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Die Heimarbeit im Kriege

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Bibliographic data

fullscreen: Die Heimarbeit im Kriege

Monograph

Identifikator:
885356659
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-5912
Document type:
Monograph
Author:
Gaebel, Käthe http://d-nb.info/gnd/1023047020
Schulz, Max von http://d-nb.info/gnd/1033198951
Title:
Die Heimarbeit im Kriege
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Verlag von Franz Vahlen
Year of publication:
1917
Scope:
1 Online-Ressource (210 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
Get license information via the feedback formular.

Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
II. Das Hausarbeitgesetz
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Die Heimarbeit im Kriege
  • Title page
  • Contents
  • I. Gewerbeordnung und Heimarbeit
  • II. Das Hausarbeitgesetz
  • III. Die Versicherung
  • IV. Heimarbeit im Militärsattlergewerbe und Militärschneidergewerbe
  • V. Gewerkschaften und Genossenschaften
  • VI. Die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und ihrer Folgen
  • VII. Heimarbeit und Landwirtschaft
  • VIII. Die Unterbringung Kriegsbeschädigter in der Heimarbeit
  • IX. Der Heimarbeiterschutz im Ausland
  • X. Ausblick

Full text

32 
Handhabe; entscheidend für den Erfolg ist die durch eingehende 
Kontrolle gesicherte Durchführung. Der Umstand, daß bei 
der Sanierung des Hausgewerbes der Hausarbeiter und 
nicht der Unternehmer die Lasten zu tragen hat, und die 
ärmliche Lebenshaltung der Hausarbeiter ziehen jeder Besserung 
auf diesem Gebiete enge Grenzen, will man nicht die Heimarbeit 
überhaupt ausräuchern. Stets wird die Wirklichkeit weit, weit hinter 
den Forderungen des Gesetzes zurückbleiben, das feinen zwingenden 
Charakter hier überhaupt fast abstreift und zu einer moralischen 
Forderung wird. Selbst auf dem Lande entspricht nur ein sehr 
geringer Hundertsatz der Betriebe den Bestimmungen der Verord 
nung; um wieviel schlimmer sind die Verhältnisse in den Städten? 
Dr. Altmann-Gottheiner berichtet, daß von etwa 100 untersuchten 
Betrieben in Niederbaden kaum ein einziger einwandfrei im Sinne 
der Verordnung war; ich selbst fand in dem günstiger gestellten, 
weil mehr agrarischen Oberland nur selten eine eigene Werkstatt; 
zumeist wurde im gleichen Raume gewohnt, im Winter gekocht, 
sehr häufig auch geschlafen. Es war erträglich, wenn Sauberkeit 
herrschte; schauerlich, wo die Arbeit in einer schlecht gehaltenen, 
engen und mangelhaft gelüfteten Wohnung verrichtet wird?) Das 
großherzoglich badische Gewerbeaufsichtsamt berichtet arrs dem 
Jahre 1913, daß von den inspizierten Hausarbeitern nnr 60 in 
*) So traf ich in einem badischen Dorfe folgende Verhältnisse: In 
einem alten Wachtturme, der im Lichten etwa 4 Quadratmeter maß und 
der Gemeinde als Armenhaus diente, rippte eine Frau, augenscheinlich die 
Dorfprostituierte, Tabak. Der Boden, auf dem die Blätter herumlagen, 
bestand aus löchrigen, lose nebeneinander auf die Erde gelegten Brettern; 
zwei Betten, in denen Mann, Frau und 6 Kinder nachts im Winter kam 
pierten, ein Tisch, ein Ofen und zwei Stühle machten das Mobiliar aus. 
Im Sommer schliefen die Kinder um so luftiger auf dem unverschaltcn 
Dachraum, zu dem man über eine von außen angestellte Leiter durch ein 
ausgebrochenes Loch in der Mauer kriechen konnte. Die abgetragenen 
Lumpen des ganzen Dorfes schienen in der Behausung zusammengehäuft 
zu sein; da ein Schrank fehlte, lagen sie auf der Erde, und ihr Geruch 
vermischte sich mit dem Dunste ungelüfteter Betten, verbrauchter Luft 
und Tabaksgeruch. Nicht besser sah's im benachbarten Wachtturm aus, 
den sich ebenfalls ein Tabakarbeiter als Wohnung hergerichtet hatte.
	        

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Graf Georg Kankrin in Nationalökonomischer Und Finanzwirtschaftlicher Beziehung. Buchdruckerei “Lituania”, 1914.
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