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Nationalökonomie (Teil 1)

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Bibliographic data

fullscreen: Nationalökonomie (Teil 1)

Monograph

Identifikator:
884842509
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-10952
Document type:
Monograph
Author:
Weber, Adolf http://d-nb.info/gnd/118629646
Title:
Die Aufgaben der Volkswirtschaftslehre als Wissenschaft
Place of publication:
Tübingen
Publisher:
Verlag von J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)
Year of publication:
1909
Scope:
1 Online-Ressource (77 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Contents

Table of contents

  • Grundriss zum Studium der politischen Oekonomie
  • Nationalökonomie (Teil 1)
  • Title page
  • Contents
  • Abschnitt I. Die Lehre von der Produktion
  • Abschnitt II. Die Verteilung des Ertrages der Volkswirtschaft
  • Abschnitt III. Die Geschichte der Nationalökonomie

Full text

- 319 — 
so zu handeln, wie es der Gesamtheit förderlich sei. Der kurz- 
sichtige Egoismus werde durch die Konkurrenz im Zaume gehalten; 
sie könne aber nur allgemein zur Wirkung gelangen und günstig sein 
bei wirtschaftlicher Freiheit. Deshalb sei es die Aufgabe des Staates, 
die bisherigen unnatürlichen Schranken zu beseitigen. Sehr ein- 
gehend behandelt er die Schädlichkeit aller Monopole, die Ueber- 
macht der großen Grundbesitzer, die gewerbliche Gebundenheit durch 
die Zünfte, die Beschränkung des internationalen Handels durch 
Prohibitiv- und Schutzzölle. Alle diese mittelalterlichen Schranken 
seien zu beseitigen. Der Einzelne, der am besten beurteilen könne, 
wo und wie seine Kräfte am zweckmäßigsten zu verwerten sind, 
müsse auf die eigenen Füße gestellt und ihm die volle Freiheit der 
Handlung gewährleistet werden, Außerdem fürchtet er, daß der Adel 
und die Reichen, welche den größten Einfluß im Staate haben, diesen 
überwiegend im eigenen Interesse verwerten und den Schwächeren 
bedrücken. Er sucht mithin das Interesse aller Einzelnen zu vertreten 
und zum Ausgangspunkte zu nehmen, Die Regierung faßt er nur als 
Mittel auf, das Wohl der Einzelnen zu fördern, während in dem Staate 
des polizeilich kameralistischen Zeitalters im Gegenteile sie als Selbst- 
zweck hingestellt war, dem das Wohl der Unterthanen meist in der 
schmählichsten Weise untergeordnet wurde. Dabei ist zu bemerken, 
daß er die völlige wirtschaftliche Freiheit als ein zur Zeit noch uner- 
reichbares Ideal ansieht und ausdrücklich Ausnahmen anführt, wo 
Schranken durchaus am Platze sind, 
In dem Verkehr mit dem Ausland verlangt er Freiheit, um inter- 
nationale Arbeitsteilung durchzuführen, die ebenso bedeutsam sei, wie 
die Arbeitsteilung im Innern des Landes, Jeder Staat müsse produ- 
zieren, wozu seine Verhältnisse ihn am besten eigenen, und von 
anderen Ländern beziehen, was da billiger und besser geliefert werden 
könne, 
Adam Smith ist in der früheren Zeit vielfach sehr überschätzt 
worden; man hat sein Werk der Bibel gleich gestellt und die darin 
ausgesprochenen Lehren als ewige Wahrheiten bezeichnet, Er ist in 
der neueren Zeit sehr allgemein erheblich unterschätzt, und man ist 
ihm nicht gerecht geworden, weil man ihn nur von unserm gegen- 
wärtigen Standpunkte beurteilte, nicht aber historisch aus seiner Zeit 
heraus. Man hat ihn herabgesetzt, indem man nachzuweisen suchte, 
daß seine Lehren nicht originell, sondern schon früher von anderen 
ausgesprochen wären, und darin hat man in der Hauptsache recht. 
Aber sein unsterbliches Verdienst liegt darin, daß er zuerst den Zu- 
sammenhang der wirtschaftlichen Vorgänge nachwies und ihnen ein 
wissenschaftlich begründetes Prinzip zu Grunde legte, die verstreuten 
Lehrsätze der früheren Schulen von ihren extremen Einseitigkeiten be- 
freite und zu einem geschlossenen Ganzen zusammenfügte. Er war 
insbesondere der Erste, dem es gelang, alle diese Lehren in einer leicht 
faßbaren, überaus interessanten Form zur Darstellung zu bringen, be- 
sonders das allerdings mehr deduktiv aufgeführte Gebäude durch histo- 
rische Daten und Erfahrungssätze so zu stützen, daß es leicht übersehen 
werden konnte und völlig fest begründet erschien. Wo man ihm zu 
scharfes Urteil, extrem einseitige Schilderung vorwerfen kann, handelt 
es sich gerade um Sätze, welche die größten Schäden der Zeit am 
klarsten hervorhoben und den Leser zwangen, ihnen besondere Auf- 
merksamkeit zu schenken: und gerade diesem Vorgehen verdankt er den 
Kritik,
	        

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Nationalökonomie. Fischer, 1902.
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