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Die Entwicklung der Weißgerberei

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Bibliographic data

fullscreen: Die Entwicklung der Weißgerberei

Monograph

Identifikator:
883887894
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6560
Document type:
Monograph
Author:
Ebert, Georg
Title:
Die Entwicklung der Weißgerberei
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
A. Deichert'sche Verlagsbuchhandlung
Year of publication:
1913
Scope:
1 Online-Ressource (XL, 408 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
1.Teil. Die Rohstoffe
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Entwicklung der Weißgerberei
  • Title page
  • Contents
  • 1.Teil. Die Rohstoffe
  • 2.Teil. Die Produktionsprinzipien
  • 3.Teil. Die ökonomische Gestaltung der Weißgerberei
  • 4.Teil. Die topographischen und hygienischen Verhältnisse der Weißgerberei
  • 5.Teil. Der Markt

Full text

56 
Zaccaria ging der Besitz von Phocäa 1314 an das Haus Cattaneo 
über *), aber nach mehrfachen Versuchen des griechischen Kaisers Andro- 
nikus III., teils mit Hilfe der Venetianer, teils mit Hilfe der Türken 
Phocäa wieder in seinen Besitz zu bringen, gelang es endlich 1340 
einem griechischen Megaduca einen Statthalter dort einzusetzen, so wie 
auch Chios seit 1329 bereits von einem griechischen Statthalter wieder 
verwaltet worden war. Der Tod Adronikus III. 1341 und die daraus 
sich ergebenden inneren Kriege um das Interregnum in Byzanz boten 
den Genuesen eine willkommene Gelegenheit, Phocäa und Chios für 
sich wieder zu gewinnen. Da der Kreuzzug von 1343 infolge des 
Einspruchs des Papstes nicht gegen Chios gerichtet werden konnte, und 
weil die genuesische Staatskasse nicht die Mittel zur Ausrüstung einer 
Flotte besaß, schufen 1345 eine Anzahl wohlhabender Genuesen eine 
Flotte unter der Bedingung des Wiederersatzes der Kosten aus den 
städtischen Einkünften. „Die Flotte war ursprünglich gegen einen Auf 
stand an der ligurischen Küste bestimmt, aber die Aufständischen gingen 
auseinander, ohne daß es zum Schlagen kam, und so gab man der 
Flotte eine andere Bestimmung. Die Flotte ging nach Chios, be 
mächtigte sich der Insel in 4 Tagen, nach einvierteljähriger Belagerung 
auch des Kastelles, und das Gelingen der Eroberung von Chios weckte 
in dem Führer Vignosi und seinen Gefährten die Lust, auch die beiden 
Phocäa, welche so lange unter demselben genuesischen Dynastenhaus mit 
jener Insel vereint gewesen, zu erwerben. So fielen denn auch Ende 
des Jahres 1346 die beiden Phocäa der ebenso tapferen als glück 
lichen Kompagnie in die Hände. Eine genuesische Besatzung sicherte 
die Orte. 
Zwischen den Eroberern und der genuesischen Kommune fand nun 
eine längere Unterhandlung statt, welche endlich am 16. Februar 1347 
zu einer definitiven Auseinandersetzung führte. Die Kommune hatte 
sich ja anheischig gemacht, den Schiffseignern ihre Auslagen aus den 
Staatseinkünften zu ersetzen, und diese Auslagen berechneten sich auf 
203000 Lire, aber die Staatskasse war immer noch leer. So wurde 
denn den Unternehmern der Expedition das ganze nutzbare Eigentum 
auf der Insel sowohl als in Phocäa überlassen, um sich daran schadlos 
zu halten. Jeder der Schiffspatrone erhielt eine Aktie, welche ihm das 
Anrecht auf eine bestimmte Quote der öffentlichen Einkünfte gewährte, 
und so konstituierten sich die Eroberer von Chios und Phocäa zu einer 
Aktiengesellschaft, welche, wie andere ähnliche Gesellschaften der da 
maligen Zeit, den Namen Maona oder Mahona führte, während die 
Aktionäre selbst Maonesen genannt wurden. Die Kommune behielt sich 
v j Heyd 1879, Bd. I, S. 531, 569.
	        

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Die Entwicklung Der Weißgerberei. A. Deichert’sche Verlagsbuchhandlung, 1913.
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