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Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

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Bibliographic data

fullscreen: Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland

Monograph

Identifikator:
883967979
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3049
Document type:
Monograph
Author:
Gehrke, Franz
Title:
Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag der H. Laupp'schen Buchhandlung
Year of publication:
1906
Scope:
1 Online-Ressource (VII, 121 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Die Verhältnisse in Deutschland
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die neuere Entwicklung des Petroleumhandels in Deutschland
  • Title page
  • Contents
  • I. Fundstätten
  • II. Die Verhältnisse in Deutschland
  • III. Preisgestaltung

Full text

1) Nach »Plutus«, 1905, 43, S. 832. 
8o 
Süden Europas ausser Griechenland und die übrigen Erdteile den 
Amerikanern Vorbehalten bleiben sollten. Eingehende Unter 
handlungen fanden Ende der 90er Jahre in Petersburg (unter 
Wittes Mitwirkung) statt, zerschlugen sich aber. Später, um 1900, 
einigte man sich bezüglich Deutschlands dahin, dass der Status 
quo bestehen blieb und nur eine Preiskonvention getroffen wurde. 
Die genaue Natur dieses Uebereinkommens war mir nicht mög 
lich in Erfahrung zu bringen, doch ist so viel sicher, dass beide 
Kontrahenten sich verpflichteten, stets eine bestimmte Preisspanne 
— bei Strassenwagenverkäufen 1 / 2 Pf. pro Liter — einzuhalten. — 
Wie eng das Verhältnis war, geht u. a. daraus hervor, dass in 
Mannheim die D.-A. P.-G. auf Verlangen russisches Oel lieferte, 
in Stuttgart den Alleinverkauf des Nobel-Petroleums hatte 1 ). 
Auf seiten der St.O.C. handelte es sich bei dem Vertrags 
schluss zweifelsohne um eine Abwehrmassregel, was schon daraus 
hervorgeht, dass sie die Verständigung suchte. Deutschland be 
trachtete sie als ihre Domäne, da sie nach Besiegung bez. An 
gliederung ihrer Konkurrenten schon die unbestrittene Oberherr 
schaft errungen hatte. Durch die Russen fühlte sie diese letztere 
bedroht, und da sie keinen massgebenden Einfluss auf die Pro 
duktion der Bakufelder erlangen, ebensowenig aber die unbequeme 
Konkurrenz durch das von ihr sonst so gern angewendete Mittel 
rücksichtsloser Preispolitik totmachen konnte, verlegte sie sich 
aufs Paktieren. 
Ganz entgegengesetzte Motive waren es natürlich, die für die 
Russen bestimmend waren. Sie riskierten nicht so viel wie die 
St.O.C., da ihr Absatz bei weitem geringer war. Sie mussten 
ihre Ueberproduktion abstossen und konnten dies am leichtesten 
ausser in England auf dem aufnahmefähigen deutschen Markte. 
Jeder Fortschritt war für sie ein Gewinn, während andererseits 
Verluste infolge ihres viel geringeren Absatzes für sie weniger 
fühlbar waren. Ausserdem hatten sie das Fortschreiten der 
Technik für sich. Russisches Oel russt und stinkt auf den eigens 
für amerikanisches Oel eingerichteten und in Deutschland fast 
allgemein üblichen Brennern, aber jede Verbesserung der Lampen 
konstruktion sowohl als auch des Raffinationsverfahrens macht es 
konkurrenzfähiger. Als freilich ungewolltes später zu Tage ge 
tretenes Moment fiel für die D.-R. N.-I.-G. noch vorteilhaft ins 
Gewicht, dass im Detailverkauf russisches Oel fast stets zum selben
	        

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Die Neuere Entwicklung Des Petroleumhandels in Deutschland. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, 1906.
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