführt werden. 
Das Abführen der Abwässer aus diesen Bassins darf ebenfalls 
nur durch solche Rinnen oder Kanäle erfolgen. 
II. Sämtliche Gerbereiabwässer müssen durch Klärbassins gehen, 
deren Anzahl sich nach dem Umfange des Betriebes richtet. 
Betriebe mit einer Produktion bis zu 10 000 Fellen jährlich müssen 
mindestens 2 Bassins mit einem Rauminhalt von zusammen mindestens 
4 cbm haben. Betriebe mit einer Produktion bis zu 30000 Fellen 
müssen mindestens 3 Bassins mit einem Rauminhalt von zusammen 
mindestens 6 cdm, und Betriebe mit einer Produktion bis zu 60000 
Fellen müssen mindestens 4 Bassins mit einem Rauminhalt von min 
destens 8 cbm haben usw. 
III. Die nach Ziffer II mindestens notwendigen Klärbassins müssen 
undurchlässig, in Zement gemauert und mit einem gefalzten Bohlenbelag 
zugedeckt sein. 
Gruben, die neu angelegt werden, müssen von allen Seiten, auch 
unter dem Boden, mit einer mindestens 30 cm starken Schicht von ge 
stampftem Lehm umgeben sein. 
23*
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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