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Leben und Lehre des Buddha

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Bibliographic data

fullscreen: Leben und Lehre des Buddha

Monograph

Identifikator:
89019078X
URN:
urn:nbn:de:zbw-retromon-6415
Document type:
Monograph
Author:
Pischel, Richard http://d-nb.info/gnd/11619202X
Title:
Leben und Lehre des Buddha
Edition:
Zweite Auflage
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Druck und Verlag von B.G. Teubner
Year of publication:
1910
Scope:
1 Online-Ressource (VI, 126 Seiten)
Digitisation:
2017
Collection:
Economics Books
Usage license:
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Chapter

Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter
Title:
IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche
Collection:
Economics Books

Contents

Table of contents

  • Leben und Lehre des Buddha
  • Title page
  • Contents
  • I. Einleitung
  • II. Das nordöstliche Indien zur Zeit des Buddha
  • III. Das Leben des Buddha
  • IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche
  • V. Buddhas Lehrweise
  • VI. Die Lehre des Buddha
  • VII. Die Gemeinde und der Kultus
  • Index

Full text

48 IV. Buddhas Stellung zu Staat und Kirche. 
allein durch das Gesetz." „Nicht durch Geburt wird jemand ein 
Ausgestoßener, nicht durch Geburt wird jemand ein Brahmane; 
durch seine Taten wird man ein Ausgestoßener, durch seine Taten 
wird man ein Brahmane." Die Texte werden nicht müde, immer 
wieder und wieder hervorzuheben, was Buddha unter einem Brah 
manen versteht. Buddha verwarf das ganze Opferwesen und jede 
Art der Kasteiung. Er hatte ja an sich selbst erfahren, daß Buße 
und Kasteiung nicht zur Erlösung führen. Im Suttanipäta lesen 
wir: „Weder Fischfleisch noch Tasten, weder Nackendgehen noch 
Tonsur, weder Haarflechten noch Schmutz, noch rohe Felle, noch 
Verehrung des Feuers, noch Bußübungen, noch Hymnen, noch 
Darbringungen, noch Opfer reinigen den Menschen, der nicht den 
Zweifel besiegt hat." Im Dhammapada handelt das ganze 
26. Kapitel in 41 Versen von dem wahren Brahmanen. Unter 
anderem heißt es dort: „Niemand wird ein Brahmane durch sein 
geflochtenes Haar, seine Familie, seine Geburt. Wer Wahrhaftig 
keit und Rechtschaffenheit besitzt, der ist selig, der ist ein Brah 
mane." „Was nützt dich dein geflochtenes Haar, du Tor, was die 
Kleidung aus Ziegenfellen? Dein Inneres ist unrein, das Äußere 
reinigst du." „Ich nenne niemanden einen Brahmanen seines Ur 
sprungs oder seiner Mutter wegen, mag er auch stolz reden und 
reich sein. Den Armen, der frei ist von Begierden, den nenne ich 
einen Brahmanen." Große Abschnitte im Tripitaka sind aus 
schließlich der Widerlegung der Ansicht gewidmet, daß die Brah 
manen etwas Besseres seien als die drei andern Kasten. 
Das Vorhandensein der Kasten ist an und für sich für Buddha 
etwas Selbstverständliches. Er selbst fühlte sich, auch nachdem er 
Mönch geworden war, noch als Adliger und duldete nicht, daß 
man in seiner Gegenwart vom Adel gering sprach Aber den un 
gerechtfertigten Ansprüchen der Adligen trat er ebenso scharf gegen 
über, wie denen der Brahmanen, und jeder Unterschied der Kasten 
schwand für ihn, wenn es sich nicht um irdische Dinge handelte, 
sondern nm überirdische. Und das war nichts ihm Eigenes und 
nichts Neues. Dieselbe Anschauung hatte vor ihm schon Lapila ver 
treten, der Gründer der Läinkb^aphilosophie. Ladarä^ana, der 
Verfasser des Lrabinasntra, des Lehrbuchs des orthodoxen brah- 
manischen Systems, des Vedanta, lehrt, daß nur die drei oberen 
Kasten zur Erlösung berufen seien. Im Gegensatz dazu lehrt das 
Sämkhya, daß alle Menschen ohne Unterschied des Standes erlöst 
werden können, und daß jeder, der die richtige Erkenntnis ge-
	        

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Geld-, Bank- Und Börsenwesen. C.E. Poeschel Verlag, 1937.
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