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Der Weg zum Sozialismus

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Bibliographic data

fullscreen: Der Weg zum Sozialismus

Monograph

Identifikator:
885228731
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-3811
Document type:
Monograph
Author:
Frölich, Paul http://d-nb.info/gnd/123562155
Title:
Der Weg zum Sozialismus
Place of publication:
Hamburg
Publisher:
Verlag der Kommunistischen Arbeiterzeitung
Year of publication:
1919
Scope:
1 Online-Ressource (32 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
Die nächsten wirtschaftlichen Aufgaben
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Der Weg zum Sozialismus
  • Title page
  • Nationalversammlung und A.- und S.- Räte
  • Die nächsten wirtschaftlichen Aufgaben
  • Die Aufgaben der Sozialisierung
  • Die Praxis der Sozialisierung
  • Die Arbeiterräte

Full text

— io - 
legentlich der Affären Daimler, Krupp, Mannesinarm etc. dicke 
Schwaden bestialischer Düfte aufsteigen ließ. 
Das Riesenkapital hat am Kriege Milliarden verdient. 
Es hat NeugrGndungen über Neugründungen vorgenommen, 
seine Werke erweitert, Neuanlagen aus dem Boden gestampft 
und sogar neue Fabrikorte mit zahlreicher Arbeiterbevölke 
rung entstehen lassen. Alle die Betriebe, welche über große 
Bestände notwendiger Rohprodukte verfügten, wie die Woll 
kämmereien, Lederfabriken, Mühlen und viele andere konnten 
das Volk bewuchern und ihre Kapitalmacht gegenüber den 
weniger günstig ausgestatteten Betrieben gewaltig befestigen. 
Die Ueberführung der Betriebe aus der Friedens- in die 
Kriegswirtschaft gelang natürlich der kapitalkräftigen Groß 
industrie besser, als den Mittel- und Kleinbetrieben. Sie 
konnten die Konjunktur in ganz anderer Weise ausnutzen als 
jene. Die Folge davon war, daß die Mittelbetriebe zwar noch 
gute Gewinne machen konnten, aber in ihrer wirtschaftlichen 
Bedeutung gegenüber den Großbetrieben stark sanken. Die 
Kleinbetriebe dagegen wurden zum guten Teil vernichtet, 
durch die Konkurrenz, durch die Einziehung ihrer Besitzer 
zum Heeresdienst, wie auch durch die auf das Hilfsdienst 
gesetz gestützten Maßregeln gegen die überflüssigen Betriebe. 
Andere Gebiete des Kapitalbesitzes, wie der städtische Grund 
besitz, sind durch den Krieg schwer geschädigt worden. Die 
Ware Arbeitskraft war während des Krieges so wertvoll ge 
worden, daß man es nicht wagen durfte, sie durch eine zu 
starke Steigerung der Wohnungsmieten zu reizen; außerdem 
durften den Angehörigen der Kriegsteilnehmer das Wohnen 
nicht übermäßig verteuert werden, wenn man nicht eine ge 
fährliche Veränderung in der Stimmung der Kämpfer riskieren 
wollte. Die Folge davon waren jene Maßregeln der Regie 
rung, welche die Hausbesitzer in der Steigerung der Mieten 
beeinträchtigten. Auf der anderen Seite aber zog die Er 
höhung des Zinsfußes für Staatspapiere naturnotwendig auch 
die Erhöhung der Hypothekenzinsen nach sich. Das kleine 
Grundstückskapital ist auf diese Weise schon während des 
Krieges zum guten Teil vernichtet worden und die großen 
Grundstücksspekulanten machten sich schon zum Sprunge auf 
die Beute bereit, die um so riesiger sein mußte, je drücken 
der die Wohnungsnot auftreten würde. 
Ein siegreiches Deutschland würde die unangefochtene 
Vorherrscnaft des Riesenkapitals gebracht, das Kleinkapital 
vernichtet und seine Besitzer zu Hunderttausenden in das 
Proletariat hinabgeschleudert haben. Die Arbeiterklasse selbst 
wäre durch Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und Teuerung in 
das bitterste Elend gestürzt worden und vollkommen der Will
	        

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Der Weg Zum Sozialismus. Verlag der Kommunistischen Arbeiterzeitung, 1919.
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