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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

19 
drängen. Die letzten Überreste jener Ursprünglicheren Zustände sm 
im Rot- und Schwurzwild unserer Wälder m dm 
unserer Hochgebirge erhalten, und daß wir den Zuj an , 
dieser Dere eine viel größere Rolle als heute spielten, noch mcht sehr 
lange verlassen haben, das geht aus vielen Taxor nungen 
werkerbriesen von Weiß- und Sämischgerbern hervor, wo 
Gemsen, Hirschen, Rehen eine ziemlich große Rolle spre en. , 
Indes ist der Ersatz zener ursprünglicheren Haue- -nd-8^ 
ranten durch unsere Haustiere keineswegs ein so vo s an rg ' 
aus den ersten Blick zu sein scheint. Wenn wir heute eine H 
statistik eines der oben zitierten Länder, . etwa Sudasrr ' ^ 
Persien. Südamerika, hernehmen, dann sind die großen P s 
dieser Statistiken, welche in erster Linie ins Auge sa en, H 
Felle von Rindern, Schasen, Ziegen, Pserden, die Starsr en ^ 
monotones Bild, und es scheint, als ob sich alle -an er , t 
bemühten, den europäischen Verbrauchern auch in den hier , 
kommenden Rohmaterialien, ohne Rücksicht aus die aus en . 
Zonendisserenzen sich ergebenden Produktionsmöglichkelten, nur 
goods aus den Markt zu bringen. Allein bei genauerem Zuj 
gibt sich, daß, wie bei uns das Schwarz-, Rot- un Hc' ) ' 
vollkommen verdrängt, sondern nur aus Gebieten rnterstr s 
Territorien mit noch extensiverer Kultur abgedrängt worden rs, l ^ 
in jenen Ländern die ursprünglichen Fellieseranten zwar s ar 63 , 
und ebensalls abgedrängt, noch keineswegs aber vollkommen oer , 
und vernichtet sind; daraus nun resultiert eine ganz andere mr 1 
liche Stellung dieser Tiere, sie erlangen nämlich jetzt erne r 
Seltenheitswert, damit Hand in Hand eine höhere Werts Atzung 
Felles, welches insolgedessen jetzt nicht mehr unter den je ^ 
Gerberei um seiner Lederhaut willen erscheint, sondern unter euer 
Kürschnerei um seines seltener gewordenen Haarkleides wr en, 
also diese Tiere aus den Strichen intensiver Kultur rn errr or 
extensiverer Kultur abgedrängt werden, so sehen wir ihre reelle au 
Domäne der Gerberei in das Gebiet der Pelzarbeit abgedrängt, n er 
stützt wird diese ganze Bewegung noch durch die moderne Geschma - 
Achtung, welche, von der Kunstindustrie erzogen, und dann von rhr ge 
schmeichelt, eine Vorliebe sür aparte Novitäten zeigt, zu welcher nrch 
nur die Felle solcher, neuerdings erst in den Rang von Pelzlreseranten 
erhobener Tiere verarbeitet werden, sondern in stetig steigendem Maße, 
und sei es auch nur in der Form von Imitationen, aparte Decken vie 
niedrigerer Vertreter der Tierreihe, wie z. B. von Fischen und Reptrl , 
woraus ja bereits hingewiesen wurde. 
Aus dem Gesagten ergibt sich also, daß das gesamte^Schw z-,
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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